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Fitnessarmbänder und Sports-Tracker im Test

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Fitnessarmbänder und Tracker im Vergleich

11.07.2014, 07:20 Uhr | Connect - Dirk Waasen

Fitnessarmbänder und Sports-Tracker im Test. Fitnessarmbänder und Tracker im Vergleich. (Quelle: Connect)

Fitnessarmbänder und Tracker im Vergleich. (Quelle: Connect)

Ob von Nike, Sony, Fitbit, Medisana, Jawbone, Polar oder Mio: Sind Fitnessarmbänder und Tracker mehr als nur Lifestyle-Spielzeug der digitalen Gesellschaft? Die Zeitschrift Connect hat zwölf aktuelle Gadgets in einem großen Vergleichstest unter die Lupe genommen.

Sind Fitnessarmbänder und Tracker mehr als nur Lifestyle Spielzeug? Wearables gelten derzeit als die Umsatztreiber im Elektronikmarkt. Kein Wunder: Smartphones sind die persönlichsten aller persönlichen Devices, und alles, was sich mit Smartphones verbinden lässt, muss zwangsläufig ein Verkaufsschlager werden – wenn es nach den Herstellern geht. Und so liefern sich neue Marken mit etablierten Marken und proprietäre sowie offene Produkte einen regen Wettkampf beim Ringen um die 100 Euro des Verbrauchers. Allen voran rennen wortwörtlich Fitnesstracker, die es inzwischen in allen Formen, Farben und Funktionen gibt. Wir haben neun der aktuellsten Fitnessarmbänder und -tracker sowie weitere drei brandneue Gadgets aus dem Lifestylesegment unter die Lupe genommen.

Sport am Schreibtisch

Die erste Überraschung gab’s gleich am Arbeitsplatz: Nach Verfassen einiger E-Mails teilte einer der Armbandtracker mit, dass bereits 800 Meter Strecke bewältigt seien – ein guter Wert für eine Viertelstunde Aufenthalt im 15 Quadratmeter großen Büro! Eine Autofahrt von Stuttgart nach München wurde mit rund 2300 Schritten bewertet. Womit auch die zentrale Schwäche der Tracker enttarnt ist: Zwar versprechen die Hersteller in ihren Prospekten, dass Bewegungen genau analysiert würden, am Ende steckt in den kleinen Tools aber nur ein Sensor, dessen Positionsänderungen mit möglichst präzisen Algorithmen in Schritte und darauf basierend in Strecke umgerechnet werden. Das tun sie mit festgelegten Werten für die Schrittlänge, die salopp formuliert mit den Erschütterungen multipliziert wird – egal, ob der Nutzer kurze oder lange Schritte macht.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Fehler mitteln sich aus

Über längere Distanzen mittelten sich die Fehler allerdings recht gut aus, sodass die Stecken beim Gehen (und nur da) erstaunlich genau gemessen wurden. Mit anderen Sportarten tun sich die Tracker grundsätzlich schwer, weshalb die Hersteller sie auch gern als Aktivitätsmesser bezeichnen.

Wer sich von dem Gedanken verabschiedet, mit einem Tracker ein Hochpräzisionsmessinstrument zu erwerben, dem liefern die getesteten Geräte aber jede Menge Spaß und nette Features. Zum Beispiel den Smartwecker, der innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes per Vibrieren am Armband weckt oder die teils begeisternden Apps, die das Phone zum Personal Coach befördern.

So testet connect

Es war gar nicht so einfach, eine Strecke mit exakter Längenangabe zu finden. Am Ende dienten zehn Runden im schnellen Schritttempo auf einer 400-Meter-Laufbahn im Stadion als erste Norm für die Testanden. Zweites Kriterium war eine 4-Kilometer-Tour bergauf und auf selbem Weg zurück, wobei die tatsächliche Distanz über drei GPS-basierte Geräte gemittelt wurde. Dritte Disziplin war ein gleichmäßiger Spaziergang über eine ausgemessene Strecke. Alle Werte wurden erfasst und gemittelt, wobei wir eine Abweichung von bis zu 5 Prozent mit „sehr gut“, bis 10 Prozent mit „gut“ und bis 15 Prozent mit „befriedigend“ bewertet haben. Mehr als 15 Prozent Abweichung erlaubte sich keiner der Kandidaten. Tracker mit der Möglichkeit der Kalibrierung oder der individuellen Festlegung der Schrittlänge erhielten hier Bonuspunkte.

Getestet wurden die Tracker gleichzeitig an den Armen, wobei nach jeweils gleichen Streckenabschnitten die Bänder um eine Position getauscht wurden, um Einflüsse durch die Tragehöhe auszuschließen.

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Bei der Bewertung der Apps standen dann zwei Dinge im Vordergrund: die möglichst intuitive Bedienbarkeit und der Funktionsumfang.

Fazit

Drei Dinge wurden beim Test deutlich. Erstens hängen die neuen, displayunterstützten und damit auch losgelöst vom Smartphone Informationen liefernden Tracker die alten nach Punkten ab, obwohl sie preislich gleichauf liegen. Zweitens sollen die Tracker eher motivieren als Leistung (oder Schlaf) präzise erfassen. Sportler greifen folglich zu anderen Modellen. Drittens kann man bei der unüberlegten Wahl eines Trackers wenig falsch, bei der bewussten Wahl aber vieles richtig machen – dazu sind die Produkte allesamt unterschiedlich genug.

Tipps & Tricks

  • Auf den Herstellerseiten Kompatibilität mit dem Smartphone prüfen. Die ersten Tracker wurden fürs iPhone entwickelt und arbeiten nicht mit jedem Smartphone zusammen. Allerdings tauchen fast täglich Updates auf.
  • Die Tracker reagieren nur auf Erschütterungen. Die Präzision steigt spürbar, wenn die Tracker keinen anderen Erschütterungen als den aktivitätsbedingten ausgesetzt sind. Also beim Tippen auf dem PC oder Mountainbiken keine Genauigkeit erwarten.
  • Manuelles Kalibrieren für mehr Genauigkeit.
    1. Stand des Schrittzählers notieren.
    2. Langen Weg mit bekannter Streckenlänge ablaufen.
    3. Stand des Schrittzählers notieren.
    4. Differenz aus neuem und alten Schrittzählerstand bilden.
    5. Errechnete Strecke durch tatsächliche Strecke dividieren und Wert notieren.
    6. Schrittlänge durch den notierten Wert teilen.
    7. Ergebnis als neue Schrittlänge festlegen.
  • Zu viel Bluetooth tut nicht immer gut. Wenn das Pairen von Tracker und Smartphone nicht klappt, liegt es oft an anderen Wellen, die dazwischenfunken.

Ein Test von www.connect.de.

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