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Special: Die Zukunft der Handys

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Special: Die Zukunft der Handys

14.05.2008, 18:29 Uhr

Foto: LGFoto: LGZukunftsvorhersagen sind ja eine heikle Sache - groß ist die die Möglichkeit, sich dabei lächerlich zu machen. So wie Thomas Watson, Chef von IBM. Der ging 1943 von einem Bedarf von fünf Computer auf der ganzen Welt aus. Auch über Ken Olson können wir heute herzlich lachen. 1977 behauptete der Gründer und Vorsitzender von DEC: "Es gibt keinen Grund, warum irgend jemand einen Computer in seinem Haus wollen würde." Microsoft-Gründer Bill Gates dagegen setzte sich in die Nesseln, als er 1981 der Meinung war: "640 KB sollten genug für jedermann sein." Für die Aussage "Handys werden in Zukunft immer wichtiger werden" muss man sich jedoch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Ob als Zahlungsmittel, Bahnfahrkarte oder zur Überwachung von Körperfunktionen - die kleinen Alleskönner übernehmen immer mehr Aufgaben. Grund genug also, die Zukunft der Handys ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.



Die fantasievollsten Ideen stammen dabei vom Handy-Pionier schlechthin. Martin Cooper gilt als der Mensch, der das erste Handygespräch der Welt führte. Als Ingenieur beim amerikanischen Elektronikkonzern Motorola war er entscheidend an der Entwicklung des ersten Mobiltelefons beteiligt. Mittlerweile ist der heute 79-jährige schon längst im wohlverdienten Ruhestand. Doch der rüstige Rentner hat immer noch ein paar Ideen auf Lager, wie er in einem Interview mit der der österreichischen Zeitung "Der Standard" unter Beweis stellte. Dort zeigte sich der Tüftler enttäuscht über die bisherige Entwicklung des Mobilfunks. Er hätte bei der Entwicklung des ersten Handys vor 35 Jahren mehr erwartet. Zum Beispiel eine einheitliche Rufnummer, die den Menschen von der Geburt bis zum Tod begleitet. OK, diese Kleinigkeit ist ja mittlerweile kein Problem mehr, seit Mobilfunkprovider die gebührenfreie Rufnummernmitnahme erlauben. Doch die Ideen des Tüftlers gehen noch viel weiter.


So schlägt Martin Cooper vor, Handys in den menschlichen Körper zu verpflanzen. So könnte man das Handy nicht mehr vergessen. Dazu kommen weitere Vorteile: Durch die Körperwärme könnte man Energie erzeugen. Leere Akkus gehörten damit wohl endgültig der Vergangenheit an. Irgendwie wäre es ja auch komisch, sich und sein Handy-Implantat ans Ladegerät anzuschließen. Doch die Idee vom Handy im Körper ist nicht ganz so utopisch, wie sie zunächst klingt. Die ersten funkenden Implantate befinden sich schon längst im Einsatz.

Die Zukunft der Handys: Funkende Implantate



In der Medizin wird bereits Funktechnik in den menschlichen Körper integriert. In Australien beispielsweise gibt es Herzschrittmacher, die gleichzeitig die Herzfunktion des Patienten überwachen. Die so gewonnenen Daten werden anschließend per W-LAN an den zuständigen Arzt geschickt. Solche Ideen spuken auch Martin Cooper durch den Kopf: "Überlegen Sie nur, was wir erreichen könnten, wenn wir Ihre Körperdaten messen können, wenn Sie krank sind, und diese direkt an einen Arzt oder Computer übertragen können". Also Behandlung per Funk? Mit Sicherheit wird das Handy den geübten Blick eines Spezialisten nie ersetzen können. Doch Fakt ist: Schon jetzt spielen Mobiltelefone eine immer größere Rolle in der Medizin - vor allem auch in abgelegenen Gebieten.


