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Mobiltelefone: Nokia kaufen oder nicht?

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Nokia kaufen oder nicht?

16.01.2008, 12:28 Uhr | T-Online

Foto: ReutersFoto: ReutersJetzt sind wir also nur noch Kunden - Handytechnisch gesehen zumindest. Armes Deutschland! Noch vor zwei Jahren hatten wir mit Siemens bzw. BenQ-Siemens sogar noch einen - mehr oder weniger - eigenen großen Hersteller. OK, die Handys wurden größtenteils gar nicht hierzulande hergestellt, aber es gab ja andere: Nämlich Motorola und Nokia. Wobei - hoppla - Motorola ja Mitte letzten Jahres die Schließung des Werks in Flensburg ankündigte. Und jetzt auch noch Nokia. Gestern verkündete Veli Sundbäck, der Chef des Aufsichtsrats, die Schließung des Werkes in Bochum, um - Zitat - "die Wettbewerbsfähigkeit von Nokia langfristig zu sichern". Dabei sollte der ewige Marktführer und Seriensieger bei der T-Online Wahl zum Handy des Jahres (wir berichteten) doch eigentlich genügend Kleingeld in der Tasche haben, um die 2300 Mitarbeiter in Bochum mitzutragen, oder etwa nicht?

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Unrentablen trotz Subventionen?


Foto: dpaFoto: dpaDie Empörung ist jedenfalls groß. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nennt die Entscheidung im WDR "unverständlich, unangemessen und nicht in Ordnung". Verständlich, immerhin wurde das Werk stark subventioniert: 60 Millionen Euro vom Land und 23 Millionen Euro vom Bund sollen geflossen sein - dazu kommen eventuell noch Gelder von der EU. Rüttgers spricht auch davon, dass in dem Werk Gewinne gemacht worden seien. Nokia-Unternehmenssprecherin Arja Suominen sagte dazu am Dienstag in Helsinki über die Hintergründe: "Bochum war einfach als Standort nicht global konkurrenzfähig zu machen. Deutschland ist ein sehr teures Land für unsere Produktion."

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"Wie ein Messerstich im Rücken"


Die wird jetzt eben nach Rumänien, Ungarn und Finnland verlagert. Und auch wenn Nokia jedes Jahr neue Rekordgewinne bekanntgibt: Langfristig muss sich auch der Branchenprimus warm anziehen. Denn die Preise für elektronische Geräte fallen stetig - bei gleichbleibenden Produktionskosten. "Handys sind inzwischen Massenprodukte mit schmaler Marge geworden" meinte dazu August-Wilhelm-Scheer, Präsident des Branchenverbandes BITKOM. Während sich die Komplexität der Geräte stetig erhöht, haben sich die Preise in den vergangenen Jahren laut Nokia-Personalchef Juha Äkräs halbiert. Doch die Entscheidung für die Werksschließung in Bochum könnte für Nokia noch unangenehme Nebenwirkungen haben. Da Handys vor allem auch ein Lifestyle-Produkt sind, ist das Hersteller-Image oft ausschlaggebend für den Kauf. "Wie ein Messerstich im Rücken" fühlte sich eine Mitarbeiterin in Bochum - nicht unbedingt gut fürs Geschäft. Würden Sie jetzt ein Nokia-Handy kaufen oder nicht?

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