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Armbanduhr-Handys: Aus Dick Tracys Telefon-Uhr wird doch noch was

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Armbanduhr-Handys: Aus Dick Tracys Telefon-Uhr wird doch noch was

06.01.2009, 12:57 Uhr | Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler , Spiegel Online

LG GD910 (Foto: akihabaranews.com)LG GD910 (Foto: akihabaranews.com)Der Schrumpf-Trend für alles Elektronische ist in den vergangenen Jahren fast zum Erliegen gekommen. Nach dieser Pause wird jetzt aber wieder mehr Wert auf Miniaturisierung gelegt. Sogar Armbanduhr-Handys sollen eine zweite Chance bekommen.

Fotoshow: Das LG GD910 in Bildern

Handy-Ratgeber:
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LG GD910 (Foto: akihabaranews.com)LG GD910 (Foto: akihabaranews.com)Zur Folklore der Consumer Electronics Show in Las Vegas, die traditionell das Gadget-Jahr eröffnet, gehört auch, dass schon im Vorfeld der Messe die Gerüchteküche heftig brodelt. Dieses Jahr wird dabei unter anderem ein Handy von LG Electronics als potentieller Star der Produktschau gehandelt: Das Modell mit dem sperrigen Namen GD910 kommt im Armbanduhrformat, soll aber im Funktionsumfang Smartphones mit Normalmaßen um nichts nachstehen.

Zwar hat der koreanische Hersteller das GD910 noch nicht offiziell vorgestellt, aber die Basisdaten und vor allem Fotos des Armbanduhr-Handys durchsickern lassen. Demnach verfügt das Gadget über ein 1,43 Zoll kleinen Farb-Touchscreen, MP3-Player, Digicam und Spracherkennungsfunktionen. Aber richtig punkten soll das GD910 vor allem durch die Unterstützung von schnellen Datendiensten (HSDPA) für Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 7,2 MBit/s. Damit soll unter anderem Videotelefonie am Handgelenk möglich werden.

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Fotoshow: Skurrile Handys

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Totgesagte Idee

Glaubt man den einschlägigen, üblicherweise gut informierten Technik-Blogs, wird LGs Hightech-Armbanduhr noch in der ersten Jahreshälfte in Europa und Asien auf den Markt kommen. Bemerkenswert ist daran, dass sich einer der etablierten, großen Handy-Hersteller dem Konzept des Armbanduhr-Telefons zuwendet. Denn die Idee des Handys am Handgelenk ist natürlich alles andere als neu - man denke nur an den Comic-Detektiv Dick Tracy. Aber sie wollte sich bislang partout nicht durchsetzen, in erster Linie weil das Format für die praktikable Bedienung der Handy-Funktionen schlicht zu klein ist.

Trotz des grundsätzlichen Dimensions-Problems haben sich in den vergangenen Jahren kleinere Hersteller wie Phenom aber auch zahllose No-Name-Fabrikanten immer wieder des Formats angenommen, allerdings mit mäßigem Erfolg. Vergangenes Jahr konnte beispielsweise die australische Firma SMS Technology mit ihrem Modell M500, dem "kleinsten echten Armband-Handy", einige Aufmerksamkeit generieren, aber diese war schnell wieder verpufft. Und so galten Handys fürs Handgelenk zuletzt sogar in Nerd-Kreisen als unausgegorene Spielerei.

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Schrumpfpause

LGs Hoffnung, mit dem Modell GD910 das totgesagte Konzept noch einmal zu reanimieren, ist allerdings nicht völlig aus der Luft der gegriffen. Zum einen wendet sich die Branche wieder verstärkt der Miniaturisierung zu, nachdem das Thema eigentlich ausgereizt schien. Kleiner als das Modell N910, das NEC bereits 2004 vorstellte, können die Telefone nämlich eigentlich nicht mehr werden. Und das Winz-Klapp-Telefon wurde mit Maßen von rund 5 mal 6 Zentimetern eher schon als unpraktikabel klein empfunden.

Aber das Miniaturisierungs-Rennen hat wohl nur eine Pause eingelegt, jedenfalls wenn es nach Herstellern geht. Besonders kompakte Designs scheinen derzeit auf jeden Fall wieder gefragter zu sein, wie etwa die Gerüchte um ein "iPhone nano" zeigen. Aber auch Sony Ericsson setzt mit seinem neuen Walkman-Telefon "Xmini" wieder auf offensive Schrumpfmaße. Dabei hat sich das grundsätzliche Problem der Bedienung auf kleinstem Raum natürlich nichts geändert.

Trotzdem stehen die Chancen für Miniatur-Handys heute wieder etwas besser. Zum einen ermöglichen zahlreiche technische Fortschritte wie Touchscreens heute Winzformate ohne Abstriche in der Funktionalität. Aber vor allem steigen mit neuen oder inzwischen ausgereiften Interface-Konzepten auch wieder die Chancen auf eine vernünftige Bedienbarkeit von Kleinstgeräten. So wird der Erfolg von LGs Armbanduhr-Handy entscheidend davon abhängen, wie praktikabel die Spracherkennung tatsächlich ist und wie die Eingabe auf dem Zwerg-Touchscreen gelöst wurde.

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Fotoshow: Das LG GD910 in Bildern

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