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Sony Ericsson K770i

14.08.2007, 13:48 Uhr

"Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist" - sagte schon der französische Dichter Victor Hugo (1802-85). Ganze 180 Jahre nach seinem Geburtstag, im Jahr 1982 nämlich, schickte sich die japanische Firma Sony an, ihre Idee einer Kamera ohne Film in die Welt zu tragen. Offenbar war die Zeit aber noch nicht reif: Die Sony Mavica, deren Fotos noch als Videostandbild auf einer Diskette gespeichert wurden, war kein wirklicher Verkaufsschlager. Der eigentlich Siegeszug der Digitalkameras begann erst gegen Ende der 90er. Mittlerweile befinden sich die digitale Kameras in fast jedem Handy. Gerade Sony Ericsson ist hier wieder einen Schritt voraus und treibt die Verschmelzung von digitaler Fotografie und grenzenloser Kommunikation immer weiter voran. Neuestes Beispiel: Das Cybershot-Handy K770i. Werden die herkömmlichen Fotoapparate also bald überflüssig? Wir haben uns das Kamerahandy einmal genauer angesehen.

Fotoshow:

Kamera los - und Action

Sony Ericsson K770i

Allgemein
Marktstart: 4. Quartal 2007
Einführungspreis: 300 Euro
Kategorie: Multimedia

Abmessungen
Gewicht: 95 Gramm
Maße: 105 x 47 x 14,5 mm

Display
Auflösung: 240 x 320 Pixel
Farbtiefe: 262.144 Farben

Akku
Gesprächsdauer: 10 Stunden
Standby: ca. 17 Tage

Dabei wollen wir uns zunächst mal ausgiebig mit der Kamera beschäftigen. Die hat eine Auflösung on 3,2 Megapixel und erreicht damit nicht ganz die neueste Generation von Kamera-Handys. Doch angesichts des großen Bruders K850i (wir berichteten) ist das wohl durchaus beabsichtigt. Ein bisschen schade ist auch, dass Sony Ericsson seinem neuesten Cybershot-Sprössling keinen echten Blitz sondern nur ein Fotolicht spendiert, auch ist der 3-fach Digitalzoom leider ein wenig schwach ausgefallen. Ansonsten kommt beim K770i aber die Erfahrung, die Sony mit seinen Cybershot-Kameras gemacht hat, voll

zum Tragen: Die Kamera verfügt über Autofokus, das Objektiv verfügt über eine Abdeckung und dank PictBridge können Bilder direkt vom Handy aus gedruckt werden. Zudem befindet sich mit der Funktion "Photo Fix" eine rudimentäre Bildbearbeitungssoftware an Bord, die z.B. das korrigieren von ungünstigen Belichtungsverhältnissen direkt auf dem Handy erlaubt. Dank des 1,9-Zoll-Displays mit der Auflösung von 240 x 320 Pixel und der Farbtiefe von 18 Bit bzw. 262.144 Farben sollte auch die Motivsuche kein großes Problem darstellen.



Funktionen satt
Doch wie sieht es mit den sonstigen Funktionen des K770i aus? Immerhin ist das Gerät nicht nur eine Kamera, sondern auch ein Handy. Zunächst einmal gefällt das kompakte Design und die mit 14,5 Millimetern recht geringe Höhe. Ansonsten bietet das K770i natürlich auch wieder ein paar Schmankerl zum Zeitvertreib: Da wäre zunächst der MP3-Player, der mit einem Memory Stick Micro bestückt wird. Diese kleinen Speicherkarten aus dem Hause Sony fassen zur Zeit bis zu 4 GB, eine 256 MB-Version liegt dem Handy bei. Leider ist das Format aber fast doppelt so teuer wie die Konkurrenz aus dem Hause SanDisk. Wer trotz des Speichers genug von seiner eigenen Musiksammlung hat, der freut sich möglicherweise über das UKW-Radio mit RDS. Dank TrackID kann man das K770i sogar dazu nutzen, um Songs per Datenbank zu identifizieren. Ansonsten liest das Handy RSS-Feeds und verfügt mit Access NetFront über einen - laut Sony Ericsson - "echten" Internetbrowser. Leider fehlt dazu noch der passende W-LAN-Zugang, sonst wäre dieses Handy eine ernstzunehmender Konkurrent für höhere Geräteklassen.


Eher Freizeit als Bürohandy
In Sachen Kommunikation lässt Sony Ericsson nichts anbrennen. Das K770i funkt mittels Triband-Technologie und ist damit in 175 Ländern weltweit auf Empfang. Zusätzlich gibt es noch UMTS für schnellere Datenübertragung. Dank einer zweiten Kamera auf der Vorderseite sind sogar Videotelefonate möglich. Mit dem PC kommuniziert das Handy mittels Bluetooth- oder USB-Schnittstelle. Dank eines POP3-Clients sind auch E-Mails kein Problem für dieses Handy. Bedauerlich ist jedoch, dass offenbar keine Möglichkeit besteht, Dokumente im Word-, Excel- oder Powerpoint-Format zu lesen. Doch das Hauptargument für einen Kauf des K770i liegt eh woanders: Für gerade einmal 300 Euro ohne Vertrag bekommt man ein sehr gutes Allround-Handy mit noch besseren Kamera-Eigenschaften. Die Digitalkameras müssen sich langsam warm anziehen, die Zeit der Kamerahandys bricht gerade erst an.




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