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Threema vs. WhatsApp: Datenschutz weiterhin unzureichend

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Messenger-Sicherheit  

Threema ätzt gegen WhatsApp

20.11.2014, 09:27 Uhr | dpa

Threema vs. WhatsApp: Datenschutz weiterhin unzureichend. Eine neue WhatsApp-Funktion verärgert viele Nutzer. (Quelle: imago/Eibner)

Eine neue WhatsApp-Funktion verärgert viele Nutzer. (Quelle: Eibner/imago)

Die Ankündigung, dass WhatsApp-Nachrichten zukünftig zumindest bei Android-Nutzern auf ihrem gesamten Weg verschlüsselt sind, hat der Messenger-Konkurrent Threema kritisiert. Nach wie vor sei Threema "das bessere WhatsApp", erklärten die Schweizer Entwickler der App. WhatsApp lasse noch immer eindeutige Rückschlüsse auf die Identität des Nutzers zu.

Threema kritisierte unter anderem, dass Nutzer ihre WhatsApp-Profile mit der Handynummer verbinden müssten. Im Gegensatz zu WhatsApp kann der Schweizer Messenger auch ohne die Angabe einer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer genutzt werden.

Die App Threema ist eines der beliebtesten Smartphone-Programme für verschlüsselte Kommunikation. Sie führt regelmäßig die Verkaufscharts im App-Store an. Die Ankündigung der Komplett-Verschlüsselung beim Messaging-Platzhirsch WhatsApp mit seinen über 600 Millionen Nutzern könnte Threema künftig treffen.

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WhatsApp ist eine "windschiefe Hütte"

Threema bemängelte auch, dass bei WhatsApp Informationen über die Kontakte der Nutzer übertragen würde und wie häufig sie miteinander kommunizieren. Diese Metadaten lassen Rückschlüsse auf die Netzwerke von Nutzern zu. Sie gelten als besonders schwer zu schützen. "Man kann keinen Palast auf das Fundament einer windschiefen Hütte bauen", zitiert die "Handelszeitung" den Threema-Entwickler.

WhatsApp verwendet dieselbe Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie der von Experten und Datenschützern hoch geschätzte OpenSource-Messenger TextSecure. Die Nutzung der Software ist kostenlos und wurde unter der GPL-Lizenz als Freeware veröffentlicht. Entwickelt wird sie von Open WhisperSystems.

Lösung angekündigt

Einer der Entwickler der Verschlüsselungstechnik kündigte bereits an, dieses Problem anzugehen. "Wir müssen hier vorankommen und werden daran bei TextSecure in den nächsten Monaten arbeiten", sagte Moxie Marlinspike von Open Whisper Systems der "Süddeutschen Zeitung".

Ab wann die Lösung für TextSecure verfügbar sein wird und auch für WhatsApp eingesetzt werden kann, beantwortete der Sicherheitsforscher Marlinspike noch nicht.

Zweifel an WhatsApp

Datenschützer befürchten, dass WhatsApp die Technik von TextSecure nicht 1:1 übernehmen könnte. Das Unternehmen, eine Tochter von Facebook, verfolgt andere Ziele als das OpenSurce-Projekt. Dieses entwickelt die Software mit der Absicht, Anwendungen und Webdienste zu verbessern.

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