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Der Knochen, der die Welt veränderte

23.02.2009, 15:17 Uhr

Gefunkt hat es beim Publikum nicht sofort: Das erste Handy war zu groß, zu schwer und zu teuer. 3500 Dollar kostete der "bimmelnde Knochen", den Motorola am 13. Juni 1983 auf den Markt brachte. Es wog mit 800 Gramm fast so viel wie eine Flasche Wasser, war länger als eine DIN-A4-Seite und hatte nach einer halben Stunde Redezeit schon keinen Saft mehr. Das erste Handy, das seine Designer der Form halber auch "Stiefel-Phone" nannten, war schnell vom Markt gefegt. Und dennoch: Kaum ein Gegenstand hat die Welt so sehr verändert wie dieser.

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Artikel: Die spannendsten Handys vom Mobile World Congress 2009
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"Die Leute dachten, ich sei verrückt"


"Unser Traum war es, dass eines Tages niemand mehr über ein gewöhnliches Telefon anrufen wird", erinnert sich der Erfinder des ersten tragbaren Telefons, Martin Cooper. Der damalige Motorola- Ingenieur arbeitete Anfang der 70er Jahre an einem mobilen Gerät für den Polizeifunk, als es bei ihm klingelte: "Warum nicht Mobilfunk für alle?", fragte er sich. Ein paar Wochen später stand Cooper auf einer Straße in New York und rief mit seinem Prototypen triumphierend die Konkurrenzfirma AT&T an. Zehn Jahre dauerte es dann noch, bis das erste mobile Telefon klein genug und reif fürs Massenpublikum war. "Die Leute dachten, ich sei verrückt", sagt Cooper. "Weil ich an ein Telefon dachte, das man einfach in die Tasche stecken kann."

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Das Handy als Revolutionär


Cooper steckte die Zweifler in die Tasche: Nach Statistiken des Instituts Wireless Intelligence hängen inzwischen 3,3 Milliarden Handys weltweit am Netz. Immer schneller wurden es immer mehr: Während es knapp 20 Jahre dauerte, bis die erste Milliarde verkauft war, brauchte die zweite Milliarde gerade einmal vier Jahre, die dritte sogar nur halb so lange. 80 Prozent der Weltbevölkerung hat Anschluss an ein Handynetz. Von den Küsten im Süden Indiens bis zur Spitze des Kilimandscharo - Sendemasten stehen fast überall. "Das Handy ist revolutionär", sagt Kommunikationsforscher Scott Campbell von der Universität Michigan. "Es hat unser Sozialleben und den Arbeitsmarkt verändert. Es hat neue Kunstformen geschaffen und neue Wege zu beten, aber auch, Terroranschläge auszuführen." Das Telefonieren hat eine neue Bedeutung bekommen, sagt Campbell. "Jemand ruft nicht mehr irgendein Haus oder Büro an, sondern gezielt eine bestimmte Person."

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(Quelle: t-online.de)


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