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Mobiltelefonie: Graz verbietet Handy-Gespräche in Bus und Bahn

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Graz verbietet Telefonieren in Bus und Bahn

17.04.2008, 12:14 Uhr

In Graz verboten: Telefonieren in der Bahn (Foto: Archiv)In Graz verboten: Telefonieren in der Bahn (Foto: Archiv)Passend zum "Welttag gegen den Lärm" haben die Stadtväter von Graz am Mittwoch einen - wenn auch lautlosen - Schlag gegen die wachsende Lärmbelästigung durch hemmungslose Handy-Benutzer geführt. Ab sofort ist das Telefonieren mit mobilen Telefonen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt untersagt. Bürgermeister Siegfried Nagl von der konservativen Volkspartei klebte am Mittag persönlich eines der auffälligen Verbotsschilder an eine städtische Straßenbahn.

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Handy-Ratgeber:
Handy-Aufladung:

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Absolute Mehrheit der Grazer steht hinter der Entscheidung

68 Prozent der Bevölkerung in der zweitgrößten Stadt Österreichs wünschten sich nach einer repräsentativen Umfrage des Magistrats das "Aus" für die öffentliche Telefonitis. Andere Städte in der Alpenrepublik könnten folgen. Doch Experten zweifeln an der Wirksamkeit des Verbots, mit dem Graz weltweit eine Vorreiterrolle spielen möchte. Denn auf Strafen gegen Verstöße wird - zumindest vorläufig - verzichtet.

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Action auf dem Handy:
Mein Foto:

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Verkehrsbetriebe haben Angst vor Kundenschwund

Foto: imagoFoto: imagoZwar hat sich bei einer offiziellen Umfrage eine deutliche Mehrheit für das Verbot ausgesprochen. Doch nach einem Bericht der Grazer "Kleinen Zeitung" vom Mittwoch stößt das Verbot selbst bei den städtischen Verkehrsbetrieben auf Widerstand. Dort nämlich fürchte man, dass junge Leute, die als Vieltelefonierer und mobile Musikhörer besonders aktiv sind, ebenso aus den öffentlichen Verkehrsmitteln vertrieben werden könnten wie Geschäftsleute. Denn nach der Umfrage unter immerhin 1200 Benutzern waren in der Gruppe der 30- bis 49- Jährigen nur noch ein Drittel für ein Handy-Verbot, und bei den 14- bis 29-Jährigen sind nur zehn Prozent für das am Mittwoch erlassene "prinzipielle Telefonierverbot".

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Wird die Straßenbahn zur Oase der Stille?

Geht es jedoch nach den Stadtvätern, dann wären die Straßenbahnen von Graz künftig ein Hort absoluter Ruhe. In den Fahrzeugen der städtischen Verkehrsbetriebe gilt schon seit längerem ein Rauchverbot, und der Verzehr von Speisen und Getränken ist ebenso untersagt, wie Singen und Musizieren. Inline-Skater mit angeschnallten Laufrollen "dürfen hier nicht rein".

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Logomat:
Handy-Designs:

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Stille Handy- und Internetaktivitäten weiterhin erlaubt

Foto: ArchivFoto: ArchivKünftig müssen nun Handybenutzer ihre Geräte auf "lautlos" schalten, und Gespräche, bei denen meist sämtliche Passagiere unfreiwillig mithören müssen, sind untersagt. SMS und das (stille) Surfen im Internet sind auch künftig erlaubt. Vorläufig hoffen die Stadtväter noch auf den guten Willen der vom Verbot betroffenen Bus- und Straßenbahnbenutzer. An Bußgelder sei nicht gedacht, heißt es im Grazer Rathaus. Doch ganz ohne Vollmachten seien die Angestellten der Verkehrsbetriebe nicht: "Bei Beschwerden kann der Fahrer ermahnen und ersuchen, das Telefonieren einzustellen. In krassen Fällen kann er unbelehrbare Passagiere auch aus Bus und Bahn hinauskomplimentieren", heißt es im Rathaus.

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