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Apple baut Raumschiff-artiges Hauptquartier in Cupertino

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Das beste Bürogebäude der Welt  

Apple baut ein Raumschiff für 13.000 Mitarbeiter

30.01.2016, 14:28 Uhr | Christiane Hübscher, dpa

Apple baut Raumschiff-artiges Hauptquartier in Cupertino. Die neue Apple-Zentrale hat einen Umfang von 1,6 Kilometern. (Quelle: dpa)

Die neue Apple-Zentrale hat einen Umfang von 1,6 Kilometern. (Quelle: dpa)

Das Design des neuen "Apple-Campus" erinnert an ein Raumschiff. Das gigantische kreisrunde Gebäude, das treffender Weise "Spaceship" heißt, soll Ende des Jahres von 13.000 Apple-Mitarbeitern bezogen werden. Doch auch die Baukosten werden bis zur Fertigstellung Ende des Jahres Rekordzahlen erreicht haben.

Wenn Apple baut, dann groß: Das Gebäude bietet 260.000 Quadratmetern Platz und hat einen Außenumfang von 1,6 Kilometern. Der "Apple Campus 2" der derzeit im kalifornischen Cupertino entsteht, wurde vom britischen Star-Architekten Norman Foster entworfen, der schon das Londoner Wembley-Stadion und den Berliner Reichstag neu gestaltet hat.

Das Gebäude soll Erdbeben "entschweben"

Man könnte auch an einen gläsernen Riesen-Donut denken, das Loch in der Mitte wird der grüne Innenhof. Durch die großen Glasflächen sollen die Mitarbeiter sich eins fühlen können mit der Natur. In den Untergrund wird ein versunkenes Auditorium gebaut mit Platz für 1000 Menschen, hier werden künftig die neuen Apple-Produkte vorgestellt.

Das ganze Gebäude schwebt praktisch unterirdisch - man nennt das seismische Isolation -, was im Fall eines Erdbebens Menschenleben retten soll. Kalifornien ist nicht zuletzt durch den St.-Andreas-Graben ein erdbebengefährdetes Gebiet.

Kosten sind explodiert

Die Kosten allerdings sind explodiert: Von geplanten knapp drei Milliarden Dollar kletterten sie auf schätzungsweise fünf Milliarden, die genaue Summe verrät Apple nicht. Der neue Campus wächst unterdessen unübersehbar.

Wenn das Gebäude fertig ist, wird Apple circa 5 Milliarden Dollar verbaut haben. (Quelle: dpa)Wenn das Gebäude fertig ist, wird Apple circa 5 Milliarden Dollar verbaut haben. (Quelle: dpa)

Immer wieder tauchen Drohnen-Videos von dem Gelände im Netz auf. Zuletzt durfte TV-Veteran Charlie Rose die Baustelle ganz offziell für die CBS-Sendung "60 Minutes" mit Apple-Designchef Jony Ive besichtigen. Ende 2016 soll "AC2" (Apple Campus 2) eröffnet werden. Die bisherige Firmenzentrale mit der legendären Straßenadresse "1 Infinite Loop" mit aktuell 25.000 Mitarbeitern wird Apple weiter behalten.

Apple hat mehrere Baustellen

Die Firma baut aktuell nicht nur das Spaceship, sondern hat in den vergangenen Jahren und Monaten weitere Grundstücke in der Umgebung gekauft oder gepachtet - in San Francisco, Sunnyvale, San Jose und Santa Clara. "Wofür brauchen sie so viel Platz?", fragt sich Chad Leiker, ein Immobilienmakler im Silicon Valley. "Offensichtlich arbeiten sie an etwas, das größer ist als ein iPhone." Der Immobilienagent spielt auf das Gerücht an, dass auch Apple am selbstfahrenden Auto forscht.

Steve Jobs wollte das beste Bürogebäude der Welt

Im Juni 2011, vier Monate vor seinem Tod, präsentierte Steve Jobs vor dem Stadtrat von Cupertino seine Vision des Campus 2: "Ich will das beste Bürogebäude der Welt bauen", so warb Jobs damals um die Baugenehmigung. "Es soll so gut werden, dass Architekturstudenten kommen, um das zu sehen."Auch um das "Spaceship" herum baut Apple weitere Gebäude und Parkhäuser. (Quelle: dpa)Auch um das "Spaceship" herum baut Apple weitere Gebäude und Parkhäuser. (Quelle: dpa)

Deutsche Firma liefert die gebogenen Glasfenster

Richard Pollack vom Architekten Institut Amerika (AIA) steht vor dem grünen Baustellenzaun und sagt: "Es ist architektonisch wirklich spektakulär, so muss man heute bauen." Es sei eine Sache, den Campus rund zu gestalten, aber dann eben auch das Glas zu biegen, das sei typisch Apple. "Sie denken Design wirklich im Detail." Dieses größte Stück gebogenes Glas, das es auf der Welt gibt, lässt sich Apple aus Deutschland zuliefern, vom schwäbischen Mittelständler Seele aus Gersthofen bei Augsburg.

Autos verschwinden unter der Erde und alles wird grün

Der ganze Campus wird zu 80 Prozent begrünt sein. Alle Pflanzen müssen dürrebeständig sein, es soll möglichst wenig gegossen werden. Die Bäume, die schon vorher hier standen, werden wenn möglich umgepflanzt und erhalten, gut 2000 kommen neu dazu.

Die Tiefgarage fasst 10.000 Autos. Der Campus soll sich zu hundert Prozent durch erneuerbare Energien versorgen. Dafür werden Solarpaneele aufs Dach gelegt und ein kohlenstoffarmes Kraftwerk auf das Gelände gesetzt. Eine Naturzuglüftung wird die Klimaanlage weitestgehend ersetzen.

Wellness-Center für 70 Millionen Dollar

Für die Apple-Mitarbeiter werden auf dem 700.000 Quadratmeter-Campus kilometerlange Lauf- und Fahrrad-Wege angelegt. Ebenfalls auf dem Gelände: ein 70 Millionen-Dollar teures Wellness-Center. Die Botschaft ist klar: Du musst nicht mehr nach Hause, du kannst auch deine Freizeitaktivitäten gleich hier bei der Arbeit erledigen. Mit derlei Annehmlichkeiten buhlen die großen Tech-Unternehmen um die besten Softwareexperten, Datenanalysten und Social Media-Strategen

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