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Taxifahrer in Europa protestieren gegen App-Anbieter Uber

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Bedrohung auf dem Smartphone  

Taxifahrer protestieren gegen App-Anbieter Uber

11.06.2014, 15:54 Uhr | dpa

Taxifahrer in Europa protestieren gegen App-Anbieter Uber. Europaweit wollen Taxifahrer am Mittwoch gegen App-Anbieter Uber demonstrieren. Alleine in Berlin könnten bis zu 1000 Wagen die Straßen blockieren. (Quelle: imago/Christian Mang)

Europaweit wollen Taxifahrer am Mittwoch gegen App-Anbieter Uber demonstrieren. Alleine in Berlin könnten bis zu 1000 Wagen die Straßen blockieren. (Quelle: Christian Mang/imago)

Europaweit haben Taxifahrer für Mittwoch Demonstrationen gegen App-Anbieter Uber angekündigt. Die Fahrer sehen ihr Geschäft durch den Online-Dienst bedroht, der ohne staatliche Regulierung seine Fahrten viel billiger anbieten kann. Uber dagegen sieht sich nur als gesunde Konkurrenz.

Tausende europäische Taxifahrer wollen an den Demonstrationen gegen die Konkurrenz aus dem Internet teilnehmen. Die Proteste sind in Städten wie Berlin, Hamburg oder auch London geplant. Zu einer Sternfahrt am Mittag in Berlin meldeten die Veranstalter bis zu 1000 Taxis an. "Das wird man auch merken im Straßenverkehr", sagte ein Polizeisprecher.

Protest Tausender richtet sich vor allem gegen App Uber

Die Taxifahrer sehen ihr Geschäft von Anbietern bedroht, die über Apps auf dem Smartphone oder Tablet Fahrer vermitteln. Aus ihrer Sicht gibt es einen unfairen Wettbewerb, weil für die neuen Rivalen aus dem Internet die strikte Regulierung des Taxi-Gewerbes ausgehebelt sei. Ein rotes Tuch ist für sie vor allem die US-Firma Uber, die in rund 20 europäischen Städten aktiv ist. Vergangene Woche besorgte sich Uber 1,2 Milliarden Dollar frisches Geld von Investoren, das Unternehmen aus San Francisco wurde dabei insgesamt mit 17 Milliarden Dollar bewertet.

In London wollen rund 10.000 bis 12.000 Taxifahrer langsam durch das Zentrum fahren. In Mailand wird mit rund 5000 streikenden Fahrern gerechnet, auch in Madrid sind tausende Taxifahrer zum Protest aufgerufen. In Paris wollen rund 3000 Fahrer die Flughäfen Orly und Charles de Gaulle blockieren. Lissabon, Sao Paolo und Chicago stehen ebenso auf der Liste.

App Uber hat schweren Stand in Europa

Private Fahrer seien oft nicht für die Beförderung versichert, absolvierten keine regelmäßigen Gesundheitschecks, ihre Ausbildung und der technische Zustand des Autos würden nicht geprüft, kritisierte der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands BZP, Michael Müller, zum Aktionstag. Uber reagierte gelassen auf die europaweiten Proteste. Er könne die Kritik nicht nachvollziehen, sagte Patrick Studener, der für die Expansion des Dienstes in Europa zuständig ist. Man biete eine zusätzliche Möglichkeit zur Fortbewegung an. Uber entgegnet zudem stets, man überprüfe die Fahrer und sorge für die Sicherheit der Fahrgäste.

Der Dienst musste in Europa bereits Rückschläge hinnehmen. In Brüssel wurde Uber der Betrieb untersagt, in Frankreich gibt es Einschränkungen. In Berlin erwirkte ein Taxifahrer im Frühjahr eine einstweilige Verfügung gegen Uber, vollstreckte sie jedoch unter Hinweis auf wirtschaftliche Risiken nicht.

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