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HD Traffic und Navteq Traffic: Echtzeit-Stauwarner im Überblick

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Mit Navis den Stau wirklich umfahren

15.08.2011, 09:44 Uhr

HD Traffic und Navteq Traffic: Echtzeit-Stauwarner im Überblick. HD Traffic, Traffic Live und Navteq Traffic erkennen Staus besser. (Foto: TomTom) (Quelle: Hersteller/TomTom)

HD Traffic und Co. erkennen Staus besser. (Foto: TomTom) (Quelle: TomTom/Hersteller)

Einen Stau mit Hilfe des Traffic Message Channels zu umfahren, war vor Jahren richtig innovativ. Doch seit jedes Navigationsgerät diesen Service bietet, lotst das einst praktische TMC den Autofahrer eher in den nächsten Stau als um diesen herum. Neue Techniken zur Stauumfahrung wie HD Traffic und Navteq Traffic sollen zuverlässiger und schneller ans Ziel führen.

Es kann sich lohnen, bei kleineren Hindernissen auf der Autobahn zu bleiben und nicht der vom Navigationsgerät mit TMC vorgeschlagenen Alternativroute zu folgen. Denn solchen Hinweisen folgen Viele und verstopfen Nebenstrecken. Zudem dauert es bis zu 45 Minuten, bis ein gemeldeter Stau über UKW und TMC beim Autofahrer ankommt. Genau dieses Problem wollen Navigationsgeräte-Hersteller mit neuen Techniken und Echtzeit-Verkehrsdiensten wie HD Traffic (TomTom), Traffic Live (Navigon) oder Navteq Traffic (Garmin) umgehen. Dazu greifen sie auf Handydaten oder eigene Streckensensoren zurück und kennen so die aktuelle Verkehrslage genauer. Denn TMC, das seine Verkehrsinformationen per UKW übermittelt, ist in etwa so aktuell wie der Verkehrsfunk im Radio.

TomToms HD Traffic verfolgt GPS-Handys

Die einzelnen Hersteller nutzen für ihre Dienste unterschiedliche Datenquellen über Verkehrsfluss und Verkehrsdichte. TomTom beispielsweise misst für HD Traffic die Bewegung eigener Geräte und von Flottenfahrzeugen sowie den Übergang von GPS-Handys in Funkzellen und leitet daraus den Verkehrsfluss ab. Dies funktioniert auf Autobahnen, Nebenstrecken und in Städten – laut TomTom deckt HD Traffic 5.0 bis zu 99,9 Prozent des Straßennetzes ab. Damit ist erkennbar, ob sich auf einer Alternativroute nicht auch gerade ein Stau bildet. Die aktuellen Verkehrsdaten gelangen zeitnah über das Mobilfunknetz auf das Navigationsgerät.

HD Traffic im Selbsttest

t-online.de-Reporter Robin Cumpl testete HD Traffic und überprüfte, wie zuverlässig die Stauprognosen von TomTom-Navis sind. Das Testgerät meldete selbst kleine Verzögerungen auf der Strecke und berechnete eine sehr exakte Ankunftszeit – sehr zur Zufriedenheit des Testers. Besonders praktisch waren Meldungen vor Hindernissen auf Landstraßen. Patzer leistete sich das Navigationsgerät in der Stadt. Bereits in einem Test der PCgo setzten sich Navigationsgeräte mit Live-Meldungen gegen die TMC-Konkurrenten durch.

Auch Navigon und Garmin warnen in Echtzeit

Aber TomTom ist mit seinem Echtzeit-Stauwarner nicht alleine. Navigon beispielsweise wertet für Traffic Live unter anderem Daten aus Verkehrsschlaufen sowie anonymisierte Informationen von Navigon-Live-Nutzern und Fahrzeug-Flottenpartnern aus. Konkurrent Garmin setzt auf Navteq Traffic, das auf über 5000 Streckensensoren an Autobahnen zurückgreift – zusätzlich zu Daten aus GPS-Handys, nüLink-Navigationsgeräten und von BMW-Vielfahrern, deren Fahrzeuge mit einem GPS-Notfallsystem ausgestattet sind. Die Streckensensoren lieferten Daten für die als TMCpro bekannte Technik, die nach dem Verkauf in Navteq Traffic umbenannt wurde.

Computer berechnen mögliche Staus

Viele Navigationsgeräte-Hersteller sammeln die Daten über den Verkehrsfluss auf Autobahnen sowie Nebenstrecken und lassen diese ihren Kunden zukommen. Floating car data und floating phone data heißen solche Datensammlungen,, aus denen Computer statistisch berechnen, ob sich der Verkehr irgendwo staut oder zäh fließt. Diese Informationen sollen wesentlich präziser sein als TMC und auch schneller im Navigationsgerät ankommen. Zudem versprechen alle Hersteller unisono, dass Autofahrer mit den neuen Techniken sowohl Zeit als auch Benzin sparen.

Echtzeit-Stauwarnungen nicht kostenlos

Dafür sind die meisten Echtzeit-Stauwarner kostenpflichtig. HD Traffic schlägt nach einer Probezeit von bis zu zwei Jahren – je nach Navigationsgerät – mit jährlich etwa 50 Euro zu Buche. In die gleiche Preisklasse reihen sich die Live-Dienste von Navigon ein. Bei Garmin empfangen nur Navigationsgeräte der nüLink-Reihe die Daten in Echtzeit, für Navteq Traffic Pro gibt es daher ein Abo-Modell. Wichtig: Im Ausland addieren sich Roaming-Gebühren für die Mobilfunk-Nutzung zu den Kosten für die Live-Dienste.

Computer-Video 
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Stauwarnungen auf dem Smartphone

Die Echtzeit-Stauwarnungen werden bis auf das normale Navteq Traffic, das ohne Zusatzkosten auskommt, über das Mobilfunknetz gesendet. Daher lassen sich die Informationen auch auf Smartphones und Navi-Handys wie dem Garmin nüvifone nutzen. Die Navi-App von TomTom für iPhone und Android beispielsweise empfängt Stauwarnungen in Echtzeit ebenso wie Navigons iPhone-App MobileNavigator. In der für Telekom-Kunden kostenlosen Variante muss Traffic Live allerdings gegen Aufpreis von 20 Euro nachgerüstet werden. Auch Google Maps bietet Echtzeit-Verkehrsdaten – eine entsprechende App ist auf Smartphones mit Google Android vorinstalliert.

Echtzeit-Stauwarner lohnen sich

Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, kann mittlerweile kaum noch auf ein Navigationsgerät mit Echtzeit-Stauwarner verzichten. Tests wie der des t-online.de-Reporters Robin Cumpl und der PCgo untermauern, dass die Systeme sehr gut funktionieren und die Stauinformationen auch zutreffen. Allerdings sind Modelle mit Live-Diensten derzeit in den meisten Fällen etwas teurer als reine TMC-Navigationsgeräte. Zudem sollten Sie Folgekosten wie Nutzungsgebühren für HD Traffic und Co. beachten. Der Aufpreis rentiert sich für Vielfahrer, für Gelegenheitsfahrer mit Smartphone empfiehlt sich allerdings klar die Handy-Variante wie Google Maps.

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