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Die Visionen des Handy-Pioniers

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Die Visionen des Handy-Pioniers

31.03.2008, 21:34 Uhr

Fühlt sich an wie menschliche Haut: das LG SH240. (Foto: LG Electronics)Fühlt sich an wie menschliche Haut: das LG SH240. (Foto: LG Electronics)Das erste Auto kam von Daimler Benz, der erste Computer von IBM und das erste Handy von Motorola. Doch abgesehen davon, dass es hier durchaus andere Ansichten gibt (vor allem im Fall des ersten Computers): Die Firmen selbst haben diese Geräte mit Sicherheit nicht erfunden. Im Fall des Handys war es der geniale Martin Cooper, der die entscheidenden Ideen beisteuerte. Und so führte der heute 79-jährige im April 1983 das erste Handy-Gespräch der Welt. Für Motorola erwies sich diese Erfindung als eine wahre Goldgrube - das erste Handy namens DynaTAC verkaufte sich trotz seines Preises von 3.995 Dollar binnen eines Jahres 300.000 mal. Im Moment sind diese goldenen Zeiten jedoch erstmal vorbei: Erst letzte Woche wurde die Abspaltung der Handy-Sparte vom restlichen Konzern bekanntgegeben. Für Martin Cooper eine traurige Nachricht. Dabei hätte der findige Tüftler noch einige Visionen in Sachen Handy auf Lager.



Denn der Handy-Visionär ist von der bisherigen Entwicklung eher enttäuscht, wie der britische "Guardian" berichtet. Schon bei seinem ersten Anruf mit dem Handy habe er erwartet, dass in Zukunft niemand mehr ein herkömmliches Telefon benutzen würde. Seine Idee war, dass ein Mensch von Geburt an eine Telefonnummer erhält, die sich bis zu seinem Tod nicht ändert. Doch hier hat der Visionär seine Rechnung offenbar ohne die Mobilfunkanbieter gemacht. Die Möglichkeit, seine Rufnummer kostenlos von einem zum anderen Provider mitzunehmen, gibt es in Deutschland erst seit 2002. Doch Martin Coopers Ideen reichen noch viel weiter.

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So will der Forscher in Zukunft gar keine Nummern mehr wählen - es solle ausreichen, wenn man an einen bestimmten Namen denkt. Eine Technologie, die in diese Richtung geht, wurde bereits im März auf der Texas Instruments Developer Conference vorgestellt. Die Technologie namens Audeo kann Nervensignale, die vom Gehirn an die Stimmbänder geschickt werden, in Wörter umwandeln. Im Moment beschränkt sich das Vokabular zwar noch auf 150 Wörter. Wie jede Spracherkennungssoftware kann aber auch hier dieses Produkt weiter dazulernen. Noch mehr Möglichkeiten ergäben sich freilich, wenn Martin Coopers Traum vom Handy als Implantat wahr werden würden. Zwar räumt der Erfinder hier ein, dass es durchaus Probleme mit der Akzeptanz geben würde. Doch erinnert er auch daran, wie ungläubig ihn die Menschen ansahen, als er das erste Mal in der Öffentlichkeit mit einem Handy telefonierte.


Ein Handy als Implantat jedenfalls würde ein weites Feld von Entwicklungsmöglichkeiten erschließen: So könnten die Handys den Körper des Besitzers überwachen und biometrische Daten wie Blutdruck, Puls oder etwa Leberwerte kontrollieren. Zusätzlich könnten diese Werte bei Risikopatienten direkt an einen Arzt geschickt werden. In Australien geschieht dies bereits mit speziellen Herzschrittmachern. Diese senden über W-LAN ihre Daten an eine Empfangsstation, die ihrerseits mit dem behandelnden Arzt in Verbindung steht.

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