So haben Studenten des Richard C. Blum Centers for Developing Economies eine Möglichkeit entwickelt, ein Handy in ein Mikroskop umzufunktionieren. Dazu steckt man einfach ein Zusatzobjektiv auf die Handy-Kamera. Für die nötige Beleuchtung sorgen energiesparende LEDs. Die Vergrößerung des Aufsteck-Mikroskops soll groß genug sein, um etwa Blutuntersuchungen durchführen zu können. Die Kosten für das Gerät halten sich dabei in engen Grenzen: Gerade einmal 70 Dollar sollen die verwendeten Materialien gekostet haben. Vom dem Konzept des "Cellscope" ließ sich auch Microsoft überzeugen. Im Rahmen eines Förderprogramms unterstützt der US-Computerkonzern das Projekt mit satten 100.000 Dollar. Die Erfindung soll dabei vor allem in armen Ländern zum Einsatz kommen. Dort können die Bilder des Cellscope per Mobilfunk in die weit verstreut liegenden Krankenhäuser übertragen werden.


Eine ähnliche Idee verfolgt auch Boris Rubinsky von der University of California in Berkeley und der Hebrew University of Jerusalem. Zusammen mit seinem Team hat der Wissenschaftler einen Sensor für Elektrische Impedanztomografie entwickelt. Mit dieser Methode kann Krebs sehr zuverlässig erkannt werden. Allerdings kosten entsprechende Geräte sehr viel Geld und müssen von geschultem Personal bedient werden. Mit dem mobilen Sensor und einem Handy können die Messergebnisse einfach per Funk an die nächstbeste Klinik übertragen werden. Dort wird entschieden, welche Maßnahmen weiterhin nötig sind. Ähnliche Ansätze werden derzeit auch mit Ultraschall-Geräten verfolgt. Auch hierzulande Anwendung finden könnte dagegen das LG KP8400. Dieses Handy enthält eine Messeinheit für den Blutzuckerspiegel - ausgesprochen praktisch für Diabetiker. Gut möglich, dass Handys in Zukunft noch mehr medizinische Aufgaben übernehmen.

Eine dieser möglichen Aufgaben wurde Anfang des Jahres auf einer Konferenz des Chipherstellers Texas Instruments präsentiert. Dort stellte die Ambient Corporation - ein kleines Entwicklungsunternehmen - eine Erfindung namens Audeo vor (siehe Video). Diese Erfindung besteht im Wesentlichen aus einem Halsband, das mit Sensoren vollgestopft ist. Mit Hilfe dieser Sensoren werden die Signale des Gehirns an den Kehlkopf gescannt - und übersetzt. Dadurch können










"Totgesagte leben länger" heißt es ja. Ok, so ganz passt das Sprichwort nicht auf den koreanischen Hersteller LG Electronics. Da gibt es durchaus andere Kandidaten (die amerikanische Marke mit dem großen "M"zum Beispiel), auf die das eher zutrifft. Doch irgendwie war es ziemlich ruhig geworden um den einstigen Shootingstar der Handy-Branche. Zumindest, wenn man sich den einstigen Erfolg der Chocolate-Handys vor Augen führt. Die Designhandys kamen extrem gut an beim Kunden und knackten nach ihrer Markteinführnung im Sommer 2006 mühelos die 10 Millionen-Marke. LG fand sich in einer Liga mit den ganz Großen der Branche wieder. Doch danach tat sich der Hersteller schwer damit, einen würdigen Nachfolger zu finden. Der erste Versuch, das "Shine" war in Sachen Verkaufszahlen nur ein müder Abklatsch der Chocolate-Series. Jetzt rudert LG zurück und präsentiert den nächsten Versuch, an den einstigen Erfolg anzuknüpfen. Das KF750 Secret.

