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Sicherheitslücke bei S40-Handys

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Sicherheitslücke bei S40-Handys

19.08.2008, 12:28 Uhr

Auch von der Sicherheitslücke betroffen: Das Nokia 6230 (Foto: Nokia)Auch von der Sicherheitslücke betroffen: Das Nokia 6230 (Foto: Nokia)Sicherheitslücken bei Handys waren bisher kein großes Thema - von konkreten Bedrohungen ganz zu schweigen. Allenfalls durch ungenügend gesicherte Bluetooth-Schnittstellen gelang es bösen Buben gelegentlich, Daten von Handys und Smartphones zu stibitzen. Doch die Lecks, die der polnische Programmierer Adam Gowdiak beim Betriebssystem Symbian S40 gefunden hat, haben offenbar ein anderes Kaliber. Denn wer über die Lücken Bescheid weiß, der benötigt lediglich die Telefonnummer eines betroffenen Handys. Dadurch kann er eine Schadsoftware auf das Gerät übertragen und die Kontrolle übernehmen. Vom Abhören über Anrufe bis hin zu Massen-SMS ist dann alles möglich - ohne, dass der Besitzer etwas merkt. "Mehrere hundert Millionen" seien betroffen, meldete die Computerwoche am letzten Dienstag. Der betroffene Hersteller Nokia dagegen spielt das Problem herunter.

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Späte Reaktion auf Sicherheitslücke


Logo der Java-Software. (Foto: Sun)Logo der Java-Software. (Foto: Sun)Denn die Sicherheitslücke ist offenbar so kompliziert, dass man schon einiges an Fachwissen benötigt, um sie auszunutzen. Adam Gowdiak jedenfalls verlangt stolze 20.000 Euro für den Download eines detaillierten Reports. Mit dem Geld will er seine frisch gegründete Firma unterstützen. Möglicherweise liegt es an dieser Geldforderung, dass nach der Bekanntgabe in der letzten Woche zunächst weder Nokia noch Sun - deren Java-Software für die Sicherheitslücke verantwortlich ist - eine Reaktion zeigten. Es ist aber auch gut möglich, dass die Unternehmen das Problem lieber aussitzen wollten. Schließlich hat diese Taktik vor vier Jahren hervorragend funktioniert, als gravierende Sicherheitslücken beim Bluetooth-Protokoll entdeckt wurden. Sowohl die Sicherheitslücken als auch die betroffenen Geräte sind seitdem immer noch im Umlauf.

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Kein Grund zur Panik


Beim den jetzt verkündeten Lecks zeigen die Verantwortlichen jedoch mehr Problembewusstsein. Nokia hat die Lücke nun offiziell bestätigt, spielt das Problem aber herunter. Immerhin hat der Hersteller versprochen, an der Lösung des Problems zu arbeiten. Das Softwareunternehmen Sun hat angekündigt, binnen zwei Monaten ein entsprechendes Software-Update anzubieten. Gut möglich, dass es an der Schwere der Lücke liegt, die den Software-Hersteller zu diesem Schritt bewogen hat. Denn den betroffenen Handy-Besitzern drohen drastische Schäden. Panikmache ist dennoch nicht angebracht. Zum einen sind - anders als zunächst verlautet - wohl doch nur Nokia-Handys betroffen. Darunter vor allem Modelle au dem Jahr 2004. Zum anderen bedarf es sehr viel Expertenwissen, um die Lücken auszunutzen. Bleibt also zu hoffen, dass die Hacker länger brauchen, um das Leck zu finden als Sun, um einen Patch zu entwickeln. Damit ist die Gefahr freilich noch nicht aus der Welt. Denn die betroffenen Handy-Besitzer müssen das Update auch installieren. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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