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Handy: So schützen Sie sich vor Horror-Rechnungen

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So schützen Sie sich vor Horror-Rechnungen

20.04.2009, 15:20 Uhr

Was tun gegen Horror-Rechnungen? (Foto: imago)Was tun gegen Horror-Rechnungen? (Foto: imago)46.000 Euro - so teuer kann es sein, in Frankreich ins Internet zu gehen. Ein Brummi-Fahrer hatte sich auf seine Datenflatrate bei einem deutschen Provider verlassen. Doch die gilt nicht im Ausland. Zu allem Übel schlagen die Mobilfunkanbieter beim so genannten Datenroaming – also der Übertragung von Daten über Ländergrenzen hinweg – besonders kräftig zu. Und so zahlte der begeisterte Internetnutzer stolze 60 Euro pro Minute – und das 13 Stunden am Stück. Immerhin hat der Anbieter aus Kulanz seine Forderung um 13.000 Euro reduziert. Ein schwacher Trost für den geschröpften Kunden. Doch die gigantische Rechnung aus Frankreich ist bei weitem kein Einzelfall. Wir verraten Ihnen daher, wie Sie sich vor unangenehmen Überraschungen schützen können.

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Vorsicht beim Surfen im Ausland! (Foto: imago)Vorsicht beim Surfen im Ausland! (Foto: imago)

1. Vorsicht im Ausland

Hier lauern die größten Kostenfallen. Wenn Sie Ihr Handy im Urlaub oder auf einer Geschäftsreise nutzen wollen, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Kosten informieren. Die können nämlich je nach Tarif, Anbieter und Reiseziel stark variieren. So sind die Preise für Telefonate und SMS innerhalb der EU gesetzlich begrenzt. Außerhalb der EU jedoch kassieren die Anbieter dafür gerne richtig ab. So kann ein Telefonat aus der Schweiz genauso teuer sein wie ein Gespräch aus den USA. Bei der Übertragung von Daten gibt es zwar auch Höchstgrenzen. Doch diese sind seit Jahren unverändert – erst in diesem Sommer soll eine neue Richtlinie der EU-Kommission in Kraft treten (wir berichteten). Bis dahin ist beim mobilen Surfen im europäischen Ausland noch Vorsicht angebracht. Eventuell lohnt sich hier die Anschaffung einer Prepaid-Karte im Urlaubsland. Mehr Informationen über das Telefonieren im Ausland erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Thema „Roaming“.

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2. Kennen Sie Ihr Handy

Eine weitere Kostenfalle sind unbeabsichtigte Downloads. Dank UMTS und HSDPA landen die Daten immer schneller auf unseren Handys. Nicht jedem Nutzer ist dabei klar, welche Kosten für ihn dabei entstehen. Etwa dass er beim Download eines Films oder Musikstücks neben den eigentlichen Kosten für das Produkt auch die Übertragung der Daten bezahlen muss. Zudem ist nicht immer klar, für welche Dienste Daten übertragen werden. So verwenden viele Handys für die Navigation neben einem GPS-Empfänger auch eine Peilung über Mobilfunk. Dafür müssen Daten ausgetauscht werden. Zusätzlich laden manche Programme auch Kartenmaterial aus dem Internet nach. Wer sich per Handy quer durch Deutschland navigieren lässt, kann so böse Überraschungen erleben. Vor allem bei Navigationssoftware lohnt es sich daher, vor der Nutzung einen Blick in die Gebrauchsanweisung zu werden.

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3. Kennen Sie Ihren Vertrag

Eine böse Überraschung erlebte im letzten Jahr ein Mann aus Hamburg. Der begeisterte Mobilfunknutzer hatte den Werbeslogan "nahezu unbegrenzt surfen" seines Providers sehr wörtlich genommen. Doch die vermeintliche Datenflatrate beinhaltete nur die Übertragung von 5 GB. Jedes weitere MB schlug mit 50 Cent zu Buche. Die Folge war eine Handyrechnung über 16.693 Euro. Bevor Sie sich also in mobile Surfvergnügen stürzen sollten Sie sich daher auch über das klein Gedruckte in Ihrem Vertrag informieren.

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Wenns passiert ist: Kontakt mit dem Provider aufnehmen! (Foto: imago)Wenns passiert ist: Kontakt mit dem Provider aufnehmen! (Foto: imago)

4. Was tun, wenn es passiert ist?

Wenn Sie mit einer überhöhten Handyrechnung konfrontiert werden sollten Sie zunächst ermitteln, wie diese Kosten zustande gekommen sind. Möglicherweise liegt ja ein Fehler von Seiten Ihres Anbieters vor. In einem solchen Fall können Sie einfach reklamieren. Wer in Grenznähe wohnt, kann zudem Probleme damit haben, dass das Handy sich eher im Ausland als beim eigenen Anbieter einwählt. Leider entsteht dadurch nicht automatisch ein Anspruch auf eine Rückerstattung. In einem solchen Fall sollten Sie bei Ihrem Handy die "manuelle Netzsuche" aktivieren. Wenn die überhöhte Rechnung zu Recht besteht, können Sie sich trotzdem mit Ihrem Provider in Verbindung setzen. Diese kommen dem Verbraucher in einem solchen Fall oft entgegen und reduzieren die geforderte Summe. Ein Rechtsanspruch darauf besteht freilich nicht.

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