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Android M auf Google I/O vorgestellt: Akkulaufzeit soll steigen

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Entwicklerkonferenz Google I/O  

Android M verspricht deutlich mehr Akkulaufzeit

29.05.2015, 19:36 Uhr | t-online.de

Android M auf Google I/O vorgestellt: Akkulaufzeit soll steigen. Google hat auf der Entwicklerkonferenz Google I/O viele Neuerungen vorgestellt. (Quelle: Screenshot)

Google hat auf der Entwicklerkonferenz Google I/O viele Neuerungen vorgestellt. (Quelle: Screenshot)

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco eine neue Version des Mobil-Betriebssystems Android vorgestellt. Unter anderem wird Android M den Smartphone- und Tabletnutzern mehr Kontrolle über die eigenen Daten geben. Außerdem soll es die Akkulaufzeit von Geräten deutlich steigern können.

Der Suchmaschinengigant lüftete das Geheimnis um den Namen des neuen Android nicht. Wofür der Buchstabe "M" im neuen Mobile-Betriebssystem steht, ist weiterhin ungeklärt. Google bezeichnet die Android-Versionen mit Süßspeisen, die Anfangsbuchstaben werden alphabetisch vergeben. Nach "L" für "Lollypop" der aktuellen Android-Version ist nun "M" an der Reihe.

Nach einer von Google-Produktchef Sundar Pichai präsentierten Erfolgsbilanz über die verschiedenen Google-Produkte wie Gmail, Google Maps, Android Wear, Chromecast und vieles mehr kam Android-Manager Dave Burke schnell auf mehrere Neuerungen von Android M zu sprechen.

Android M: neue Berechtigungskontrolle

Die neuen "App Permissions" in Android M ermöglichen eine zweistufige Regelung. Der Nutzer kann eine Übersicht einblenden, welche Berechtigungen eine spezielle App einfordert, etwa die Abfrage von Standortdaten oder das Auslesen des Telefonbuchs. Diese Berechtigungen können direkt entzogen und wieder erteilt werden. Fordert eine App eine neue Berechtigung, wird der Nutzer in dem Moment um Erlaubnis gefragt, in dem die entsprechende Funktion zum Einsatz kommen soll. Zum Beispiel wenn WhatsApp das eingebaute Mikrofon benutzen will, weil der User zum ersten Mal die Telefonie-Funktion aufruft.

App PermissionsApp Permissions Die bisherige Regelung ist wenig benutzerfreundlich. Eine App informiert vor der Installation, welche Berechtigungen sie einfordert. Ist der Gerätebesitzer nicht einverstanden, kann er nur die Installation verweigern. Installiert er sie, kann nicht mehr nachgeregelt werden. Gibt es für diese App ein Update, das die Berechtigungen erweitert, erfolgt keine Installation ohne Nachfrage. Der Nutzer erhält eine Information, nach der er entscheiden kann, ob er das Update ausführt. Stimmt er zu, kann die App mit den neuen Rechten arbeiten. Ansonsten muss der Nutzer das Update verweigern.

Android M stellt diese Frage nicht mehr, sondern installiert automatisch das Update, sofern der Nutzer dies global erlaubt hat. Erst wenn die App die erweiterten Rechte tatsächlich nutzen will, wird ein Fenster eingeblendet, bei dem der Nutzer diese Zusatzrechte erlauben kann oder nicht.

Neue Stromsparfunktion verlängert Akkulaufzeit

Eine neue Funktion namens "Doze" könnte helfen, die Akkulaufzeiten merklich zu erhöhen. Doze soll die Nutzungsgewohnheiten erkennen können. Ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Gerät regelmäßig zu bestimmten Tageszeiten untätig herumliegt, schaltet das Betriebssystem in einen Tiefschlafmodus. Damit soll bei Tests die Akkulaufzeit eines Nexus-Tablets um 50 Prozent verlängert worden sein.

Eine weitere Verbesserung für Android M betrifft das Zusammenspiel verschiedener Apps, etwa wenn die Mail-Anwendung auf einen Twitter-Link verweist. Android M soll besser erkennen, welche App angefordert wird. Außerdem hat Google die Kontrolle über die Lautstärke der Töne optimiert. So kann direkt über die Schnelleinstellungen zwischen Klingelton-, App- und Musiklautstärke unterschieden werden. Auch die Worterkennung der Copy & Paste-Funktion hat eine Überarbeitung erfahren.

Android M wird Fingerabdrucksensoren über eine Standard-Schnittstelle für alle Anwendungen unterstützen, die davon profitieren können. So soll sich nicht nur das Smartphone freischalten lassen. Auch Log-Ins von Apps sollen damit möglich sein, etwa bei Amazon oder Ebay. Mit Fingerabdruck wird man auch Bezahlvorgänge tätigen können. Zuständig dafür ist die Anwendung Android Pay, die sicheres Bezahlen gewährleisten will. Kartendaten sollen etwa nur kurzfristig ausgetauscht und nicht dauerhaft an anderen Stellen gespeichert werden. Einige große US-Provider werden Android Pay auf den Smartphones vorinstallieren. Ob und wann diese Funktion außerhalb der USA nutzbar sein wird, ist nicht bekannt.

Google Photos für mehr Übersicht

Google Photos ist eine Neuentwicklung von Google. Damit soll der Smartphone-Besitzer seine Fotos besser Auffinden und Organisieren können. Google kann dazu beispielsweise nach Aufnahmeorten, Personen oder Datum beliebig sortieren. Die Bilder und Videos werden bei Google zentral gespeichert, eine Platzbeschränkung soll es nicht geben. Abgespeicherte Fotos können bis zu 16 Megapixeln groß sein, darüber wird die Auflösung runterskaliert. Der Internetspeicher steht ab sofort auf allen Geräten zur Verfügung und kann auch von iOS- und allen Internetnutzern verwendet werden.

Ebenfalls verbessert wurde die Nutzung von Android Wear auf Smartwatches. Bestimmte Befehle lassen sich mit Armbewegungen ausführen, etwa durch Drehen des Handgelenks. Für Begeisterung sorgte die Demonstration einer Mal-Erkennung. Präsentator Davis Singleton malte die Strichzeichnung ein Cocktailglases auf das Uhrendisplay, anschließend erkannte Google Wear das Motiv und schlug passende Emoticons vor, die sich dann in eine Nachricht integrieren lassen.

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