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iPhone: Britische Firma entwickelt den Eine-Woche-Akku

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Intelligent Energy  

Britische Firma entwickelt den Eine-Woche-Akku fürs iPhone

25.08.2015, 07:01 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

iPhone: Britische Firma entwickelt den Eine-Woche-Akku. Beim iPhone 6 hält die Akkuladung bei Powernutzern gerade so einen Tag durch. (Quelle: imago/Russian Look)

Beim iPhone 6 kann es für Powernutzer mit einer Akkuladung am Tag schon eng werden. (Quelle: Russian Look/imago)

Ein britisches Unternehmen hat einen Akku entwickelt, mit dem iPhones eine Woche lang laufen. Hinweise auf eine Verbindung zu Apple gibt es, Beweise aber nicht.

Verglichen mit Multimilliarden-Konzernen wie Apple und Tesla ist das britische Unternehmen Intelligent Energy ein Zwerg. Derzeit wird die Firma auf etwa 230 Millionen Euro bewertet. Doch die von den Briten entwickelte Brennstoffzellentechnik hat das Potenzial, unseren Umgang mit Notebooks und Smartphones erheblich zu vereinfachen.

Intelligent Energy habe einen funktionierenden Prototypen eines iPhone 6 gebaut, in dem neben einem Akku auch eine Wasserstoff-Brennstoffzelle des Unternehmens arbeite, berichtet der "Daily Telegraph". Die Technik dahinter ist lange bekannt: Durch eine chemische Reaktion werden Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser umgewandelt, wobei elektrische Energie gewonnen wird. Die Briten haben die Technik allerdings verfeinert, um die Effizienz zu erhöhen.

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Schon jetzt bietet Intelligent Energy ein Ladegerät an, das auf seiner Brennstoffzellentechnik basiert. Mit einem Preis von rund 200 Euro ist das Upp genannte Gerät allerdings alles andere als günstig.

Im Preis inbegriffen ist ein wiederbefüllbarer Tank, der ausreichen soll, um ein iPhone 6 fünfmal aufzuladen. Nachfüllen lassen sich die Tanks allerdings nur in bestimmten Läden in Großbritannien, pro Füllung werden acht Euro fällig. Da das Upp zudem so groß ist wie eine Taschenlampe, ist es nicht dafür geeignet, es immer dabei zu haben.

Wasserdampf quillt aus kleinen Schlitzen

"Jetzt haben wir es geschafft, eine Brennstoffzelle zu bauen, die so dünn ist, dass sie in ein bestehendes Gehäuse eingebaut werden kann, ohne den Akku zu verdrängen", sagte Intelligent-Energy-Chef Henri Winand dem "Telegraph".

Der einzige sichtbare Unterschied zu einem herkömmlichen Smartphone seien kleine Lüftungsschlitze, durch die der bei der Reaktion entstehende Wasserdampf entweichen kann. Beim Nachfüllen soll ein modifizierter Kopfhöreranschluss als Tankstutzen dienen.

In der Serienfertigung will man aber auch darauf verzichten und stattdessen auswechselbare Wegwerf-Kartuschen verwenden. Die sollen dann so viel Rohstoff enthalten, dass ein Gerät wie das iPhone 6 damit eine Woche lang mit Strom versorgt werden könnte. Ähnliche Brennstoffzellen hat das Unternehmen auch schon in ein Apple-Macbook-Air eingebaut. Fragen nach einer etwaigen Zusammenarbeit mit Apple wollten die Manager der Firma nicht beantworten, bemühten sich gegenüber dem "Telegraph" darum, immer nur über Gadgets im Allgemeinen zu sprechen, auch wenn sie dabei Apple-Geräte zeigten. Apple selbst hat sich, wie üblich, nicht dazu geäußert.

Ein verräterischer Kugelschreiber?

Trotzdem glaubt das Blatt an eine Zusammenarbeit der ungleichen Unternehmen. Neben den vielen Apple-Produkten, an denen Intelligent Energy seine Technik testet, weise darauf vor allem ein Detail hin, dass die Reporter eher zufällig entdeckten: Auf dem Schreibtisch des Firmenchefs lag ein Kugelschreiber von einem Hotel namens Cupertino Inn, und das liegt nur wenige hundert Meter vom Apple-Hauptquartier entfernt.

Ein schlüssiges Indiz ist dies jedoch kaum. Hätte Apple wirklich Interesse an der Brennstoffzellen-Technik, könnte der Konzern die britische Firma mühelos übernehmen. Für die Audiofirma Beats zahlte das Unternehmen ein Vielfaches dessen, was Intelligent Energy wert ist.

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