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Fotoshow: Das neue LG KF750 Secret
Handy-Aufladung:

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Lightshow und Karbonbeschichtung

Foto: LGFoto: LGRein äußerlich wird dabei schnell klar: LG kehrt zurück zu seinen alten Werten. Während das Shine viele Kunden durch sein metallisches Äußeres möglicherweise eher abschreckte, hüllt sich das Secret wieder in schliches Schwarz. Für das gewisse Etwas - unverzichtbar bei einem Gerät der Kategorie "Designhandy" - sorgt angerauhtes Metall in Schwarz. Ein weiteres optisches Highlight fürs Auge ist die optisch hochaktuelle Karbonbeschichtung. Die ziert die Akku-Abdeckung getreu dem Motto: "Auch ein schöner Rücken kann entzücken". Hinzu kommt noch das Display aus gehärtetem Glas - so sollen unschöne Kratzer vermieden werden. Und die Lightshow, die das KF750 abzieht, könnte selbst in Großraumdiscos noch für Aufsehen sorgen. Lediglich bei der Tastatur hätte sich LG dagegen etwas mehr einfallen lassen können. Das schlichte Schwarz-Weiß-Design wirkt ziemlich bieder im Vergleich zum restlichen Handy. Andere Modelle, wie das kürzlich vorgestellte TV-Handy HB620T, zeigen hier wesentlich mehr Eleganz. Von Design-Ikonen wie Motorolas RAZR - ein der schärfste Konkurrent der Chocolate-Handys - ganz zu schweigen.

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Action auf dem Handy:
Mein Foto:

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Geheimnis um UMTS-Unterstützung

Foto: LGFoto: LGDoch gerade der amerikanische Handy-Pionier zeigt in letzter Zeit deutlich, dass die heutige Handy-Kundschaft mehr verlangt als nur Schönheit. Das hat offenbar auch LG erkannt. Während die Chocolate-Handys einst in Sachen Ausstattung nicht wirklich die Butter vom Brot zogen hat das Secret einiges auf dem Kasten. So soll das Handy dank einer Zusammenarbeit mit Google ein - Zitat - "leistungsfähiges Web-Portal" darstellen. Somit beherrscht das Handy dann auch Google-Mail, Routenplanung per Google-Maps und Videos von YouTube. Vor allem letzteres soll eine Spezialität des Handys sein, mit bis zu 120 Bps werden Videos dargestellt. In Sachen Internet scheint das KF750 jedenfalls einiges auf dem Kasten zu haben. Leider gab sich LG bei der Premiere in London ausgesprochen wortkarg, was die Kommunikationsausstattung des Gerätes angeht. Irgendwie ironisch, dass ausgerechnet bei einem Handy namens "Secret" so ein "Geheimnis" um seine UMTS-Fähigkeiten gemacht wird.

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Multimedia satt

Foto: LGFoto: LGDafür war LG umso auskunftsfreudiger, was die Multimedia-Fähigkeiten des Gerätes angeht. Wie schon das Chocolate setzt auch das Secret auf die Bedienung per Touchpad. Damit soll der schnelle Zugriff auf Musik- und Foto-Ordner, Spiele und Dokumente in diversen Formaten mit nur einem Finger möglich sein. Wie beim PC können dabei verschiedene Programm gleichzeitig laufen. Weitere Highlights sind die Voice Clarity-Technologie - filtert Hintergrundgeräusche in lauter Umgebung - und der Lichtsensor, der die Display-Helligkeit automatisch an die Umgebung anpasst. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die 5-Megapixelkamera. Wie LG es geschafft hat, die Optik im nur 11,9 Millimeter hohen Gehäuse unterzubringen, könnte der Konkurrenz durchaus Kopfzerbrechen bereiten. Zu einem Kamerahandy wird das KF750 dadurch aber wohl trotzdem nicht. Auch wenn LG noch Software zur Bildbearbeitung und eine Belichtungsautomatik obendrauf packt. Dennoch: Mit dem KF750 Secret scheint LG wieder ein ganz heißes Eisen im Feuer zu haben - auch wenn das Gerät mit stolzen 549 Euro nicht ganz billig wird.

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