Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone & Tablet PC >

Jeppe: Der Handy-Roboter von Nokia

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Der Handy-Roboter von Nokia

18.08.2008, 14:28 Uhr | Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler, Spiegel Online

#

"Jeppe" der Handy-Roboter. (Foto: Nokia)"Jeppe" der Handy-Roboter. (Foto: Nokia) Er heißt Jeppe, rollt durch die Wohnung und soll irgendwann als Videotelefon funktionieren: Jeppe lernt wie ein Haustier, wann er seine Besitzer stören darf und wann nicht. Nokia-Forscher wollen den rollenden Radhelm zur Kommunikationsschnittstelle mit sozialer Intelligenz heranzüchten.

#

Fotoshow: "Jeppe", der Handy-Roboter von Nokia
Handy-Ratgeber:
#

#

Tollpatschiger Fahrradhelm mit Comic-Gesicht

Nokias Forschungsabteilung hat einen Telefon-Roboter entwickelt, mit dem neue Formen der Video-Telefonie erkundet werden sollen. Der Roboter namens "Jeppe" hat etwa die Form und die Größe eines Fahrradhelms. Und ein debiles Grinsen. Jeppe rollt auf drei kleinen Rädchen, auf denen er sich recht wendig bewegen kann, solange der Boden nicht zu uneben wird. Zuletzt hat Jeppe ein abstrahiertes Comic-Gesicht erhalten, womit der Roboter in Aktion ein wenig an eine dreidimensionale Version der Videospiel-Figur Pacman erinnert. Erklärtes Ziel des "Nokia Research Center" (NRC) ist es, mit diesem Grinseding die "Akzeptanz der Nutzer für verschiedene Video-Konferenzgeräte" auszuloten. Dabei soll das "existierende Paradigma PC + Webcam" um neue Elemente erweitert werden, um Video-Telefonate zu einer "attraktiveren" Option zu machen. Jeppe ist demnach das Ergebnis einer "Spielerei mit Formen und Funktionen" auf Basis der bisherigen Erkenntnisse zum Thema.

#

"Jeppe" als elektronisches Haustier

Nach der aktuellen Vision der Nokia-Entwickler soll Jeppe eines Tages ein sozial voll integrierter Roboter werden, ein elektronisches Haustier als zentrale Kommunikationsschnittstelle des Haushalts zur Außenwelt. Dazu soll das dauergrinsende Gerät möglichst viele Informationen zur Wohnung und ihren Bewohnern sammeln. Wie ein Haustier könnte Jeppe beispielsweise lernen, wo er sich aufhalten soll und wo nicht, oder zu welchen Uhrzeiten verschiedene "Mitbewohner" seine Gegenwart schätzen und wann man sie besser in Ruhe lässt. Derzeit ist Jeppes soziale Intelligenz allerdings noch unterentwickelt und auch mit der selbstständigen Bewegung durch sein Revier ist es noch nicht weit her. Aktuell wird der Roboter jedenfalls noch von den Nutzern gesteuert, wozu er sechs verschiedene Gesten erkennen kann (siehe Video unten). Aber auch von einem Anrufer kann Jeppe prinzipiell gesteuert werden, jedenfalls wenn dieser über ein Nokia-Smartphone verfügt. Der Anrufer kann dann mit Hilfe des Video-Streams aus der Kamera des Roboters navigieren. Damit wird Jeppe zum Repräsentanten des Anrufers, der seine Perspektive selbst wählt.

#

#

Vorbild für Handy-Roboter aus Südkorea

Nokias Handy-Roboter ist unterdessen nicht der erste seiner Art. Insbesondere in Japan und Südkorea ist es eine gängige Idee, das Mobiltelefon mit einem Roboter und "sozialer Intelligenz" zu kombinieren. So erinnert Jeppe über weite Strecken an den "Cellular Phone Robot" (CPR) aus Südkorea, der sich im Praxistest bereits selbstständig durch eine Wohnung bewegen kann. Und der Handy-Roboter als Repräsentant des Menschen am anderen Ende der Leitung wurde erst kürzlich in Japan demonstriert: Dabei absolvierte ein Blechkamerad vom Typ "TMSUK 04" stellvertretend für eine gebrechlichen Seniorin den Einkaufsbummel. Trotz dieser konkreten Vorbilder sprechen die Nokia-Entwickler auffallend zurückhaltend über konkrete Ziele ihres Experiments. Aber das wird verständlich, wenn man die mühsame Geschichte der Video-Telefonie betrachtet.

#
Fotoshow: "Jeppe", der Handy-Roboter von Nokia

Schlechte Erfahrungen mit Video-Telefonie

Mit dieser hat die Telekom-Branche nämlich schon schlechte Erfahrungen gesammelt, als die Deutsche Telekom noch Post hieß. Ursache war und ist schlicht und ergreifend die ablehnende Haltung der allermeisten Nutzer, die sich beim Telefonieren nicht beobachten lassen wollen. Erst seit dem Boom von Skype und ähnlichen Diensten erfährt das Konzept wenigstens ein wenig Akzeptanz. Das "Paradigma PC + Webcam" ist so betrachtet schon ein gewaltiger Fortschritt bei der Etablierung des Video-Telefonierens.



#

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video



Anzeige
shopping-portal