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Handy-Shopping im Minutentakt

07.04.2008, 11:16 Uhr | Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler

Einkaufen per SMS (Foto: Archiv)Einkaufen per SMS (Foto: Archiv)Der Online-Händler Amazon will mit einem neuen Service Kunden für den mobilen Einkauf gewinnen, die jenseits von SMS keine Handy-Datendienste nutzen. "TextBuyIt" ist eine Kampfansage an den klassischen Einzelhandel.

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Radikal vereinfacht

Es klingt fast, als ob der Online-Händler Amazon seinen berüchtigten Marketing-Coup des "1-Click-Shopping" wiederholen wollte. Der gerade in den USA gestartete Service namens "TextBuyIt" soll jedenfalls den Einkauf am Handy radikal vereinfachen: Die Einkaufsprozedur soll dabei auf zwei denkbar kurze SMS und den Anruf eines automatischen Systems reduziert werden.

Weniger als eine Minute

Mit ein paar Klicks ist der Kauf getätigt. (Foto: Archiv)Mit ein paar Klicks ist der Kauf getätigt. (Foto: Archiv)Laut einer Pressemitteilung des Konzerns soll der gesamte Einkaufsvorgang inklusive Preisvergleich "in weniger als einer Minute" abgewickelt werden können. Ausgangspunkt ist dabei der Produktcode des gewünschten Artikels, also entweder die Barcode-Nummer oder die ISBN, wenn es sich um ein Buch handelt. Schickt man die Nummernfolge des Codes an die US-Nummer "262966" ("Amazon" in der Buchstabenbelegung der Telefontastatur), wird zunächst überprüft, ob das Produkt lieferbar ist. Das Ergebnis kommt dann umgehend per Antwort-SMS aufs Handy-Display des potentiellen Kunden.

Elementar-Kommunikation: 1 oder 2?

Wenn sich der gewünschten Artikel im Amazon-Katalog findet, bekommt der mobile Käufer die ersten beiden Ergebnisse aus der Trefferliste angezeigt. Sagt ihm eines der Angebote zu, muss er nur noch eine "1" beziehungsweise eine "2" in seine Antwort-SMS schreiben. Als nächstes erhält er einen Anruf des automatischen Amazon-Systems, das mittels Spracherkennung durch ein kurzes Menu führt, mit dem der Kauf abgeschlossen wird.

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Neue Kundenschichten angesprochen

Mit der Reduzierung des Verkaufsdialogs auf Textnachrichten und Sprachtelefonie will Amazon offensichtlich neue Kundenschichten ansprechen, die sich auf komplexere Datendienste am Telefon nicht einlassen wollen. "Wenn Sie aus einem Konzert kommen, und die CD des Künstlers kaufen wollen, den sie gerade gehört haben, oder wenn ihnen ein Freund beim Essen ein Buch empfiehlt, müssen Sie nur noch zum Handy greifen," preist Howard Gefen, Amazons Manager für mobile Geschäfte, das System an.

Parasitärer Kundenfang

Einen entscheidenden Punkt unterschlägt Gefen allerdings in seinen Ausführungen. Denn weder auf dem Heimweg von einem Konzert, noch bei der angeregten Abendessen-Konversation ist der Produkt-Code unmittelbar greifbar. Dies ist vielmehr immer dann der Fall, wenn sich der Kunde in einem Geschäft über das gewünschte Produkt informiert, um anschließend auf das günstigste Internet-Angebot zurückzugreifen. Und in diesem gängigen Szenario hat der klassische Einzelhandel natürlich das Nachsehen.

amazon-Manager gibt sich zugeknöpft

Auf die Nachfrage der Nachrichtenagentur AP, ob Amazon mit seinem neuen SMS-Dienst dem Einzelhandel Kunden abjagen wolle, gab sich Gefen bezeichnenderweise sehr zugeknöpft: "Wir glauben, dass (die Kunden) den Service dort nutzen, wo sie sich eben gerade aufhalten..."

Neue Feindbild für traditionelle Buchhandlungen

Der traditionelle Buchhandel dürfte unterdessen ein neues Feindbild bekommen: Kunden, die Ansichtsexemplare zerfleddern, um dann vor Ort den Produkt-Code ins Handy zu tippen, und damit Amazon Umsätze bescheren. In Deutschland wird das Konzept hingegen nicht funktionieren: Hier sorgt die Buchpreisbindung dafür, dass es Online keine Preisvorteile gibt - abgesehen von Importbüchern, die dann deutlich billiger sind als im Buchhandel.

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