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Bald erstmals mehr Handys als Einwohner in Deutschland

19.07.2006, 17:31 Uhr | Christopher Schöbel, t-online.de

Bald ist es soweit: Ende des Jahres wird es in Deutschland erstmals mehr Handys als Einwohner geben. Die Marke von 80 Millionen Geräten werde dann deutlich überschritten, heißt es in dem Marktbericht „Telekommunikation 2006“, vom Axel Springer Verlag. Danach werden Ende 2006 bereits neun Millionen Deutsche mit dem Multimedia-Standard UMTS mit ihrem Handy im Internet surfen. Zudem sei für fast zwei Millionen Kunden das Mobiltelefon Ersatz für den herkömmlichen Festnetzanschluss. Insgesamt jedes fünfte Telefongespräch werde dann per Handy erfolgen.



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Das Mobiltelefon ersetzt der Studie zufolge aber auch zunehmend andere Geräte: So versuchten immer mehr Hersteller, Handys durch eingebaute MP3-Musikplayer attraktiv zu machen. Immer mehr Menschen nutzten keinen Festnetzanschluss mehr. So liegt der Anteil an Gesprächen im Mobilfunk mittlerweile bei ungefähr 20 Prozent.



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In Russland ist man auf den ersten Blick in Sachen Handynutzung schon etwas weiter. Auf 100 Einwohner kommen statistisch bereits 90 Kartenverträge. Das gab Fernmeldeminister Leonid Reiman bekannt. Theoretisch gibt es in Russland damit doppelt so viele Mobilfunkanschlüsse wie Festnetzkunden.



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Die Sache hat einen Haken: Aufgrund der massiven Preiskriege der Mobilfunkanbieter haben viele Menschen über die Zeit haufenweise SIM-Karten in ihrem Besitz, die allerdings längst nicht alle benutzt werden. Ein weiterer Grund für die massive Verbreitung des Mobilfunks ist die Tatsache dass ein Festnetzanschluss in vielen ländlichen Gebieten Russlands noch längst keine Selbstverständlichkeit ist.


In Japan geht der Trend zum mobilen Internet. Erstmals sind dort im Jahr 2005 mehr Menschen mit dem Handy online gegangen als über den PC. Dies geht aus einem Regierungsbericht Japans hervor. Laut computerwoche.de surften dort 2005 69,2 Millionen Menschen mit dem Handy im Netz. Zum Vergleich: Mit herkömmlichen Computern waren es ca. 66 Millionen. Laut des Berichts wurde in Japan per Handy ein Umsatz von 6,3 Milliarden Dollar generiert.

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