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Das Plektrum des Schicksals

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Das Plektrum des Schicksals

19.01.2009, 14:25 Uhr | Matthias Kremp , Spiegel Online

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Pfiffige Idee: Statt mit einem Stift kommt das 5800 mit einem Plektrum. (Foto: Nokia)Pfiffige Idee: Statt mit einem Stift kommt das 5800 mit einem Plektrum. (Foto: Nokia)Richtig knifflig wird es aber, als ich versuche, aus einer langen Kontaktliste einen mit "B" beginnenden Eintrag herauszupicken. Bei meiner mit rund 350 Einträgen gefüllten Adressliste komme ich bei Einträgen im mittleren Bereich der Liste noch gut klar. An den beiden Enden der Liste aber wird es schwierig, sich per Fingerzeig zurechtzufinden. Schon bei minimalen Bewegungen rauschen mir die Einträge viel zu schnell über den Bildschirm. Da den gesuchten Kontakt zu fassen zu kriegen, ist für mich Glückssache. Aber dem Glück lässt sich nachhelfen. Mit dem ins Gehäuse gesteckten Zeigestift beispielsweise. Der allerdings ist aus Plastik und so dünn, dass man bangen muss, ihn bei einer unbedachten Bewegung einfach abzubrechen. Besser klappt's mit dem mitgelieferten Mini-Plektrum. Das ist stabil und kann per Handschlaufe ans Handy gebunden werden. Ob man das farbige Anhängsel als modisch oder als störend empfindet, ist eine andere Frage.

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Fotoshow: Das Nokia 5800 XPress Music
Handy-Ratgeber:
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Asymmetrische Teilung

Keine Frage ist dagegen, dass der Touchscreen manchmal ziemlich träge reagiert. Während des Tests musste ich Symbole immer mal wieder mehrfach antippen, um die gewünschte Reaktion auszulösen. In der Kontaktliste hat man ohnehin keine andere Wahl. Dort müssen Einträge zuerst ausgewählt und dann noch einmal angetippt werden, um sie zu aktivieren. Richtig ulkig wird es aber, wenn man versucht, sich per Buchstabeneingabe an einen Namen heranzutasten. Dann erscheint ein virtuelles Tastenfeld auf dem Bildschirm, das Nokia zweiteilte, weil das gesamte Alphabet offenbar nicht in hinreichender Größe auf das Display passte. Originell: Die Teilung ist asymmetrisch. Der erste Teil der Tastatur umfasst die Buchstaben A bis P, der zweite nur noch Q bis Z.
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Fotoshow: Das Nokia 5800 XPress Music
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Dank Beschleunigungssensor kippt die Darstellung immer mit dem Handy. (Foto: Nokia)Dank Beschleunigungssensor kippt die Darstellung immer mit dem Handy. (Foto: Nokia)

Ganz schön eng

Freundlich kommt hier der Beschleunigungssensor des 5800 Xpressmusic zu Hilfe. Der sorgt dafür, dass sich der Bildschirminhalt ins Querformat dreht, wenn ich das Handy seitlich schwenke. Derart in den Panoramamodus gezwungen, passt dann auch das komplette Alphabet auf den Bildschirm. Allerdings auch hier nicht in der üblichen QWERTZ-Anordnung, sondern schlicht alphabetisch sortiert. Beim Schreiben von E-Mails und SMS bekomme ich dagegen eine Tastatur präsentiert, auf der die Buchstaben in der üblichen Schreibmaschinenanordnung sortiert sind. Diese Tastatur hat allerdings arg mit der Enge des Displays zu kämpfen. Zum einen sind die Buchstabenfelder relativ klein geraten. Das bereitet mir zu Beginn Schwierigkeiten. Mit der Zeit aber gewöhne ich mich daran, kann recht flott darauf tippen. Längere Texte allerdings mag ich damit nicht eingeben. Tastatur und Bedienelemente lassen nur Platz für ein kleines Textfensterchen. Gerade mal drei Zeilen Text mit je rund 30 Zeichen bekomme ich zu sehen.

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In Sachen Musik kann das 5800 seine Stärken ausspielen. (Foto: Nokia)In Sachen Musik kann das 5800 seine Stärken ausspielen. (Foto: Nokia)

Zu heiß gewaschen

Als Musikabspieler hingegen macht das Nokia richtig Spaß. Der Sound ist über Kopfhörer nicht übel, könnte etwas mehr Mitten vertragen. Mit guten In-Ohr-Kopfhörern wie den SE420 von Shure klingt Musik vom 5800 Xpressmusic richtig satt. Und auch als Filmabspieler liefert es eine ordentliche Vorstellung. Für Videos ist der Bildschirm gerade noch groß genug. Speicherplatzprobleme sind nicht zu befürchten. Das Nokia lässt sich von außen bequem mit microSD-Speicherkarten befüllen. Die gibt es mittlerweile mit Kapazitäten von bis zu 16 GB und sie sind sekundenschnell austauschbar. Mitgeliefert wird eine 8-GB-Karte. Richtig nervig sind die eingebauten Lautsprecher, denn die sind richtig gut - zumindest für ihre Größe. Nokias Werbebotschaft, die kleinen Plärren würde "brillanten Stereo-Surround-Sound in Hifi-Qualität" erzeugen, ist allerdings arg übertrieben. Trotzdem: Teenies dürfte der Sound vollkommen ausreichen, um das Gerät wie einen zu heiß gewaschenen Ghettoblaster zu benutzen - und ihre Umwelt mit ihrem Musikgeschmack zu missionieren.

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Der mitgelieferte Stift ist beim 5800 leider zur bequemen Bedienung nötig. (Foto: Nokia)Der mitgelieferte Stift ist beim 5800 leider zur bequemen Bedienung nötig. (Foto: Nokia)

Kein iPhone-Killer

Damit dürfte dann auch die Zielgruppe definiert sein: Jugendliche, die ein hippes Handy suchen, das cooler ist als Standardtelefone, unterwegs kurze Videoschnipsel vorführen und die aktuellen Lieblingssongs in die Ohren oder die Nachbarschaft dröhnen kann. Außerdem hat es ein paar schnuckelige Spiele an Bord, taugt zum Web-Surfen per HSDPA und dank GPS-Empfänger zeigt es mir auch den richtigen Weg nach Hause. Als Touchscreen-Handy aber macht es nur eine leidlich gute Figur. Im Vergleich zum iPhone oder dem gerade in Las Vegas vorgestellten Palm Pre ist die Bedienung per Fingerzeig schlicht zu schleppend, zu wenig flüssig und organisch. Aber Nokia hat ja noch ein zweites Eisen im Feuer. Schon in Kürze werden die Finnen mit dem N97 eine weitere Variante zum Thema Bildschirmbedienung nachlegen. Das allerdings wird eine noch fettere Ausstattung haben als das 5800 Xpressmusic, zusätzlich mit einer Aufschiebetastatur geliefert. Und vielleicht haben Nokias Ingenieure bis dahin ja auch das Touchscreen-Interface noch ein wenig überarbeitet.

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Die wichtigsten Daten

Nokia 5800 XPress Music

Allgemein
Marktstart:
Einführungspreis:
Kategorie:

 
Januar 2009
280 Euro
Multimedia

Display
Auflösung:
Farbtiefe:

 
360 x 630 Pixel
16,7 Mio. Farben

Abmessungen
Gewicht:
Maße:

 
109 g
111 x 51,7 x 15,5 mm

Akku
Gesprächsdauer:
Standby:

 
ca. 9 Stunden
ca. 17 Tage

Alle Daten im Überblick

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