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München: Millionbetrug mit falschen Flirt-SMS

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Millionenbetrug mit Flirt-SMS

14.04.2009, 15:22 Uhr | dpa

Nicht immer kommen Flirt-SMS auch von richtigen Chat-Partnern. (Foto: imago)Nicht immer kommen Flirt-SMS auch von richtigen Chat-Partnern. (Foto: imago) Gabi1983, Sabse20 oder PinkBarbie - SMS-Chats sollen der meist männlichen Kundschaft einfachen Kontakt zu Frauen in der näheren Umgebung vermitteln. Doch nicht immer entsprechen die Benutzernamen den Personen, die die Nachrichten verfassen. In einem solchen Fall hat die Münchner Staatsanwaltschaft jetzt Räume des Fernsehsenders RTL II sowie anderer Unternehmen durchsucht. Es geht um den Verdacht auf betrügerische SMS-Flirtangebote im großen Stil, bestätigte Oberstaatsanwalt Anton Winkler einen Bericht des Branchendienstes "Kontakter". "Es besteht der Verdacht, dass diese Flirtangebote letztlich nur dazu dienten, die Kontaktsuchenden zu möglichst vielen SMS-Sendungen zu veranlassen", sagte Winkler am Montag.

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Ex-Mitarbeiter von RTL II festgenommen

Über RTL II seien die Flirtangebote beworben worden. Es sei aber unklar, ob der Sender selbst oder Mitarbeiter involviert gewesen seien. Zwei Männer, unter ihnen ein Ex-Mitarbeiter von RTL II, seien nach der Aktion vor eineinhalb Wochen festgenommen worden.

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Der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler. (Foto: imago)Der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler. (Foto: imago)

Keine Ermittlungen gegen Fernsehsender selbst

RTL II bestätigte die Durchsuchung vom 2. April. "Das Ermittlungsverfahren richtet sich nicht gegen das Unternehmen RTL II", erklärte ein Sprecher jedoch. "Soweit einzelne Mitarbeiter des Unternehmens betroffen sein sollten, kann RTL II aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und der damit zusammenhängenden Unschuldsvermutung keine weiteren Erklärungen abgeben. Die weitere Zusammenarbeit mit Vertragspartnern in dem betroffenen Bereich wird derzeit juristisch geprüft." RTL II kooperiere voll umfänglich mit der Staatsanwaltschaft.

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Operatoren statt echter Chatpartner

Laut Winkler kostete bei dem Flirtangebot jede SMS, die ein Interessent sendete, 1,99 Euro. Die Antworten seien jedoch nicht von wirklichen potenziellen Partnern gekommen, sondern von sogenannten Operatoren, die gar kein Interesse hatten und telefonischen Kontakt oder Treffen unter verschiedenen Begründungen ablehnten. "Es gibt Geschädigte, die haben mehrere tausend SMS im Rahmen eines Kontakts versandt", sagte Winkler.

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Schaden geht in die Millionen

Allein 2005 und 2006 hätten etwa 14.000 Suchende rund eine halbe Million SMS verschickt, damit gehe es um rund eine Million Euro Schaden. Was für die Folgejahre noch hinzukomme, sei unklar. Die Ermittler gingen aber davon aus, dass der Schaden noch höher ist. Die Ermittler waren durch eine Anzeige auf die Spur gekommen. Durchsucht wurden neben den Räumen des Senders auch Räume der Operatoren- Unternehmen.

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