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Die Klingelton-Psychologie

25.07.2008, 15:37 Uhr | t-online.de

Foto: Samsung, HTC, Nokia, Sony EricssonFoto: Samsung, HTC, Nokia, Sony Ericsson„Sich unterscheiden und etwas bedeuten ist ein und das selbe“ sagte der Linguist Émile Benveniste. Denn auch wenn niemand gerne ein Außenseiter ist, irgendwie wollen wir doch ein wenig anders sein als alle anderen. Also lassen wir uns tätowieren und Piercen, gehen auf Selbsterkenntnistrips und tunen alles vom Auto bis zum Heimcomputer. Auch das Handy ist ein beliebtes Mittel, um seine Individualität zu zeigen. Schon die Wahl des Modells sagt viel über uns aus. Wer ein iPhone hat, zählt sich nicht selten zur technischen und ästhetischen Elite. Wer dagegen bewusst mit dem Knochen aus den 90ern telefoniert, der signalisiert: Ich verweigere mich dem ganzen Mobilfunkhype. Davon abgesehen gibt es eine Vielzahl an Wallpapers, Klingeltönen und Handy-Folien, um das gute Stück weiter an die eigene Persönlichkeit anzupassen. Die dpa hat einige Experten gefragt, was Klingeltöne über ihre Besitzer aussagen. Außerdem gibt es ein Tipps für die richtige Melodie zur richtigen Zeit.

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Macht "Schnuffel" lächerlich?


Denn vor allem im Beruf kann die falsche Melodie schnell zu viel verraten. Vor allem, wer auf eine gewisse Seriosität angewiesen ist, sollte eher auf dezente Klingeltöne zurückgreifen. Die Berliner Etikette-Expertin Salka Schwarz meint dazu gegenüber der dpa: "Menschen neigen dazu, andere in eine Schublade zu stecken - und die Frage ist, in welcher wir landen." Was im Freundeskreis als ironisch und witzig verstanden wird, wirkt bei Fremden vielleicht peinlich. Wer sich also als Finanzberater mit dem Schnuffelsong in einer Besprechung erwischen lässt, wirkt nicht mehr besonders seriös. Im Berufsleben sollte man also möglicherweise nicht zu viel von sich verraten.

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Kontaktmedium Klingelton


Andere legen es aber genau darauf an. Vor allem, wer Klingeltöne von beliebten Serien oder Filmen auf dem Handy hat, sucht oft Kontakt mit Gleichgesinnten. So zitiert die dpa in dem Artikel den Münchner Simpsons-Fanatiker Michael Grundmann: "Ich wurde schon in der U-Bahn angesprochen, nachdem mein Handy geklingelt hat. Oder ich bekam abends in der Kneipe Sympathiebekundungen." Der Klingelton als Kontaktmöglichkeit? Für den Stiltrainer Jan Schaumann keine Utopie: "Wer sich zum Beispiel die Star-Wars-Melodie herunterlädt, hofft auch, auf diese Weise mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, die seine Leidenschaft teilen". Ob das auch für Schnuffel-Song-Liebhaber gilt? Wer weiß!

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Foto: XL RecordingsFoto: XL Recordings

Prodigy - Klingelton für Abenteurer


Denn bei Klingeltönen gilt natürlich wie überall sonst im Leben: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Denn genau wie die Handy-Melodien sind auch Menschen komplett unterschiedlich. Wer sich beispielsweise für den Hit "Firestarter" von Prodigy entscheidet, der ist nach Einschätzung von Marketing-Experten eher extrovertiert und hat einen "abenteuerlichen Charakter". Wer einen solchen Klingelton verwendet ist also risikobereit. Im Gegensatz zu jemandem, der Britney Spears oder Christina Aguilera auf sein Handy lädt. Solche Menschen gehen "am liebsten in Discos oder treffen sich mit Freunden". Zumindest, wenn es nach Agnieszka Zyluk vom Klingeltonanbieter Jamba geht.


Romantisch oder peinlich?


Somit lässt sich eine Klingelton-Psychologie entwickeln, ganz nach dem Motto "Zeig mir deinen Klingelton und ich sage dir, wer du bist". Oder mit den Worten von Agnieszka Zyluk: "Hat jemand zum Beispiel einen Song von Bob Dylan oder Jimi Hendrix auf sein Handy geladen, ist diese Person höchstwahrscheinlich sehr nachdenklich und vielseitig interessiert - das heißt, sie ist kreativ, klug und aufgeschlossen". Natürlich ist die Interpretation dabei jedem selbst überlassen. Wer mit einem Kuschelrocksong seine romantische Ader betonen will, wirkt bei anderen Musikgeschmäckern eher peinlich. Aber wenn wir uns Tätowierungen, Piercings oder so manches tiefer gelegte Auto ansehen, scheint eines untrennbar mit Individualisierung verknüpft zu sein: Irgendjemand findet es garantiert peinlich.


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