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iPhone 6 und iWatch: Apple plant dieses Mal die ganz große Show

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iPhone 6 und iWatch  

Apple plant die große Show

08.09.2014, 11:21 Uhr | t-online.de, dpa

iPhone 6 und iWatch: Apple plant dieses Mal die ganz große Show. Appl-Logo an der Apple-Filiale in München. (Quelle: dpa)

Apple will wieder in den Innovations-Olymp aufsteigen. (Quelle: dpa)

Apple will wieder als Innovator gefeiert werden: Für die Präsentation des iPhone 6 am Dienstag baut das Unternehmen vor dem Flint Theater in Cupertino sogar ein spezielles Gebäude. Dort werden am Dienstag die neuen Geräte präsentiert. So wird neben dem neuen iPhone 6 auch mit einer Smartwatch von Apple gerechnet. Branchenexperten behaupten, dass deren Erfolg zeigen wird, ob Tim Cook in die Fußstapfen seines Vorgängers Steve Jobs treten und Apples Erfolgsgeschichte fortschreiben kann. t-online.de wird live von der Veranstaltung berichten.

Für Konzernchef Tim Cook schlägt mit der Präsentation am Dienstag die Stunde der Wahrheit: Es werden die ersten Geräte gezeigt, die unter seiner Regie entwickelt wurden. Die Smartwatch wäre der erste Vorstoß von Apple in eine neue Produktkategorie seit dem iPad vor über vier Jahren.

Gerüchte und Apples typisches Schweigen

Wie vor jedem Apple-Event überschlagen sich die Gerüchte. Die beiden iPhones sollen mit Display-Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll erstmals die Größe der Smartphones mit dem Googles Betriebssystem Android erreichen. Die Modelle sollen mit einem Nahfunk-System ausgestattet sein, mit dem Nutzer in Geschäften bezahlen können. Dafür wird das iPhone an das Kassengerät gehalten und den Betrag über dessen Fingerabdruck-Sensor statt per PIN oder Unterschrift bestätigt.

Die Smartwatch kommt wohl in zwei Größen auf den Markt und soll neben Gesundheitssensoren ebenfalls den NFC-Funk unterstützen, auf dem der iPhone-Bezahldienst aufbaut. Wie immer schweigt Apple zu diesen Gerüchten. Im Laufe des Jahres hatte Tim Cook in Interviews angedeutet, dass man an vielen neuen Produkten arbeite.

Aufwand an historischer Stätte

Apple betreibt für das Event mehr Aufwand als bei den bisherigen Produkt-Vorstellungen und setzt dabei auch auf Symbole. Tim Cook und sein Team werden diesmal im Flint Theater in Cupertino auftreten. Dort stellte Firmengründer Jobs vor 30 Jahren den ersten Mac-Computer vor.

Damals wurde erstmals ein Benutzungskonzept für PCs mit Maus und grafischer Oberfläche für den Massenmarkt eingeführt. Die Messlatte für das kommende Event liegt also hoch. Neben dem Flint-Theater wurde ein großes, weißes Gebäude ohne Fenster aufgebaut. Auf der Internetseite läuft ein Countdown zur Live-Übertragung.

Apple will wieder Innovator sein

Apple will sich in der öffentlichen Meinung die Rolle des Innovators zurückholen wie zu Zeiten des ersten iPhones. Doch die Konkurrenz hat aufgeholt – die Präsentationen der nachfolgenden iPhones verloren diesen Glanz und zeigten vor allem Weiterentwicklungen der etablierten Technik. Google und Samsung werden von Beobachtern und vielen Kunden mittlerweile als die innovativeren Unternehmen wahrgenommen.

IPHONE 6 MIT GROßEM DISPLAY
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Google und Samsung wagen mehr

Google experimentiert mit Datenbrillen, selbstfahrenden Autos und Kurier-Drohnen. Googles mobiles Betriebssystem Android dominierte den Smartphone-Markt zuletzt mit einem Rekordanteil von fast 85 Prozent. Samsung ist vor allem dank seiner günstigen Modelle zum mit Abstand größten Smartphone-Hersteller der Welt geworden. Die Spitzenmodelle wie das Galaxy S5 spielen in der iPhone-Klasse mit.

Zudem beeilte sich Samsung, schon im vergangenen Jahr mit seiner ersten Computeruhr vorzupreschen. Die ersten Geräte hatten noch Macken und wurden am Markt recht kühl aufgenommen. Bei den neuen Modellen werden die Rezensionen besser, wie bei der auf der IFA gezeigten Gear S mit Mobilfunk-Anbindung.

Die Spannung steigt 
Apple-Event: Nicht nur iPhone 6 soll vorgestellt werden

Erwartet werden mindestens zwei Neuheiten, wenn man den Informationen von Insidern glauben schenken darf. Video

Auch deshalb sind die Erwartungen an eine Apple-Uhr so hoch. In den vergangenen Wochen und Monaten kam zwar eine Flut von Modellen diverser Hersteller auf den Markt. Aber die weitaus meisten hinterlassen das Gefühl, das Konzept sei bei Laufzeit, Bedienung und Design noch verbesserungsfähig.

"Die Schweiz hat ein Problem"

Die Uhr gehört zu Apples bisher ambitioniertesten Projekten. "Die Schweiz hat ein Problem", zitiert die US-Zeitung "New York Times" Apple-Designchef Jony Ive unter Berufung auf Insider. Ive spielt damit auf die Schweiz als Land der Uhrmacher an. Allerdings wird auch erwartet, dass eine eventuelle iWatch voraussichtlich erst im nächsten Jahr auf den Markt kommt, auch wenn sie schon jetzt vorgestellt werden sollte.

Dafür spricht auch, dass bisher auf keiner der üblichen Gerüchte-Seiten ein glaubwürdig aussehendes Foto der Apple-Uhr erschienen ist. Ganz anders beim iPhone 6, denn hier haben längst Bilder ihren Weg aus den Fabriken in Asien in die Öffentlichkeit gefunden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit das neue Apple-Smartphone zeigen.

Tim Cook ist nicht Steve Jobs

Tim Cook führt Apple anders als Jobs. Wo der charismatische Jobs im Mittelpunkt von allem stand, überlässt Cook seinen Managern mehr Verantwortung. Zudem thematisiert er Themen wie die Arbeitsbedingungen in China oder den Umweltschutz.

Als vor wenigen Tagen aus Apple-Profilen gestohlene Nacktfotos von Prominenten im Internet auftauchten, versprach Cook in einem Interview bessere Sicherheitsvorkehrungen. Vor dem Start eines Bezahldienstes kann sich Apple keine Zweifel der Verbraucher leisten.

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