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Handy-Bedienung: Die Fehler der großen Hersteller

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Handy-Bedienung: Die Fehler der großen Hersteller

01.10.2007, 13:57 Uhr | onHandy

Foto: ArchivFoto: Archiv Erhöhter Blutdruck, nasse Hände und ein beschleunigter Puls - jeder von uns kennt die Wirkung von Adrenalin. Davon abgesehen, dass der damit verbundene Stress alles andere als gesund ist: Das Gefühl, das dabei in uns aufsteigt ist - von leidenschaftlichen Cholerikern vielleicht abgesehen - alles andere als angenehm. Umso ärgerlicher ist es daher, dass gerade die Dinge uns die Zornesröte ins Gesicht treiben, die eigentlich unser Leben vereinfachen sollten: Unsere Mobiltelefone. Entweder geht ihnen zu früh der Saft aus (wir berichteten) oder sie gehen gleich ganz kaputt (zum Artikel) oder aber sie treiben uns mit unverständlichen Menüstrukturen und einer benutzerunfreundlichen Bedienung in den Wahnsinn. Usability-Forscher von der RWTH Aachen haben daher im Auftrag der Fachzeitschrift "Connect" acht Handys genauer unter die Lupe genommen. Unter den getesteten Geräten befand sich auch das iPhone, dass ja in Sachen Benutzerführung neue Maßstäbe setzen soll.

Fotoshow: Die getesteten Handys
Handy-Archiv:

Rectangle


Ausgefeilte Testumgebung
Um zu ermitteln, welche Handymodelle am einfachsten zu bedienen waren, vergaben sie Aufgaben an 34 Testpersonen. Diese Aufgaben sollten dann möglichst schnell erledigt werden. Zu Dokumentationszwecken wurden die Probanden dabei gefilmt. Zusätzlich animierten die Forscher die Handy-Tester, währenddessen "laut zu denken", also anzugeben, wonach sie gerade suchen. Neben solchen praktischen Aufgaben mussten alle Teilnehmer der Studio vor und nach der Benutzung der Handys einen Fragebogen ausfüllen und ihre Einschätzungen zu den Modellen angeben. Dabei kommen besonders Smartphones nicht gut weg: Zu viele angezeigte Informationen und unübersichtliche Menüs machen vor allem ungeübten Nutzern schwer zu schaffen. Dabei gibt es ein paar einfach Regeln, die die Bedienung eines Handys spürbar vereinfachen können.

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Foto: ArchivFoto: ArchivDie goldenen Regeln
Diese Regeln stammen aus der Disziplin "Mensch-Computer-Interaktion" (engl. Human-Computer-Interaction bzw. HCI). Diese Theorie will elektrische Geräte und ihre Software benutzerfreundlicher machen. Der HCI-Experte Ben Shneiderman von der Universität in Maryland hat dazu acht Regeln aufgestellt, die jeder Gerätehersteller beachten sollte:
1. Konsistenz: Jede Funktion sollte überall auf die gleiche Art und Weise aktiviert werden können.
2. Universelle Benutzbarkeit: Für Erstanwender muss das Gerät Anleitungen für die Bedienung bereitstellen, für Experten dagegen Shortcuts, um schneller Arbeiten zu können.
3. Informatives Feedback: Das Gerät muss bei jeder Eingabe sofort eine verständliche Rückmeldung geben.
4. Abgeschlossenheit: Jeder Vorgang, wie zum Beispiel das Laden eines Songs im Media-Player oder das Schreiben einer SMS muss einen klaren Anfang und ein klares Ende haben. Der Beginn und das Ende einer Aktion muss dem Benutzer per Rückmeldung mitgeteilt werden.
5. Fehler vermeiden: Das Gerät sollte Benutzerfehler erkennen und korrigieren.
6. Umkehrbarkeit: Jede Aktion muss an jeder Stelle wieder umkehrbar sein.
7. Benutzerkontrolle: Der Benutzer startet Aktionen selbst und nicht das Gerät.
8. Entlastung des Kurzzeitgedächtnisses: Alle notwendigen Bedieninformationen müssen jederzeit sichtbar sein - nicht mehr und nicht weniger.

Leider zeigt der "Connect"-Artikel jedoch, dass sich kein einziger Hersteller an alle diese Regeln hält. Selbst beim Spitzenreiter iPhone gibt es einige Ungereimtheiten bei der Bedienung.



Foto: AppleFoto: AppleiPhone Spitze bei der Bedienung
Insgesamt kommt das iPhone jedoch vor allem bei der subjektiven Bewertung der Modelle am besten weg. Das liegt vor allem an der an den aussagekräftigen Symbole und der intuitiven Bedienung, die offenbar auch zum Experimentieren einlädt. So gaben einige Testpersonen gaben sogar an, dass ihnen die Bedienung des iPhone Spaß gemacht habe. Kritikpunkte am iPhone sind vor allem Eigenheiten, die dieses Handy seiner Herkunft aus dem Hause Apple verdankt. So ist es für Unerfahrene Benutzer alles andere als selbstverständlich, dass der Browser und damit der Internetzugang beim iPhone "Safari" heißt. Hinzu kamen ein paar kleinere Verwechslungen und Ungereimtheiten. Doch alles in allem kommt das iPhone im "Connect"-Test am besten weg. Auf den Plätzen danach folgen das Nokia 6300, das D900i von Samsung und schließlich das K800i von Sony Ericsson. Die letzten Plätze in der subjektiven Bewertung der Benutzer belegten die Smartphones, wobei hier noch das Nokia E61i am besten wegkam. Weitere Einzelheiten zur Reihenfolge gibt es in unserer Fotoshow.

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Doch wie können Sie als Handykunde erkennen, sie mit ihrem Handy gut zurecht kommen? Auch daran hat "Connect" gedacht und ein paar einfache Regeln aufgestellt, wie sie erkennen, ob ihr neues Handy zu ihnen passt. mehr


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