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Handy-Strahlung

15.01.2008, 13:24 Uhr | t-online.de

Zunächst einmal: Was ist "Strahlung" überhaupt? Grundsätzlich handelt es dabei nur um die Bewegung von kleinsten Teilchen in Form von Wellen. Das muss an sich noch nichts schlechtes sein. Auch Licht ist eine Form von Strahlung, genauso wie Wärme. Der Unterschied zwischen harmloser und schädlicher Strahlung besteht neben der Stärke der Strahlung letzten Endes daraus, mit welcher Wellenlänge und Frequenz sich die Welle der Teilchen fortbewegt. Je höher die Frequenz, umso größer ist auch die Energie, die in den Teilchen steckt. Eine sehr niedrige Frequenz hat beispielsweise das Erdfeld mit 3 Hz, also drei Schwingungen pro Sekunde. Die Netzfrequenz im deutschen Stromnetz liegt bei 50 Hz. Am anderen Ende der Skala steht die Röntgenstrahlung. Ihre Frequenz ist um ein Vielfaches höher. Sie liegt bei ca. 2,5 x 1017 Hz - also eine 2 mit 17 Nullen! Zwischen diesen beiden Extremen liegen alle Strahlungsarten, die uns in unserem täglichen Leben begegnen: Angefangen bei Radiowellen über Radar, GSM, Mikrowellen-Herd, UMTS, W-LAN, Infrarotstrahlung, sichtbares Licht bis hin zur UV-Strahlung.

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Streit unter Wissenschaftlern


Wenn Strahlung aber etwas ganz natürliches ist, was macht sie dann so gefährlich? Grundsätzlich gilt: Je mehr Energie Strahlung transportiert, umso gefährlicher ist sie. Besonders hochfrequente Strahlen bezeichnet man dabei als "ionisierend". Dazu gehört auch Röntgenstrahlung. Diese hat die Fähigkeit, aus Molekülen einzelne Elektronen förmlich "herauszuschießen". Übrig bleiben so genannte "Radikale". Diese Teilchen können das Erbgut von Zellen beschädigen und sind damit eine Ursache für Krebs. Die Strahlung, der wir durch Handys & Co. ausgesetzt sind, ist jedoch nicht ionisierend. Doch wie gefährlich sie genau ist, darüber streitet die Wissenschaft. Einig sind sich die Experten immerhin in einer Sache: Auch niederfrequente Strahlung kann Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Sie bringt die Moleküle in den Zellen zum Schwingen und erwärmt sie dadurch. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch ein Mikrowellen-Herd. Dass eine übermäßige Erwärmung von Körpergewebe gesundheitsschädlich ist, leuchtet ein. Daher gibt es strenge Richtwerte für elektronische Geräte, um diese Erwärmung auf ein Minimum zu reduzieren.

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Strenge Grenzwerte


Doch neben den "ionisierenden" Effekten vermuten Mobilfunkgegner noch weitere schädliche Wirkungen: So sollen beispielsweise Nervenzellen durch die Strahlen gereizt werden oder verstärkt giftige Stoffe aus dem Blutkreislauf ins Gehirn gelangen. Diese Theorien sind jedoch höchst umstritten. Der Gesetzgeber und die Industrie jedenfalls konzentrieren sich momentan ausschließlich auf die Folgen der Gewebeerwärmung. Daran orientiert sich zumindest die Maßeinheit für Strahlenbelastung SAR (für "Spezifische Absorbtionsrate"). Der SAR-Wert sagt aus, wie viel Energie vom Gewebe in Wärme umgewandelt wird. Der Grenzwert von 2 W/kg besagt also, dass sich bei Gebrauch eines Gerätes ein KG Körpermasse nur mit der Energie von 2 Watt erwärmen darf. Das ist freilich ein sehr geringer Wert. Studien haben gezeigt, dass sich der Körper auf diese Art um höchstens 0,2° erwärmt. Doch die Wissenschaft sucht auch nach anderen Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Körper - bisher erfolglos. Also Entwarnung? Jedenfalls kann ein wenig Zurückkhaltung beim Telefonieren nicht schaden. Noch weniger sogar als der Sendemast um die Ecke.

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