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Wie Apple den iPhone-Opa beerdigte

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Wie Apple den iPhone-Opa beerdigte

06.08.2008, 19:26 Uhr | Konrad Lischka/SPIEGEL ONLINE, Spiegel Online

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Foto: WikipediaFoto: WikipediaEin winziger Überall-Computer mit berührungsempfindlichen Bildschirm - klingt nach iPhone. Doch die Idee ist 15 Jahre alt. In Jahr 1993 präsentierte Apple stolz seinen PDA Newton. Das Gerät sollte die IT-Welt verändern, floppte aber nach üblen Technik-Pannen.

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15 Jahre Newton

Tom Clancy war da, Tom Selleck auch - und ein paar Hundert aufgeregte IT-Manager, Reporter und Apple-Mitarbeiter: Vor 15 Jahren stellte Apple-Boss John Sculley in Boston den Urahnen des iPhones vor. Er hielt auf der Bühne ein schwarzes Plastikkästchen in Taschenkalendergröße über seinen Kopf und verkündete: "Newton ist hier!" Das Zeitalter des PDA, des "persönlichen digitalen Assistenten", hatte begonnnen. Zumindest stellte Apple sich das damals so vor. Das Tamtam war enorm: Der Newton werde das "digitale Zeitalter definieren", ließ sich Apple-Boss John Sculley damals zitieren. Fünf Jahre lang habe man bei Apple am Newton gearbeitet, beteiligt waren Star-Entwickler, die zuvor für Unternehmen wie Hewlett-Packard tätig gewesen waren. Das Ergebnis, so Sculley: "eine Revolution für die Jackentasche".

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Der Überall-Computer war zu dick

Foto: WikipediaFoto: Wikipedia Ein Problem dabei: Die Jackentasche, in die ein Original-Newton passt, muss ziemlich geräumig sein. Denn Apples Möchtegern-Überall-Computer Newton war ein echter Klops: fast 19 Zentimeter hoch und zwei Zentimeter dick, gut 11 Zentimeter breit und 400 Gramm schwer. Das Gerät sollte immerhin 250 Adressbuch- und 500 Kalendereinträge speichern, außerdem 200 Notizen. Das Beste: Was immer ein Newton-Nutzer notieren will, schreibt er einfach wie auf einem Blatt Papier in ganz normaler Handschrift auf den Newton, das Gerät erkennt die Handschrift und digitalisiert die Notizen. So hätte der Newton zumindest funktionieren sollen. Ein Reporter des US-Magazins "Home Office Computing" berichtete allerdings damals von der großen Newton-Show: "Ich konnte ein Vorführgerät erst nach fünf Minuten dazu bringen, das Wort Apple zu erkennen."

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Pannenstart: Der Newton versteht die Nutzer nicht

Die Macken bei der Schrifterkennung waren so gravierend und gemessen am Vorab-Tamtam um das Gerät so peinlich, dass Apple für den Newton zu Beginn vor allem Häme kassierte. Der Comicstrip-Zeichner Gary Trudeau spottete zwei Wochen nach der Newton-Show in seinem in US-Zeitungen millionenfach gedruckten Doonesbury-Strip über die Spracherkennung des Geräts. Den Satz ""I am writing a test sentence" interpretiert der Newton erst als "Siam fighting atomic sentry", dann als "Ian is riding a taste sensation". Mit den Schrifterkennungsmacken des Newton schaffte Apple es sogar in eine Folge der Simpsons: Der Schulrüpel in der Comicserie lässt seinen Lakaien "Schlag Martin zusammen (Beat up Martin)" als Aufgabe notieren, der Newton legt das als "Iss Martha (Eat up Martha)" aus, worauf der frustrierte Rüpel dem armen Martin das 400 Gramm schwere Apple-Monster einfach an den Kopf wirft.

Teil 2: "Hochgeschwindigkeitszüge ohne Schienen"

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