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Samsung versucht sich an Biohandys

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Öko-Mobilfunk  

Samsung versucht sich an Biohandys

17.06.2008, 13:57 Uhr | mak (Spiegel Online), Spiegel Online

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Samsung setzt auf Öko-Handys. (Foto: Samsung / Anycall)Samsung setzt auf Öko-Handys. (Foto: Samsung / Anycall) Öko ist in, auch bei Mobiltelefonen. Nach Nokia wollen jetzt auch die Südkoreaner Handys mit grünem Anstrich vermarkten. Doch ganz freiwillig kommt die umweltfreundliche Wandlung möglicherweise nicht. Das Gehäuse des neuen Modells W510 sei vollständig aus Bioplastik hergestellt, teilt der Konzern mit. Als Grundlage hierfür dienen Naturstoffe, die man aus Mais extrahiert. Herkömmliches, aus Erdöl hergestelltes Plastik werde bei diesem Modell nicht verwendet, stattdessen setze man voll auf den nachwachsenden Rohstoff.

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Handy-Ratgeber:
Handy-Aufladung:

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Ökobremse auch im Inneren

Bei solchen Äußerlichkeiten hat man es aber nicht belassen und auch im Inneren die Ökobremse getreten, zumindest ein bisschen. So werde bei der Herstellung konsequent auf Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Cadmium verzichtet. Zudem würde eine wasserlösliche Schutzschicht aufgetragen, also keine herkömmlichen Lösemittel verwendet.

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Modell F268 mit bescheidenerer Ökobilanz

Ebenso als umweltfreundlich bezeichnet der Hersteller das neue Modell F268. Dessen Ökobilanz fällt allerdings weit bescheidener aus. So legt das Unternehmen hier schon wert auf die Feststellung, dass bei der Herstellung von Handy und Zubehör auf die Verwendung schädlicher bromierter Flammschutzmittel verzichtet wird. Ein Ladegerät, dass dem Anwender nach erfolgter Aufladung des Handyakkus signalisiert, er könne es jetzt aus der Steckdose zupfen, wird ebenfalls als großer Sieg für die Umwelt gefeiert.

Nokia hat's vorgemacht

Ob das ausreicht, um ein Mobiltelefon wirklich als umweltfreundlich zu bezeichnen, darf bezweifelt werden. Immerhin aber stellen die beiden Samsung-Neuvorstellungen einen weiteren Schritt in die richtige Richtung dar. Während die meisten Handy-Hersteller ihre Geräte noch immer auf althergebrachte Weise herstellen, dürfte Weltmarktführer Nokia auf diesem Gebiet als Vorreiter gelten.

Nokias Öko-Handy Evolve 3110

Foto: NokiaFoto: NokiaVor gut einem Jahr stellten die Finnen ihre ersten Handymodelle aus, die den Nutzer ermahnen, das Netzteil auszustöpseln, sobald ihr Akku aufgeladen ist. Ende 2007 kündigten die Finnen dann eine neues Handy, das Evolve 3110, an bei dem immerhin die Hälfte der Hülle aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt und der Verpackungskarton zu 60 Prozent aus Recyclingmaterial produziert wird. Zudem wurde mit dem Evolve ein neues Netzteil eingeführt, das nach dem Aufladen bedeutend weniger Strom aus der Leitung zieht als seine Vorgänger.

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Nokia und Co: Handys für die Umwelt

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Öko per Gesetz

Ohnehin ist Nokia schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, seine Mobiltelefone in sehr Platz sparenden Kartons zu verkaufen. Das sieht zwar im Händlerregal nicht mehr so imposant aus wie zuvor, spart aber zum einem Verpackungsmaterial und sorgt zum anderen dafür, dass mehr Kartons pro Luftfrachtcontainer transportiert werden können. Unterm Strich zahlt sich das Umweltengagement für Nokia also in barer Münze aus, millionenfach.

Samsungs Öko-Handys vorerst nur in Südkorea und China

Umweltschutz kann sich also lohnen. Das hat man offenbar auch bei Samsung erkannt. Vorläufig aber dürften die beiden Öko-Handys, die ausschließlich in Südkorea und China verkauft werden, nur als Testballon dienen. Dasselbe dürfte freilich auch für Nokias Öko-Handy gelten. Allerdings stellt der finnische Konzern bereits seit sieben Jahren für jedes seiner Produkte eine Ökodeklaration aus. Diesen Schreiben ist unter anderem zu entnehmen, dass in Nokias Handyproduktion schon vielfach auf bromierte Flammhemmer und üble Schwermetalle verzichtet wird.

Freiwilligkeit des Öko-Trends ist fraglich

Ob das allerdings so richtig freiwillig geschieht, sei dahingestellt. Schließlich dürfen Elektronikhersteller beispielsweise in Deutschland schon seit Juli 2006 ohnehin nur noch Geräte auf den Markt bringen, die dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz entsprechen. Damit ist die Verwendung von Blei, Cadmium, Quecksilber und von bromierten Flammhemmern ohnehin verboten. Ganz ähnliche Vorschriften sind mittlerweile europaweit erlassen worden. Dass nun auch China die EU-weit geltenden Richtlinien übernommen und daraus ein eigenes Regelwerk erstellt hat, dürfte maßgeblich für die Motivation Samsungs gewesen sein, ausgerechnet jetzt auf den Ökozug aufzuspringen.

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