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Navigationsgeräte: ADAC kritisiert Navi-Hersteller wegen Karten-Updates

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ADAC watscht Navi-Hersteller ab

18.03.2011, 13:00 Uhr | t-online.de

Navigationsgeräte: ADAC kritisiert Navi-Hersteller wegen Karten-Updates. Navi-Gerät im Auto. (Foto: imago)

Karten-Updates fürs Navi-Gerät: Für den ADAC oft zu teuer und zu kompliziert. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der ADAC hat die Hersteller von Navigationsgeräten scharf kritisiert. Beim Kauf seien die installierten Karten zum Teil schon veraltet, eine Aktualisierung sei oft umständlich und teuer. In vielen Fällen lohnt sich für die Anwender der Kauf eines neuen Navi. Der ADAC zeigt in einer Tabelle, wie viel ein Karten-Update kostet.

Die Tester vom ADAC haben die Update-Möglichkeiten für Navigationsgeräte untersucht und sind dabei auf zahlreiche Mängel gestoßen. So sei die Aktualisierung oft umständlich und benötige sehr viel Zeit – Schwierigkeiten, mit denen sich viele Anwender schon direkt nach dem Kauf herumschlagen müssten. Denn manche Navigationsgeräte sind von Werk ab mit veralteten Karten ausgestattet. Das erste Update ist bei Herstellern wie Garmin, Navigon und TomTom zwar kostenlos, sorgt jedoch oft für Frust. Viele Anbieter setzen für die Aktualisierung einen PC mit Internet-Anschluss voraus, das Herunterladen und Installieren der Software benötigte im ADAC-Test sehr viel Zeit – im Einzelfall selbst bei schneller Internetverbindung bis zu sieben Stunden.

Karten-Updates oft nur über das Internet

Zu den Herstellern, die Updates lediglich per Internet bereitstellen, gehören Magellan, Mio und Navigon. Andere Hersteller verkaufen aktuelle Daten auch auf CD oder DVD, für ein Update ist jedoch auch hier ein PC unerlässlich. Lobend erwähnt der ADAC den Anbieter Pearl, der für seine NavGear-Systeme Updates auf einer SD-Speicherkarte anbietet. Zur Installation muss der Verbraucher die Karte nur in sein Gerät schieben. Nicht immer ist die Installation jedoch so einfach: Hier gebe es immer wieder Probleme, zudem böten nur einige Hersteller Hilfestellung bei technischen Problemen an.

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Update-Schwierigkeiten treiben Kunden zum Neukauf

Wer nach dem ersten, kostenlosen Update das Kartenmaterial auffrischen will, muss laut ADAC tief in die Tasche greifen. Bis zu 149 Euro verlangten manche Hersteller für ein Update. Für die Geräte der Hersteller Blaupunkt, Magellan und ViaMichelin gibt es gar keine frischen Karten mehr. Die Anbieter sind auf dem deutschen Markt nicht mehr vertreten und haben ihre Unterstützung eingestellt. Auch für Clarion-Geräte gebe es keine aktuellen Karten mehr. Sony stellt nächsten Monat den Support ein, die aktuellsten Karten seien auf 9/2009 datiert. Angesichts der hohen Preise und der mangelnden Verfügbarkeit von Updates für manche älteren Navigationsgeräte ist es für viele Verbraucher sinnvoller, ein Neugerät zu kaufen.

Jährlich ändern sich 15 Prozent aller Straßen

Auch die Update-Frequenz erntete Kritik von den ADAC-Testern: Medion biete nur zweimal im Jahr ein Update an, Merian sogar nur einmal. Am fleißigsten seien Becker, Falk, Garmin, Navigon und TomTom, die viermal jährlich ein Update zur Verfügung stellen. Alle weiteren Hersteller machten keine Angaben über die Häufigkeit der Updates. Der ADAC machte darauf aufmerksam, dass sich in Westeuropa jährlich 15 Prozent der Straßen änderten, dazu gehören neben dem Neubau auch Eigenschaften wie Einbahnstraßenrichtungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Kreisverkehre. Im süd-östlichen Europa seien die Änderungen noch wesentlich umfangreicher, allerdings sei der Erfassungsgrad geringer.

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