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Marketing: Handy-Hersteller wollen Werbung aufs Handy bringen

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Muss das sein? - Werbung auf dem Handy

25.09.2007, 18:15 Uhr | onHandy, t-online.de

Foto: ArchivFoto: Archiv Als Fernsehzuschauer kennen Sie das: Der Film strebt gerade dem spannenden Höhepunkt entgegen als Sie unversehens vom Sender-Jingle aus der Handlung gerissen werden. Was dann folgt, hat der amerikanische Schriftsteller Raymon Chandler nicht ganz zu Unrecht als "größte Verschwendung menschlicher Intelligenz" bezeichnet: Die Werbung. Dabei ist dieses Phänomen alles andere als neu: Schon in den Ruinen von Pompeji fanden Archäologen kommerzielle Werbetafeln. Im Mittelalter wetteiferten Marktschreier um die Aufmerksamkeit derer, die Marketingexperten heute als "Zielgruppe" bezeichnen. Mittlerweile ist es schwer, sich irgendwo aufzuhalten, ohne das Werbeplakate oder große Markenlogos versuchen, die eigenen Kaufentscheidungen zu beeinflussen. Da grenzt es fast schon an ein Wunder, dass wir auf unseren Mobiltelefonen bisher vom Werbewahnsinn verschont blieben. Doch das soll sich nun - nach dem Willen einiger großer Hersteller - ändern.

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Spamfilter für Handys?
Ganz vorne mit dabei ist einmal mehr der Branchenprimus der Handyhersteller: Nokia. Erst letzte Woche gaben die Finnen die Übernahme von Enpocket bekannt. Das Unternehmen gilt als Spezialist für mobile Werbung und betreibt einen so genannten AdServer. Damit verschickt die Firma Werbung auf Handys in Form von SMS, MMS, mobilen Websites oder gar Videos. Das Problem: Ähnlich bei beim Spam in E-Mails gibt es nur wenig, was Nutzer dagegen tun können. Brauchen wir also bald Spamfilter für unsere Handys?


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Google investiert Milliarden
Wenn es nach dem Suchmaschinenbetreiber Google geht eher nicht. Mit Google Maps Mobile und Google Mail Mobile hat das Unternehmen bereits zwei mobile Dienste im Angebot. Jetzt will Google seinen Dienst "Adsense" auch für Handys anbieten. Mit diesem Service können Homepagebetreiber Werbung auf ihrer Web-Präsenz schalten lassen. Sie haben dabei die Möglichkeit, bestimmte Branchen o.ä. auszuschließen. Doch die Pläne von Google gehen noch weiter: So soll das Unternehmen bereits hunderte Millionen Dollar in die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems investiert haben. Sogar Pläne zum Verkauf eines eigenen Handys werden dem Konzern nachgesagt (wir berichteten). Laut "Wall Street Journal" plant das Unternehmen sogar, für mehrere Milliarden eine eigene Mobilfunklizenz zu erwerben. Dabei winken - neben den Einnahmen durch Grundgebühr und Gesprächskosten - große Profite durch Anzeigen auf Handys. Google-Chef Eric Schmidt sagte dazu im Mai: “Was diese Anzeigen interessant macht, ist, dass die zweimal so profitabel sind wie nichtmobile Anzeigen”.




Foto: ArchivFoto: ArchivNeue Ideen aus Großbritannien
Doch damit gehen der Werbebranche noch lange nicht die Ideen aus. Führend in Sachen Handy-Werbung ist zur Zeit wohl die britisch-finnische Firma Blyk. Gegründet wurde das Unternehmen vom ehemaligen Nokia-Chef Pekka Ala-Pietilä zusammen mit dem Werbe-Veteranen Antti Öhrling. Das Konzept der von Blyk sieht dabei wie folgt aus: Mitglieder der Zielgruppe (Briten zwischen 18 und 24 Jahren) erhalten eine SIM-Karte, mit der sie 217 Frei-SMS und 43 Handy-Gesprächsminuten jeden Monat erhalten. Im Gegenzug müssen sie bis zu sechs SMS pro Tag mit Fragen zu ihrem Konsumverhalten beantworten. Als Antwort auf diese SMS bekommen die Blyk-Abonnenten dann Werbe-SMS, die auf sie persönlich zugeschnitten sind. Zu den Werbekunden von Blyk zählen Buena Vista, Coca-Cola, der Kosmetik-Konzern L'Oreal und die Jobbörse StepStone.

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Boombranche Handy-Werbung
Noch weiter will die Firma Puddings gehen. Dort sollen Kunden kostenlos telefonieren dürfen. Im Gegenzug gestatten sie dem amerikanischen Unternehmen, ihre Gespräche zu analysieren und passende Werbung dazu einzublenden. Das gesparte Geld können die Kunden also nach dem Willen der Werber postwendend wieder bei den Werbekunden "verkonsumieren". Bisher ist dieses Angebot allerdings auf Internet-Telefonate beschränkt. Doch wir müssen uns auf einiges gefasst machen, immerhin steht die mobile Werbebranche noch ganz am Anfang. Das Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics jedenfalls rechnet vor, dass die Umsätze in dieser Branche bis 2011 von 1,4 Milliarden auf 14 Milliarden Dollar wachsen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass es uns nicht eines Tages so geht wie den Protagonisten der Cartoon-Serie "Futurama", die im Jahr 3000 spielt: Dort gibt es bereits Werbung in Träumen.



Mehr Spaß mit Handy-Spielen.

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