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Taylor Swift hat sich erfolgreich bei Apple beschwert

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Taylor Swift zwingt Apple in die Knie

22.06.2015, 17:51 Uhr | dpa

Taylor Swift hat sich erfolgreich bei Apple beschwert. Taylor Swift hat sich erfolgreich bei Apple beschwert. (Quelle: AP/dpa)

Taylor Swift hat sich erfolgreich bei Apple beschwert. (Quelle: AP/dpa)

Die US-Sängerin Taylor Swift hat mit einem Blogeintrag erreicht, dass Apple die Bedingungen für seinen Musikstreamingdienst "Apple Music" in Teilen ändert. Die Künstler bekommen schon in den ersten drei Monaten Geld, in denen ein Nutzer den Dienst gratis ausprobieren darf. Nach Apple hat auch das Internet reagiert: Viele Nutzer wenden sich derzeit mit lustigen Bitten wie "Können Sie den Montag verschieben?" an die 25-jährige Sängerin.

Wenige Stunden nach einem offenen Brief von Swift gab Apple nach und erklärte, dass Musiker auch während der kostenlosen dreimonatigen Probezeit Geld bekommen werden. Das war ursprünglich nicht vorgesehen. Swift hatte dies in einem Blogeintrag am Sonntag als "schockierend und enttäuschend" verurteilt.

Die Sängerin hatte Apple eindringlich aufgerufen, die Zahlpause zu überdenken. "Wir bitten Sie nicht um kostenlose iPhones. Bitte verlangen Sie von uns nicht, Ihnen unsere Musik ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen." Zugleich betonte Swift, dass sie viel Respekt für das Unternehmen übrig habe. Swifts Album "1989" verkaufte sich seit der Veröffentlichung im vergangenen Herbst allein in den USA rund fünf Millionen Mal. Apple dürfte mit dem Absatz über seine iTunes-Plattform einen erheblichen Anteil daran gehabt haben.

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Apple reagiert auf Swifts Kritik

Der Chef der Apple-Plattform iTunes, Eddy Cue, sagte dem Technologie-Blog "Recode", das Umdenken sei von Swifts offenem Brief ausgelöst worden. Er habe die Änderung mit Konzernchef Tim Cook besprochen. Auch beim Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Cue, dass Apple die Stimme von Swift und der Independent-Künstler gehört habe.

Auch Independent-Labels hatten sich über Apples Vorgehensweise beschwert. Einige Kritiker verwiesen darauf, dass der Konzern zum Ende des vergangenen Quartals Geldreserven von mehr als 190 Milliarden Dollar hatte.

Kurz vor Marktstart kommt Kritik ungelegen

Ursprünglich wollte Apple während der kostenlosen Testphase von "Apple Music" keine Abgaben an Plattenfirmen zahlen. Dafür sollten sie danach einen etwas höheren Umsatzanteil von 71,5 bis 73 Prozent bekommen. In der Branche gelten etwa 70 Prozent als üblich. Nun will Apple die Künstler während der Gratis-Probezeit zu einem nicht näher genannten Tarif pro Abruf ihrer Songs bezahlen.

Wenige Tage vor dem wichtigen Marktstart des Apple-Streamingdienstes am 30. Juni kann der Konzern Kritik daran nicht gebrauchen. Bislang setzte Apple auf den Verkauf von Musik zum Herunterladen. Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt. Marktführer im Streaming-Geschäft ist bislang die schwedische Firma Spotify.

Erfolg bei Apple führt zu Welle ironischer Bitten

Nachdem Taylor Swift mit nur einem Blogeintrag mehr Geld für Musiker bei Apple Music herausgeschlagen hat, fielen Internet-Nutzern viele Probleme ein, die die 25-jährige Sängerin als nächstes angehen könnte. Das Ende der Armut, neue Waffengesetze in den USA, die Lösung des Nahost-Konfliktes und die Rettung der Zeitungsbranche waren nur einige der Probleme, die ironisch an Swift herangetragen wurden.

Twitter-Künstler "Darth" wünschte sich Frühstück bei McDonald's den ganzen Tag und ein anderer Twitter-Nutzer fragte vorsichtig an, ob Swift für ihn vielleicht ein Upgrade in einer höhere Sitzklasse bei seinem anstehenden Langstreckenflug rausholen könnte. Unter den anderen Wünschen waren eine Vorgeschichte zu den Harry-Potter-Büchern sowie die größte Herausforderung: "Können Sie den Montag verschieben?"

Online-Journalist Dave Pell machte sich sogar die Mühe, einen Parodie-Brief mit nächsten Forderungen im Namen von Swift zu schreiben. Dort hieß es unter anderem, dass die Konfliktparteien im Nahen Osten ihr aktuelles Album «1989» nicht zu hören bekommen werden, bis sie Frieden erreichen.

Taylor Swift stieg bei Spotify aus

Swift hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als sie ihre Alben bei Spotify abzog, weil der Dienst auch eine werbefinanzierte Gratis-Version hat. Die Sängerin sieht darin eine Entwertung von Musik. In ihrem Blogeintrag hatte sie nun angekündigt, sie werde ihr aktuelles Album "1989" dem Streaming-Service von Apple vorenthalten.

Bei den Gratis-Versionen der anderen Streamingdienste wird die Musik durch Werbung unterbrochen und die Funktionen sind eingeschränkt. Zum Beispiel kann der Nutzer nicht einzelne Songs auswählen. Für die Bezahlvarianten mit vollem Funktionsumfang gibt es bei den Konkurrenzdiensten meistens nur eine einmonatige Probezeit statt drei Monaten wie bei Apple.

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