Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone & Tablet PC >

Bundestag erschwert Handy-Ortung

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Bundestag erschwert Handy-Ortung

27.03.2009, 18:20 Uhr

Neue Regelungen für die Handy-Branche aus dem Bundestag. (Foto: ddp)Mit großer Mehrheit billigten die Abgeordneten am Donnerstagabend die Änderungen am Telekommunikationsgesetz. Nur die FDP stimmte gegen die Vorlage, Grüne und Linke enthielten sich. Neben einer neuen Obergrenze für 0180er-Nummern ist die wichtigste Neuerung, dass die Ortung von Handys durch Dritte in Zukunft deutlich erschwert wird. Außerdem schufen die Abgeordneten die Möglichkeit eines Namens-basierten Vermittlungsdienstes für Handys. Dadurch will man der Tatsache begegnen, dass die meisten Handy-Nummern nicht mehr in Telefonbüchern verzeichnet sind. Zudem sind mit dem neuen Gesetzentwurf Telefonanbieter dazu verpflichtet, Vermittlungsdienste für gehörlose und hörgeschädigte Endnutzer bereitzustellen.

#

#

#

Spionage in der Ehe wird schwieriger

Für eine Handy-Ortung durch Dritte muss der Besitzer des Handy künftig seine Einwilligung ausdrücklich, gesondert und schriftlich" erteilen. Bislang genügte dafür eine einfache SMS. Wenn eine Standortübermittlung an einen anderen Teilnehmer oder an Dritte jenseits des eigenen Diensteanbieters erfolgt, so muss dem Handy-Besitzer dies spätestens bei der fünften Ortung per SMS mitgeteilt werden. Damit soll verhindert werden, dass beispielsweise eifersüchtige Ehemänner ihre Frauen ausspionieren. Zusätzlich dürfte die Neuregelung vor allem Tracking-Diensten und so genannten Freundesuchservices das Leben schwer machen.

Spionage schwer gemacht. (Foto: imago)Spionage schwer gemacht. (Foto: imago)

Telefonbuch ade?

Der Namens-basierte Vermittlungsdienst, den die Abgeordneten per Gesetzentwurf möglich gemacht haben, könnte langfristig das gute alte Telefonbuch ersetzen. Das krankt nämlich daran, dass viele Menschen über keinen Festnetzanschluss mehr verfügen. Gleichzeitig lassen viele ihre Handynummer nicht ins Telefonbuch eintragen. Bei der Namens-basierten Vermittlung kann man einfach nach einem bestimmten Namen suchen. Der Betreffende wird vom Anbieter über den Kontaktwunsch informiert. Er erfährt dabei nur den Namen des Anrufers, jedoch nicht dessen Telefonnummer. Nur wenn der Gesuchte zustimmt, darf der Dienstleister das Gespräch vermitteln.

#

#

Vermittlungsdienst für Gehörlose

Zuletzt beschloss der Bundestag auch, dass Telefonanbieter künftig Vermittlungsdienste für gehörlose und hörgeschädigte Endnutzer bereitstellen müssen. Damit soll gewährleistet werden, dass auch diese Zugang zu öffentlichen Telefondiensten erhalten. Die Kosten für diese Services sollen von denjenigen Anbietern übernommen werden, die von sich aus keine bedarfsgerechten Vermittlungsdienste anbieten.

#

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video



Anzeige
shopping-portal