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Urteil in Michigan: Autofahrerin erhält zwei Jahre Handy-Verbot

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Ungewöhnliches Urteil  

Frau erhält zwei Jahre Handy-Verbot

08.06.2015, 17:52 Uhr | t-online.de

Urteil in Michigan: Autofahrerin erhält zwei Jahre Handy-Verbot. Ein US-Richter verhängte eine außergewöhnliche Strafe, um Autofahrern von der Benutzung des Handys am Steuer abzuschrecken. (Quelle: imago/MIS/Symbolfoto)

Ein US-Richter verhängte eine außergewöhnliche Strafe, um Autofahrern von der Benutzung des Handys am Steuer abzuschrecken. (Quelle: MIS/Symbolfoto/imago)

Ein Richter im US-Bundesstaat Michigan hat einer 23-jährigen Autofahrerin für zwei Jahre sowohl den Besitz als auch die Nutzung eines Mobiltelefons untersagt. Die Frau hatte ihr Handy während des Fahrens benutzt und dadurch einen schrecklichen Unfall verursacht.

Wie viele Autofahrer ließ sich die 23-Jährige während der Fahrt von ihrem Handy ablenken. In ihrem Fall trat allerdings das ein, wovor so oft gewarnt wird: Die Frau übersah eine Radfahrerin am Straßenrand, obwohl diese sich mit Reflektoren an Helm und Weste besonders sichtbar gemacht hatte.

Für die Radfahrerin endete der Zusammenprall, der sich bereits im September letzten Jahres ereignete, tödlich.

UMFRAGE
Hand aufs Herz - wie oft greifen Sie während der Fahrt zum Telefon?

"Das Recht auf ein Handy ist ein Privileg"

Die Idee, der Autofahrerin zwei Jahre lang das Handy zu verbieten, stammt vom Ehemann der Verstorbenen. Richter Stewart McDonald räumte zwar ein, dass sein ungewöhnliches Urteil Zweifel an seiner Autorität wecken könnte, berichtet die lokale Tageszeitung "Lansing State Journal". Er hoffe aber darauf, dass seine Entscheidung andere davon abhalte, ein Mobiltelefon während der Fahrt zu nutzen. "Ich denke nicht, dass sie das Recht hat ein Mobiltelefon zu besitzen," zitiert die Zeitung McDonald. "Ich finde, das ist ein Privileg".

Langer Strafenkatalog für Verkehrssünderin

Laut dem Bericht zeigte sich die 23-Jährige reuig und verzichtet auf ein Berufungsverfahren gegen das Handy-Verbot sowie alle weiteren Strafen, die ihr das Gericht auferlegt hat. McDonald verurteilte die Schuldige zu zwei Jahren auf Bewährung und mindestens 90 Tagen Gefängnis, die aber nicht am Stück abzusitzen sind.

Zudem muss die Frau 150 Sozialstunden ableisten und Autofahrer in 20 Bildungsmaßnahmen über die Gefahren von Handys am Steuer aufklären. Nicht zuletzt hat sie 15.600 Dollar (knapp 14.000 Euro) an Wiedergutmachung und eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Dollar zu begleichen.

Witwer rührt mit beeindruckender Geste

Ausgerechnet der verwitwete Ehemann hatte Mitgefühl mit der Verkehrssünderin. Nach der Urteilsverkündung habe er die 23-Jahrige umarmt, erzählte ihr Anwalt dem "Lansing State Journal". Die Geste habe in zutiefst beeindruckt.

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