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Samsung knackt die 8-Megapixel

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Samsung knackt die 8-Megapixel

03.12.2007, 15:26 Uhr | T-Online

Foto: SamsungFoto: SamsungWer in diesen Tagen auf den Internet-Auktionshäusern nach analogen Kameras sucht, der kommt aus dem Staunen nicht heraus: Modelle, für die Liebhaber und Fans noch vor wenigen Jahren Tausende Euros bezahlt hätten, werden zum Schnäppchenpreis angeboten. Der Grund ist offensichtlich: Die Technik ist einfach hoffnungslos veraltet. Wer möchte schon mehrere Tage warten, bis er seine Schnappschüsse betrachten kann. Vom umständlichen Weg zum Drogeriemarkt einmal abgesehen. Doch auch die Digitalkameras könnten in absehbarer Zeit das Schicksal ihrer analogen Kollegen teilen. Immerhin verringert sich der technische Abstand zu den Fotohandys immer mehr. Monat für Monat überbieten sich die Handy-Hersteller gegenseitig, wenn es um Auflösung, Ausstattung oder Lichtempfindlichkeit geht. Wir sagen Ihnen, was Sie in den nächsten Monaten so erwartet.

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Fotoshow: Die Zukunft der Kamerahandys
Handy-Aufladung:

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Auflösung:

Foto: SamsungFoto: SamsungErst diesen Sommer stellte Sony Ericsson das erste Handy für den europäischen Markt mit 5 Megapixeln vor. In Asien ist man da schon weiter: Dort hat Samsung mit dem SCH-B600 ein Gerät mit gigantischen 10 Megapixel im Sortiment. Das entspricht der Auflösung von professionellen Digitalkameras. Doch angesichts der Abmessungen dieses Gerätes wird schnell klar, warum Samsung auf eine Markteinführung hierzulande verzichtet hat: Das SCH-B600 ist eben alles andere als "Handy". Doch mit der neuesten Generation der CMOS-Komponenten (so heißen die Kamera-Module in den Handys) könnte das Platzproblem bald der Vergangenheit angehören. Unlängst stellte Samsung ein solches Modul vor, das eine Auflösung von 8 Megapixeln erlaubt und nicht mehr Platz einnimmt als die bisherige 3,2-Megapixel-Version. Zusätzlich finden auch Funktionen wie Autofokus, Bildstabilisator und Rote-Augen-Reduktion Platz auf der 10,5 x 11,5 x 9,4 Millimeter großen Einheit. In der ersten Jahreshälfte 2008 soll die Großserienproduktion starten. Neben Samsung hat übrigens auch der japanische Elektronik-Riese NEC jüngst eine CMOS-Komponente mit 8-Megapixeln vorgestellt. Stückpreis: Schlappe 24 Euro.

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Zocken bis der Arzt kommt:
Mein Foto:

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Ganz schön empfindlich


Foto: KodakFoto: KodakExperten halten die Anzahl der Megapixel übrigens mittlerweile für eher zweitrangig, wenn es um die Bildqualität geht. Demnach sorgen mehr als 6 Megapixel für digitales Rauschen und unschöne Artefakte. So gibt es mittlerweile sogar eine Web-Initiative für die Beschränkung auf 6 Megapixel. Unter www.6mpixel.org fordern Techniker, Fotografen und sonstige Experten die Hersteller auf, sich anderen Themen als der Auflösung zuzuwenden. Der Kamera- und Filmhersteller Kodak scheint diese Rufe gehört zu haben. Das amerikanische Unternehmen präsentierte jetzt einen Fotosensor, der einen viermal höhere Lichtempfindlichkeit aufweist als bisherige Modelle. Das Ergebnis ist eine sichtbare Reduzierung des digitalen Rauschens auf den Bildern. Die geniale Idee dahinter: Zu den bisher drei Lichtsensoren pro Bildpunkt, die jeweils eine Farbe erkennen gibt Kodak noch einen vierten hinzu, der alleine die Helligkeit des Bildpunks registriert. Das Ergebnis sind bessere Bilder vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Zudem muss man nicht mehr bei jeder Aufnahme auf einen Blitz zurückgreifen. Die Entwicklung ist auch eine gute Nachricht für alle Handy-Hersteller: Kodak will die Technik nämlich auch anderen Firmen zugänglich machen.

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Schrumpf die Optik

Foto: NECFoto: NECDoch nicht nur bei der Auflösung und der Lichtempfindlichkeit gibt es Fortschritte. Auch die Größe der optischen Komponenten nimmt immer mehr ab und erlaubt so den Einbau hochwertiger Kameras in immer kleinere Handys. Das Mikroelektronik-Unternehmen Tessera hat jetzt ein Kamera-Modul vorgestellt, dass nur halb so viel Platz wegnimmt wie bisherige Modelle. Da nur die optischen Komponenten geschrumpft wurden ist diese Größereduzierung unabhängig von der Auflösung. Mit anderen Worten: Die Technik ist auch bei der neuesten Generation von CMOS-Komponenten anwendbar. Um die Bauteile auf die benötigte Größe zu schrumpfen greift Tessera zu einem Trick aus der Leiterplattenherstellung: Die Bauteile werden mit einer speziellen Ätztechnik hergestellt und nicht mehr aus verschiedenen Bauteilen zusammengesetzt. Damit schrumpft die Linse auf eine Höhe von gerade einmal 2,5 Millimetern - da wäre sogar James Bond neidisch! Angenehmer Nebeneffekt: Die Materialkosten sinken um ganze 30 Prozent. Die Gesamtentwicklung ist also ziemlich klar: Die Kameras haben eine höhere Auflösung, sind lichtempfindlicher, kleiner und kosten weniger. Low-Budget-Handys mit 5-Megapixel werden wohl bald keine Seltenheit mehr sein. Gut für uns Kunden - schlecht allerdings für die Digitalkameras.



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