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Handyviren - was tun?

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Handyviren - was tun?

13.07.2009, 17:48 Uhr

Bild: T-OnlineBild: T-Online Viren, Trojaner, Phishing, Spam - jeder Internet-Nutzer kennt die Schattenseiten des World Wide Web. Finstere Gesellen nutzen die Freiheit und Anonymität zu ihrem eigenen Vorteil aus. Sie sammeln persönliche Daten, sie manipulieren Rechner ahnungsloser Benutzer oder füllen die E-Mail-Postfächer der Welt mit Werbung für zweifelhafte Produkte. Bisher waren diese Phänomene des Internets auf Computer beschränkt. Doch je mehr unsere Handys können und je kleiner die Lücke zwischen Smartphones und Laptops wird, umso größer wird das Interesse der "bad guys". Denn genau wie die Werbung mehr und mehr ihren Weg auf die Handys findet (wir berichteten), verhält es sich auch mit Viren und Trojanern. 280 Stück soll es davon schon geben. Die Zahl stammt von Jan Volzke, Stratege für Mobile Security bei McAfee - einem Hersteller von Virenschutzsoftware. In einem Interview mit der österreichischen Zeitung "Der Standard" stand er nun Rede und Antwort zum Thema "Viren auf dem Handy" und gab Tipps, wie Sie sich dagegen schützen können.


Sie können sich wehren!
Dabei gibt es laut Jan Volzke unterschiedliche Arten der Bedrohung. Das geht los beim eher harmlosen "Smishing" - ein Kunstwort aus "SMS" und "Phishing". Damit sollen arglose Handy-Kunden durch bestimmte SMS dazu verleitet werden, eine bestimmte Nummer anzurufen oder auf eine SMS zu antworten. Die Kosten für diese SMS sind dann um einiges höher als die für eine herkömmliche Kurznachricht. Eine ähnliche Methode besteht darin, reihenweise Handynummern anzurufen. Die Verbindung wird dabei gerade so lange aufrechterhalten, dass die Nummer auf dem Display des Angerufenen erscheint. Aus Höflichkeit oder Neugierde rufen dann viele Handy-Nutzer zurück - und zahlen horrende Gebühren. Doch wem dies passiert, der kann sich wehren und der Bundesnetzagentur die Nummer mitteilen. Die sperrt in der Regeln den zugehörigen Anschluss. Gefährlicher als Phishing sind allerdings Handy-Viren und Trojaner!

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Foto: ArchivFoto: ArchivAstronomischer Schaden
Dabei sorgen diese Schädlinge auf ganz unterschiedliche Art und Weise für Ärger: Manche Viren entleeren nur den Handy-Akku extrem schnell. Andere dagegen verschicken bei ihrer Installation mehrere Premium-SMS. Das kann bei Preisen von 5 Euro pro Stück zu unangenehmen Überraschungen bei der nächsten Handy-Rechnung führen. Noch gefährlicher sind aber diejenigen Handy-Viren, die sich sofort nach der Installation weiterverbreiten wollen. Dazu gehen sie ähnlich wie ihre Artgenossen auf dem Computer vor und verschicken sich selbst an Nummern im Adressbuch - natürlich wieder auf Kosten des Besitzers. Da Handys weiter verbreitet sind als PCs und über einen geringeren Schutz verfügen sieht Jan Volzke hier im Interview auch eine große Gefahr. Den wirtschaftlich größten Schaden aber richtet der Datendiebstahl von Smartphones an. Dabei werden durch ungesicherte Bluetooth-Verbindungen Dateien kopiert - gerade bei Geschäftshandys kann hier der Schaden schnell astronomische Summen erreichen.


Tipps vom Experten
Doch wie kann man sich gegen die Virenflut schützen? Jan Volzke gibt in seinem Interview erst einmal Entwarnung: "Mit einer gesunden Portion Sorgfalt und Skepsis ist die Nutzung heutiger Mobiltelefone [...] sicher." Mit Sorgfalt meint der Sicherheits-Experte dabei: Benutzen Sie einen PIN-Code, wo immer es geht. Schalten Sie Bluetooth- und Infrarot ab, wenn Sie es nicht benötigen und lassen sie nur bekannte Verbindungen zu. Machen sie regelmäßig Sicherheitskopien aller persönlicher und wichtiger Daten, die sich auf Ihrem Handy befinden. Doch das wichtigste ist: Seien sie misstrauisch gegenüber SMS und Bluetooth-Nachrichten von unbekannten Absendern. Prüfen Sie kostenlose Software für Ihr Handy - kommt Sie von einer vertrauenswürdigen Quelle? Wenn Sie diese Regeln alle beachten, sollten sie vorerst auf der sicheren Seite sein. Und für die Zukunft sind bereits Produkte geplant, die Viren von unseren Handys fernhalten.

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