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Handy am Steuer: Millionen-Zahlungen statt Bußgeld

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Handy am Steuer: Millionen-Zahlungen statt Bußgeld

07.04.2008, 14:19 Uhr | Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler

Handy-Telefonat am Steuer (Foto: imago)Handy-Telefonat am Steuer (Foto: imago)In den USA ist die Handy-Nutzung beim Autofahren in der Regel nicht verboten. Anwälte von Unfallopfern erstreiten aber immer öfter hohe Summen von den Arbeitgebern der Unfallverursacher. Diese wälzen die Verantwortung jetzt auf ihre Angestellten ab.

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Deutsches Bußgeld vergleichsweise milde

Die These, dass Telefonate hinterm Steuer ähnlich negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben können wie Alkoholkonsum, setzt sich immer weiter durch. Demnach werden die entsprechenden Regelungen weltweit immer weiter verschärft. Das hierzulande fällige Bußgeld von 40 Euro fürs Telefonieren ohne Freisprechanlage scheint dabei im internationalen Vergleich sehr milde - immerhin wurde das Thema in Deutschland relativ früh geregelt.

"Don't text and drive"

Einen speziellen Fall stellen unterdessen die USA dar. Hier ist "Don't text and drive" inzwischen ein gängiger Slogan, der die doppelte Mobilität durch Auto und Handy als lebensgefährlichen Leichtsinn bloßstellen soll. Allerdings scheint er vor allem für Teenager bestimmt zu sein, denn in den meisten US-Bundesstaaten ist die Mobiltelefonnutzung beim Führen eines Fahrzeugs weiterhin nicht verboten.

Schadensersatz statt Ordnungsgeld

Unter den wenigen US-Bundesstaaten, die bereits gesetzlich gegen Handys im Straßenverkehr vorgehen, genießt das Thema zudem nicht immer eine angemessene Priorität. In New York und Connecticut, die im US-Vergleich relativ früh Verbote aussprachen, fallen die Kontrollen beispielsweise so lax aus, dass sich kaum ein Autofahrer vom Telefonieren oder SMS-Verfassen abhalten lässt - so lautet jedenfalls das Fazit einer Studie im Auftrag der Versicherungswirtschaft.

Arbeitgeber sollen zur Kasse gebeten werden

Jenseits der gesetzlichen Lage könnte allerdings die Praxis vor Gericht den Handy-Gebrauch hinterm Steuer nachhaltig einschränken. Denn findige Anwälte von Unfallopfern nutzen immer öfter einen besonders effizienten Hebel, um hohe Schadensersatzsummen zu erstreiten. Dabei zielen sie nicht direkt auf telefonisch abgelenkte Unfallverursacher, sondern auf deren Arbeitgeber. Dahinter steht die Logik, dass für beruflich geführte Mobilkommunikation die Firmen verantwortlich sind, und bei diesen sind natürlich wesentlich höhere Summen zu holen, als bei Einzelpersonen.

Angestellte unter Druck

Zwar gibt es bei US-Gerichten noch keine einheitliche Linie, wenn es um die Verantwortung von Arbeitgebern für Handy-bedingte Unfälle ihrer Angestellten geht. Aber die Fälle, in denen hohe Summen gezahlt werden, häufen sich. So muss die Firma International Paper nach einer Einigung vom Dezember 5,2 Millionen Dollar an eine Geschädigte zahlen, nachdem eine Angestellte telefonierender Weise einen schweren Unfall verursacht hatte.

Dienstliche Telefonate am Steuer oft verboten

Für Firmenanwälte noch alarmierender dürfte der Fall der Baufirma Modern Continental Construction sein, die sich unlängst auf die Zahlung einer Vergleichssumme von 750.000 Dollar einigte. Dabei war der Firmenangestellte zum Zeitpunkt des fraglichen Unfalls außerhalb der Dienstzeit mit seinem Privatauto unterwegs, und der ablenkende Anruf ging auf seinem Privat-Handy ein. Allerdings kam er von einem Arbeitskollegen, weshalb ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Georgia die Firma in der Verantwortung sah. Am Ende bedeutet diese Entwicklung vor allem für Angestellte von US-Firmen eine besondere Belastung. Denn, um sich vor Schadensersatzansprüchen zu schützen, verbieten viele Unternehmen inzwischen dienstliche Telefonate im Straßenverkehr. Wenn ein Angestellter dann trotzdem beim Autofahren den Anruf eines wichtigen Kunden annimmt, muss er für mögliche Folgen selbst geradestehen.

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