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Filmverleih übers Mobiltelefon: Videotheken preisen Handy als Retter

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Videotheken preisen Handy als Retter

10.01.2008, 11:12 Uhr | Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler, t-online.de

Werden Handys zu den Rettern der Videotheken? (Foto: Archiv)Werden Handys zu den Rettern der Videotheken? (Foto: Archiv)Der US-Videotheken-Riese Blockbuster muss sich wie die gesamte Branche neu orientieren. Die Verleihkette setzt dabei neben dem eigenen Download-Portal auf Handys - als mobile Abspielstation und als Datenträger für den Filmtransport nach Hause. Klassische Videotheken sind vom Aussterben bedroht, auf Downloads basierenden Verleih-Dienste können mangels Bandbreite noch nicht richtig abheben. In der aktuellen Übergangphase gibt sich die Branche gezwungermaßen experimentierfreudig, beispielsweise mit Versand-Konzepten. Unterdessen erschließen sich die Kunden immer neue Kanäle der Video-Distribution, vom DVD-Kauf über den legalen Tausch im Freundeskreis bis zu den illegale Downloads.


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Marktführer unter Druck

Der weltweit größte Videotheken-Betreiber, Blockbuster, ist in dieser Situation natürlich besonders gefordert: Der Konzern operiert international von Australien über Brasilien bis nach Italien, insgesamt gehören mehr als 8.000 Läden zum Video-Imperium, davon rund 5.000 in den USA. Unter dem Druck der digitalen Medienrevolution hat der Konzern das Angebot in seinen Läden bereits stark diversifiziert, neben dem Handel mit neuen und gebrauchten DVDs unter anderem mit einzelnen Geschäften, die sich gänzlich auf Games konzentrieren.

Download-Portal übernommen

Der wichtigste Schritt des Videotheken-Primus in eine Zukunft, in der die Inhalte von physischen Datenträgern entkoppelt sein werden, ist allerdings die Übernahme des Download-Portals "Movielink". Das Portal wurde 2002 von einer Allianz der großen Hollywood-Studios gegründet, aber dem Joint Venture war kein Glück beschert, nach dem mehrmals verschobenen Start gingen die Geschäfte wohl eher schleppend, mit Details hielt sich das Unternehmen zurück.



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Vielversprechende Vertriebsmöglichkeiten

Im August hat der Verleih-Spezialist Movielink für einen nicht genannten Kaufpreis übernommen. Mit dem bestehenden Movielink-Geschäftskonzept will sich Blockbuster allerdings nicht zufrieden geben, auch hier sucht die Videothek nach neuen Vertriebsvarianten. Die Möglichkeiten mit dem Handy verknüpfter Dienste scheinen dabei besonders versprechend: Die Geräte dürften irgendwann auch für Downloads interessant werden, schon heute kommen sie als Datenträger und Abspielstation in Frage.

Mobiler Filmkonsum

"Für mich ist es inzwischen ein rares Vergnügen geworden, zuhause DVDs mit meiner Familie anzuschauen," erklärte Blockbuster-Chef James Keyes unlängst gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters". Der größte Videothekenbetreiber gibt damit selbst den modernen Konsumenten, statt auf traditionellen Konzepten zu beharren: Keyes sieht inzwischen immer mehr Videos auf seinem Blackberry, gesteht aber dass er den mobilen Download von seinem eigenen Dienst Movielink ohne die Hilfe seiner Techniker wohl nicht bewerkstelligt hätte.

Gespräche mit Handy-Herstellern

Um anderen Konsumenten diese Hürde zu nehmen, führt Blockbuster derzeit Gespräche mit "so gut wie allen großen Handy-Herstellern". Zudem kooperiere man mit Software-Firmen, erklärte Keyes weiter.




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Handy-Aufladung:
Action auf dem Handy:

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Netzbetreiber nicht mit im Boot?

Gespräche mit Mobilnetzbetreibern gibt es unterdessen nicht, und auch weitere Bemerkungen Keyes, sowie sein Bekenntnis auch ein iPhone zu nutzen, deuten darauf hin, dass Blockbuster offensichtlich nicht die Handy-Netze als Vertriebskanal anpeilt. Die Alternativen liegen auf der Hand, Filme könnten beispielsweise per W-Lan oder über Speicherkarten aufs Telefon kommen - statt DVDs mitzunehmen würde man dann die Videothek mit einem gut gefüllten Handy-Speicher, USB-Sticks oder SD-Cards verlassen.

Zugang über die Seitentür

Dieser Daten-Transfer auf Handys und andere mobile Geräte unter Umgehung des Handy-Netzes machte in der Mobil-Branche zuletzt unter dem Stichwort "Side-Loading" Furore, dem Zugang über die Seitentür wird ein hohes Potential zugesprochen.



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