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Forschungsskandal geht in die nächste Runde

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Forschungsskandal geht in die nächste Runde

28.05.2008, 14:41 Uhr | Von Manfred Dworschak

Handy-Verbots-Schild (Foto: ddp) Verändert Handy-Strahlung das menschliche Erbgut oder nicht? Dieser Frage gingen Forscher an der Medizinischen Universität Wiener Universität nach. 2005 stand die alarmierende Antwort fest: Ja, Handy-Strahlung führt bei menschlicher DNA zu so genannten Strangbrüchen - und kann damit letzten Endes auch Krebs verursachen. Eine Hiobsbotschaft für Handy-Nutzer und Mobilfunkprovider gleichermaßen. Die konnten jedoch Anfang der Woche aufatmen. Der Grund: Elisabeth K., eine an der Studie beteiligte Labortechnikerin. Sie wurde nämlich auf frischer Tat ertappt, als sie Daten - anstatt die mühsam von Instrumenten abzulesen - einfach erfand. Die Folge: Prof. Rüdiger, verantwortlich für die Studie, zog sofort alle betroffenen Publikationen zurück. Ist also alles in Butter? Können wir wieder bedenkenlos mobil telefonieren? Leider nein, denn um die fragliche Studie ist mittlerweile eine echter Forscherkrieg entbrannt.

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Gestern widerrief Prof. Rüdiger seine Unterschrift, mit der er die Publikationen zurückgezogen hatte. Der Grund: Elisabeth K. gibt an, nur im April 2008 Ergebnisse gefälscht zu haben. Alle anderen von ihr erhobenen Daten seien korrekt. Gleichzeitig erhebt Rüdiger schwere Vorwürfe gegen die Prüfungskommission der Wiener Universität, die dem Schwindel auf die Spur gekommen war. Der Vorsitzende dieser Kommission ist nämlich auch bei einem Unternehmen im Mobilfunksektor tätig. Für den Professor liegt darin ein ernsthafter Interessenkonflikt. Er fordert daher, die Kommission neu zusammenzusetzen und die Ergebnisse seiner Studien nochmals zu prüfen. Bisher gab es dazu keiner Reaktion vom Rektor der Universität. Gut möglich, dass an der Wiener Uni demnächst noch eine Menge schmutziger Wäsche gewaschen wird. Leidtragende sind nicht zuletzt wir

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