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Handy-Gewissen funkt Kalorien-Warnungen

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Handy-Gewissen funkt Kalorien-Warnungen

05.05.2008, 12:03 Uhr | Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler

Sollte sie diesen Burger wirklich essen? Ihr Handy weiß es! (Foto: imago)Sollte sie diesen Burger wirklich essen? Ihr Handy weiß es! (Foto: imago)Das Mobiltelefon nervt, bis die Besitzer gesünder leben: In den Vereinigten Staaten kann man sich per SMS vorm Kaloriengehalt der eben verdrückten Mahlzeit warnen lassen oder Motivationsnachrichten zum Nikotin-Verzicht von anderen Rauchern auf Entzug lesen. Auf das notorische Übergewicht der Wohlstandsgesellschaft zielt ein neuer Dienst des US-Ratgeberportals About.com. Dabei handelt es sich um einen Kalorien-Informationsservice mit denkbar einfacher Funktionalität. Nutzer schicken nämlich schlicht eine SMS mit der Bezeichnung eines Lebensmittels an eine About.com-Nummer, um per Antwort-SMS den Kaloriengehalt zu erfahren. Das Besondere an diesem an sich banalen Dienst ist zunächst die beeindruckende Datenbank mit Angaben zu 70.000 verschiedenen Lebensmitteln.

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Handy-Ratgeber:
Handy-Aufladung:

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Werden SMS-Dienste zum lukrativen Massenmarkt?

About.com ist in den Vereinigten Staaten dank der Mischung aus Lebenshilfe und Produkt-Tests sehr beliebt. Dass der Dienst, der seit zwei Jahren zur "New York Times"-Gruppe gehört, jetzt erstmals einen Handy-Service anbietet, könnte ein Aufbruchsignal für die Mobilfunkbranche sein: Werden SMS-Dienste nun auch jenseits von Klingeltönen für Teenager ein lukrativer Massenmarkt? Vielleicht - schließlich geht es hier um die Gesundheit.

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Action auf dem Handy:
Mein Foto:

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SMS-Zigaretten

Eine mobile Selbsthilfegruppe soll dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. (Foto: imag)Ein anderes Massenlaster geht die Initiative Tobacco Free Florida auch per SMS an. Ein Mobildienst soll Rauchern beim Aufhören helfen. Dazu wurde einfach der mobile Blog-Services Twitter durch eine simple Funktion ergänzt. Das Resultat nennt sich "Qwitter" und vernetzt Noch-Raucher zu virtuellen Selbsthilfegruppen. Mittels Qwitter sollen Raucher prompt jede gequalmte Zigarette melden, und zwar per SMS an die spezielle Qwitter-Nummer. Dadurch sollen sie einerseits selbst ein objektives Bild von ihrer Sucht erhalten, andererseits aber auch den Zuspruch von Gleichgesinnten. Und durch die Twitter-Struktur soll der Selbsthilfegruppeneffekt nicht mehr auf wöchentliche Sitzungen beschränkt bleiben. Die Noch-Raucher sind stattdessen permanent via SMS oder die Twitter-Website vernetzt - Raus aus dem Gemeindezentrum, rein in die Allgegenwart sozialer Online-Netzwerke.

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Lebensrettende Stromschläge aus dem Handy

Das Qwitter-Konzept könnte so durchaus aufgehen, es klingt jedenfalls überzeugender als andere Angebote von Tobacco Free Florida, wie die rauchfreien Lieder lokaler Bands zum kostenlosen Download. Und auch für diejenigen, die trotz jederzeit verfügbarer Kalorien-Infos und Handy-Gruppensolidarität weiter schlemmen und rauchen, könnten Handys demnächst die Rettung bedeuten: Wenn aus dem Patent für ein "Defibrillator-Handy" ein Produkt wird und Telefone endlich lebensrettende Stromschläge austeilen können.

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