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iPhone 6 und iPhone 6 Plus bewähren sich beide im Test

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Ist größer auch besser?  

Die Qual der Wahl: iPhone 6 oder iPhone 6 Plus

17.09.2014, 16:53 Uhr | dpa

iPhone 6 und iPhone 6 Plus bewähren sich beide im Test.  iPhone 6 Plus  (Quelle: dpa)

Das iPhone 6 Plus kann vor allem auch im Querformat seine Vorteile zeigen. (Quelle: dpa)

Nun hat der Käufer die Qual der Wahl: Apple sperrte sich sehr lange gegen den Trend zu großen und sehr großen Smartphone-Displays. Jetzt hat der Hersteller mit den beiden neuen größeren iPhone 6-Modellen doch nachgezogen. Eine gute Entscheidung, denn im Praxistest zeigen die größeren Displays zahlreiche Vorteile.

Kaufwillige Interessenten können mittlerweile aus drei verschiedenen Größen auswählen. Neben dem neuen iPhone 6 mit 4,7-Zoll-Bildschirm (11,9 cm) und dem wirklich riesigen iPhone 6 Plus (5,5 Zoll/14 cm) stehen nach wie vor die beiden Vorsaison-Modellen 5c und 5s mit dem gewohnten 4-Zoll-Display zur Verfügung.

Mit den beiden neuen Modellen verabschiedet Apple sich von den scharfen Gehäusekanten und kehrt zu den abgerundeten Seiten des ersten iPhones aus dem Jahr 2007 zurück. Allerdings ist das Gehäuse mit einer Stärke von nur noch 7 Millimetern mit den Jahren viel dünner geworden. Mit ihren Metallgehäusen bringen die beiden iPhones dabei nicht mehr auf die Waage als vergleichbar große Kunststoff-Smartphones von Samsung.

5,5-Zoll-Display nicht nur für Spiele-Zocker ideal

Im Praxistest überzeugen beide neuen iPhone-Modelle mit sehr hellen Displays, die Farben natürlich darstellen. Im Vergleich zum Display des iPhone 5s war im Praxistest allerdings kaum ein spürbarer Fortschritt zu erkennen. Deutlich sichtbar ist aber die höhere Auflösung. Mit 750 × 1334 Pixeln beim iPhone 6 und Full-HD-Auflösung (1080 × 1920) beim iPhone 6 Plus passt nun eine zusätzliche Querreihe Icons auf den Startschirm.

Wer viele actionreiche Spiele auf seinem Smartphone zocken oder Videos schauen will, wird mit dem iPhone 6 Plus aufgrund des größeren Displays mehr Spaß haben. Zudem liefert das Display mit der Full-HD-Darstellung die Auflösung, auf die Videofilme heute optimiert sind. Von der Prozessor- und Grafikleistung her gibt es keinen Unterschied zwischen beiden Modellen.

Querformat auf dem iPhone 6 Plus

Apps wie Mail oder der Browser Safari wurden von Apple bereits an die höhere Auflösung angepasst. Auf dem Plus-Modell können etliche Anwendungen in einem speziellen Querformat betrieben werden. So sieht man beispielsweise im Mail-Client in einer Art Splitscreen die Liste der Nachrichten sowie die ausgewählte Mail selbst.

Zum Marktstart wurden aber selbst Apple-Apps wie das Präsentations-Programm Keynote noch nicht an die höhere Auflösung angepasst. Besitzer eines iPhones sollten sich daher auf eine Aktualisierungswelle einstellen, mit der die App-Entwickler ihre Anwendungen anpassen werden. Wer mit dem Smartphone also auch "richtig arbeiten" will, wird mit dem iPhone 6 Plus etwas ergonomischer arbeiten können.

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iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

Ist größer auch wirklich besser? Der erste Test wird es zeigen. Video

Videofilmer sind mit dem iPhone 6 Plus besser bedient

Bei den Kameras verweigert sich Apple der nur bedingt sinnvollen Jagd nach möglichst hohen Pixelzahlen. Die Kamera auf der Rückseite bleibt bei den acht Megapixel des iPhone 5s. Die Bilder im Test fielen scharf und detailreich aus, auch dank eines äußerst schnellen Autofokus. Bei der Auflösung bieten aber einzelne Spitzenmodelle von Sony, Samsung oder Nokia noch mehr.

Der Linse im iPhone 6 Plus wurde eine optische Bildstabilisierung spendiert, so dass Verwackler selbst bei wenig Licht kaum noch vorkommen. Das kleinere iPhone 6 ist dagegen lediglich mit einer elektronischen Bildstabilisierung ausgestattet. Das iPhone 6 Plus dürfte deshalb auch unter den Videofilmern seine Anhänger finden. Die Kamera in beiden Modellen zeichnet Videos in Full-HD (1080p bei 60 Hz) auf, profitiert im großen iPhone 6 Plus aber massiv von dem Bildstabilisator.

IPHONE 6 UND IPHONE 6 PLUS
Was halten Sie von den beiden neuen iPhones?

Zappelt das Motiv selbst, stößt aber auch diese Technik an ihre Grenzen. Beim filmen bewährt sich der große Bildschirm auch als Sucher, der besser zeigt, was der Nutzer aufzeichnet. Die Chat- und Selfie-Kameras an der Frontseite der neuen iPhones müssen weiterhin mit nur 1,2 Megapixel auskommen. Hier könnte Apple noch nachbessern.

