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Nordkorea: Handy-Nutzung soll wieder erlaubt werden

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Nordkorea erlaubt Handy-Nutzung

30.09.2008, 14:50 Uhr

Nordkoreas Diktator Kim Yong-Il. (Foto: dpa)Nordkoreas Diktator Kim Yong-Il. (Foto: dpa)Die Grenze zwischen Süd- und Nordkorea ist nicht nur eine zwischen zwei Ländern, sondern zwischen zwei Welten. Der Süden gilt neben Japan als eines der Handy begeistertsten Länder weltweit. In Nordkorea dagegen steht der unerlaubte Besitz eines Mobiltelefons unter Todesstrafe. Noch. Denn wenn ein Bericht der "Korea Times" zutrifft, baut der Norden derzeit an einem Handynetz, das für alle Bürger zugänglich sein soll. Bis in drei Monaten sollen alle Bewohner der Hauptstadt Pjöngjang im neu errichteten UMTS-Netz telefonieren können. Die restliche Bevölkerung soll bald darauf folgen. Zwar hat auch Nordkorea schon jetzt ein GSM-Netz. Es wurde vor sechs Jahren aufgebaut. Allerdings ließ das Regime um Diktator Kim Yong-Il schon zwei Jahre nach der Inbetriebnahme alle Mobiltelefone wieder einsammeln.
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Strenge Kontrolle des Handynetzes

Der offizielle Grund war damals ein Anschlag auf einen Zug, bei dem die Bomben angeblich mit Handys gezündet wurden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass das Verbot dadurch zustande kam, dass Informationen über die Explosion per Handy ins Ausland gelangten. Der größte Teil der 20.000 - 30.000 Handybesitzer musste jedenfalls 2004 sein Gerät wieder abgeben. Altgediente Parteikader und Mitglieder des Regimes sowie Diplomaten durften das Mobilfunknetz natürlich weiterhin nutzen. Genauso selbstverständlich in dem hermetisch abgeschotteten Land ist es auch, dass das neue Handynetz einer strengen Kontrolle unterworfen wird. So führt die Regierung in Pjöngjang schon jetzt Gespräche mit China, die sich um gemeinsam genutzte Frequenzen in Grenzgebieten drehen. Ob die neu gewonnene Freiheit der meist bettelarmen Bevölkerung in Nordkorea nutzt, darf daher bezweifelt werden.
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