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Motorola ROKR E8: Das Handy mit dem Haptik-Trick (2)

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Das Handy mit dem Haptik-Trick

09.07.2008, 15:37 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Foto: MotorolaFoto: MotorolaSehr schnell gefunden habe ich dagegen die, neben dem Telefonieren, wichtigste Funktion des Rokr: den Musik-Player. Schwer war das nicht: Direkt über der Telefoniertaste ist ein Notensymbol zu sehen. Ein Fingerdruck darauf führt nicht nur in die Musikbibliothek, er zeigt auch, wofür so eine virtuelle Tastatur nützlich ist, das sich sofort das gesamte Tastenfeld verändert. Sämtliche Zifferntasten werden ausgeblendet. Stattdessen erscheint eine Player-Steuerung mit Schaltern für Play/Pause, Vorlauf, Rücklauf, Zufallsfunktion und Endloswiedergabe. Das zentrale Bedienelement ist das Navigationsrad. Von dem lasse ich mich erst mal in die Irre führen, interpretiere den inneren Kreis als Rad, so wie beim iPod. Doch weit gefehlt: Nur ein kleiner, weiß markierter Dreiviertelring dient zum Scrollen. Was ich für einen inneren Ring hielt, sind eigentlich vier Richtungstasten für oben, unten, links und rechts.

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Fotoshow: Das Motorola ROKR E8

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Musik auch im Flug

Trotz dieser Eigenheit kann mich der Musik-Player durchaus von seinen Vorzügen überzeugen. Das liegt weniger an den vielen Musikformaten, die er unterstützt, als vielmehr an seinem guten Klang. Sogar die mitgelieferten Kopfhörer, sonst meist ein Grund zum Jammern, gehören zu den besseren ihrer Art. Selbst an einen Flugzeugmodus haben die Entwickler gedacht: Die Handy-Funktionen lassen sich deaktivieren, übrig bleibt ein MP3-Player - und den beanstandet keine Stewardess. Einzig das klobige quadratische Kästchen, in dem das Freisprechmikrofon untergebracht ist, stört, ist für meinen Geschmack viel zu weit oben am Kabel angebracht, verheddert sich deshalb leicht mit Hemdknöpfen.
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Handy-Ratgeber:
Handy-Aufladung:

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Brillantes Display


Foto: MotorolaFoto: MotorolaDass das Rokr auch in der Lage ist, Filme wiederzugeben, merke ich erst, als ich mich auf einen Streifzug durch die Tiefen des eingebauten Zwei-Gigabyte-Speichers mache und dabei auf zwei Kurzfilme stoße. Beim Betrachten der Videos wird mir dann auch klar, wie brillant das Display eigentlich ist. Schade nur, dass es so mickrig geraten ist. Mickrig ist auch die technische Ausstattung, zumindest in einigen Punkten. Zwar kann man filmen und auch fotografieren, aber mit ihrem Zwei-Megapixel-Chip taugt die Kamera bestenfalls für Schnappschüsse. Und auch als Surfbrett ist es nur eingeschränkt zu gebrauchen. Statt UMTS oder HSDPA versteht es sich nur auf EDGE und GPRS. Das reicht gerade für E-Mail, bremst aber Versuche, das Web zu erkunden, eher aus.


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Fricklige Oberfläche

Versuche, das Handy an sich zu erkunden, hat mir dagegen die frickelige Benutzeroberfläche verleidet. Das liegt nicht einmal daran, dass man Motorolas Version eines Handy-Betriebssystems eigentlich nur entweder lieben oder hassen kann. Vielmehr ist daran das Navigationsrad schuld. Offenbar ist Motorolas Version der Einhandbedienung komplett inkompatibel zum meinem Daumen. Insbesondere den winzigen Mittelknopf, mit der Enter-Taste am PC vergleichbar, wollten meine Finger nie zuverlässig treffen. Stattdessen habe ich beim Versuch, einen Menüpunkt auszuwählen, mit steter Regelmäßigkeit gleichzeitig die "runter"-Taste des Mittelrads gedrückt und damit etwas ganz anderes ausgelöst. Nur mit spitzem Fingernagel war es mir möglich, die Enter-Taste halbwegs zielsicher auszulösen.


Intuitiv? Fehlanzeige!


Und dann sind da noch die kleinen Merkwürdigkeiten, über die ich beim Testen immer mal wieder stolperte. Zum Beispiel, dass die Funktion "Bassanhebung" automatisch deaktiviert wird, wenn man eine der Equalizer-Voreinstellungen aufruft. Von den teils mehrere Sekunden langen Wartezeiten zwischen dem Aufruf einer Funktion und deren Ausführung ganz zu schweigen. Tagelang dachte ich, der Abruf des Speicherfüllstands sei nicht möglich, bis ich mich endlich in Geduld übte, einige Sekunden wartete und tatsächlich die gewünschten Angaben zu sehen bekam. Doch so viel Geduld will ich nicht aufbringen müssen. Mein Handy soll schnell und intuitiv funktionieren, einfach zu bedienen sein und es mir leicht machen, die wenigen Funktionen, die ich wirklich brauche, aufzurufen. Motorolas Rokr E8, so schön die virtuelle Tastatur auch ist, schafft das leider nicht.

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