Kamera lugt aus dem Gehäuse hervor

An den Rückseiten der neuen iPhone-Modelle ist erkennbar, dass Apple auf technische Gegebenheiten Rücksicht nehmen musste. So ragt nun die Kameralinse leicht hervor und ist von einem Schutzring umgeben. Damit liegt es nicht mehr plan auf und kippelt, wenn es auf der Rückseite liegend bedient wird. Apple dürfte das selber unschön finden, denn sonst hätten sie es bei einem Produktbild, das das iPhone 6 in Seitenansicht zeigt, nicht wegretuschiert.

Außerdem musste Apple mit dezenten Plastikeinsätzen in der Rückwand dafür sorgen, dass der Netzempfang nicht unabsichtlich unterbrochen werden kann und sich das "Antennagate" des iPhone 4 nicht wiederholt. Damals war das neue Design des Metallrahmens unter bestimmten Umständen für schlechte Empfangsleistungen der Mobilfunkantennen verantwortlich.

Trick für die Einhandbedienung

Damit die beiden iPhones künftig auch mit einer Hand bedient werden können, hat Apple den Ein/Ausschalter von der oberen Gehäuseseite an den seitlichen Rand verlegt. Außerdem kann man mit einem Doppeltipp auf den Home-Button dafür sorgen, dass die obere Hälfte des Bildschirmrands nach unten rutscht, um sie mit dem Daumen erreichen zu können. Beim iPhone 6 funktioniert der Einhandbetrieb noch einigermaßen, beim 6 Plus muss man schon sehr jonglieren.

Wer vor allem auf kompakte Abmessungen wert legt und das Smartphone beispielsweise auch beim Joggen als Sport-Tracker einsetzt, ist mit dem iPhone 6 mit seinem 4,7-Zoll-Display besser bedient. Denn das iPhone 6 Plus ist wahrlich riesig und dürfte in der Hosen- oder Hemdtasche schon arg sperrig sein.

Unter der Haube identisch

Bei den technische Details "unter der Haube" gibt es keine Unterschiede. In beiden Geräten steckt der Apple-Chip A8, der auf 1,4 Gigahertz getaktet und mit zwei Kernen ausgestattet ist. Der A8 der beiden neuen iPhones erwies sich als rund 20 Prozent schneller als der A7 des 5s, der verbaute Grafikchip beschleunigt die Geräte noch deutlich über diesen Wert.

So laden große Apps rund 50 Prozent schneller. Bei der Leistungssteigerung ist es Apple dabei gelungen, den Energiehunger der neuen iPhones zu zügeln, wodurch die Geräte auch bei Dauerbelastung nicht überhitzen. Beim Benchmarktest GFX Manhattan Onscreen war auch nach fünf Durchläufen nicht zu spüren, dass die neuen iPhones zu warm oder in der Leistung gedrosselt werden.

Akku des iPhone 6 hält länger durch

Da in den größeren Gehäusen nun mehr Platz für die Akkus zur Verfügung steht, verkürzen die höhere Leistung der Chips und die höhere Auflösung der Displays nicht die vom iPhone 5s gewohnte Akku-Laufzeit. Das iPhone 6 machte im Test – wie von Apple versprochen – erst nach über elf Stunden durchgehender Videowiedergabe schlapp und erzielte mit zwölf Stunden beim Surfen über WLAN sogar eine Stunde mehr als von Apple behauptet.

Das iPhone 6 Plus hielt beim Surfen sogar 14 Stunden durch, 2 Stunden länger als versprochen. Allerdings lag beim Test der Videowiedergabe der Wert beim iPhone 6 Plus ein wenig unter den von Apple in Aussicht gestellten 14 Stunden. Die längere Akkuausdauer kommt Nutzern zu Gute, die ihr Smartphone intensiv nutzen und auch zahlreiche Multimediaanwendungen einsetzen.

XL-Smartphone und Phablet von Apple

An die größeren Abmessungen des iPhone 6 gewöhnt man sich schnell, auch wenn man bislang mit einem deutlich kleineren Smartphone wie dem iPhone 4s unterwegs war. Das iPhone 6 Plus fällt mit seinen 5,5 Zoll dagegen klar in die für viele iPhone-Besitzer noch stark gewöhnungsbedürftige Kategorie der "Phablets", also einer Mischung aus "Phone" (Telefon) und Tablet.

Fazit

Das iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind technisch weitgehend identisch. Der Unterschied besteht lediglich in der Größe des Displays und dem optischen Bildstabilisator im iPhone 6 Plus sowie dessen etwas stärkeren Akku. Einen weiteren Unterschied gibt es noch in Gestalt der 100 Euro, die das große Gerät mehr kostet als, als das iPhone 6.

Wer vor allem ein großes Display braucht und vielleicht auch Ambitionen beim Fotografieren und Videofilmen hat und sich nicht daran´stört, bei der Bedienung ab und an zwei Hände nutzen zu müssen, sollte das iPhone 6 Plus nehmen. Wer vor allem auf ein etwas kompakteres Gehäuse Wert legt und auf das 5,5-Zoll-Display verzichten kann, kann die 100 Euro Aufpreis getrost sparen, ohne Abstriche bei der Leistung und dem Funktionsumfang in Kauf nehmen zu müssen.

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