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Apple will Siri aufrüsten und selbständig machen

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Kampf um den Anschluss an die Konkurrenz  

Apple will Siri aufrüsten und selbständig machen

25.05.2016, 19:01 Uhr | dpa

Apple will Siri aufrüsten und selbständig machen. Apple will Siri für App-Entwickler öffnen und so nicht den Anschluss an Google und Amazon verlieren. (Quelle: dpa)

Apple will Siri für App-Entwickler öffnen und so nicht den Anschluss an Google und Amazon verlieren. (Quelle: dpa)

Siri ist bei Apple bisher ein geschlossenes System, doch laut jüngsten Plänen soll der intelligenten Sprachassistent jetzt auch für externe Entwickler zugänglich gemacht werden. Apple will so nicht den Anschluss an Google und Amazon verlieren. Die oberste deutsche Datenschützerin hat insgesamt Zweifel an dem Konzept.

Durch die Öffnung von Siri für App-Entwicklern könnte der iPhone-Konzern Siri nützlicher machen und besser mit den groß angelegten Plänen von Google und Amazon mithalten. Zudem arbeite Apple ebenfalls an einem vernetzten Gerät mit Lautsprecher und Mikrofon, das Sprachbefehle von Nutzern annehmen könne, schrieb der Branchendienst "The Information". Der Konzern habe mit der Entwicklung begonnen bevor Amazons Lautsprecher "Echo" zum Hit wurde, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

WWDC 2016 als Termin

Ein erstes Entwicklerpaket zur Siri-Integration dürfte Apple bereits ab Juni zur Verfügung stellen, hieß es. Als wahrscheinlich gilt, dass Apple-Chef Tim Cook die Pläne auf der hauseigenen Entwicklermesse WWDC 2016 (13. bis 17. Juni) vorstellt. Bisher wurden ausgewählte Apps wie die Empfehlungs-Plattform Yelp durch direkte Deals zwischen den Unternehmen in Siri aufgenommen. Die Siri-Software, mit der sich der Nutzer unterhalten und Informationen aus dem Netz abrufen kann, kam im Herbst 2011 auf die iPhones.

Rivale für Amazon "Echo"

Bis ein eigener smarter Lautsprecher von Apple mit integriertem Mikrofon für die Kommunikation mit Siri als Echo-Rivale auf den Markt kommen wird, dürfte es aber noch dauern, hieß es. Dabei bringt sich die Konkurrenz verstärkt in Stellung: Der US-Handelsriese Amazon ist mit seinem vernetzten Lautsprecher Echo in den USA erfolgreich.

Erst vergangene Woche kündigte Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O mit "Home" ebenfalls einen smarten Lautsprecher an, der ähnlich wie Amazons Echo auf Sprachbefehle reagiert und etwa Musik abspielen, Terminpläne aktualisieren oder einen Tisch im Restaurant buchen kann.

Google will Teil des Alltags werden

Google will sich über Sprache und vernetzte Geräte als ständig präsenter Helfer im Alltag der Menschen ausbreiten. Branchenbeobachter zweifelten nach der Konferenz an, ob Apple mit dieser Vision angesichts der Stärke von Google bei künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing mithalten kann – nicht zuletzt auch, weil Apple sich mit seinen vergleichsweise strengen Datenschutz-Richtlinien etliche Beschränkungen bei der Auswertung von Daten der Kunden auferlegt.

Datenschutzbeauftragte bleibt sehr skeptisch

Die deutsche Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Andrea Voßhoff, warnte unterdessen generell vor dem Konzept. "Als Datenschützerin sehe ich intelligente Sprachassistenten, die mit einem Mikrofon permanent ihre Umgebung 'belauschen', kritisch", sagte Voßhoff der Zeitschrift "Wirtschaftswoche". Bedenklich sei vor allem, dass in der Regel nicht hinreichend transparent sei, wie die dabei erfassten Informationen genutzt und gespeichert würden.

Es stehe jedem selbst frei, solche Systeme zu nutzen, räumte die Datenschutzbeauftragte ein. Sie rate allerdings, eine solche Entscheidung gut zu überdenken und dabei "den Komfortgewinn durch die Nutzung des Sprachassistenten gegen eine – jedenfalls theoretische – Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Privatsphäre abzuwägen."

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