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USA: Militär setzt in Afghanistan aufs iPhone

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US-Militär setzt in Afghanistan aufs iPhone

20.04.2009, 17:51 Uhr

Bald mit iPhone und iPod Touch unterwegs: US-Soldaten. (Foto: dpa)Bald mit iPhone und iPod Touch unterwegs: US-Soldaten. (Foto: dpa)Mit Waffengewalt allein kann man in Afghanistan keinen Konflikt gewinnen. Diese Erkenntnis haben schon einige fremde Mächte aus dem Land am Hindukusch mit nach Hause genommen. Auch dem US-Militär scheint in dieser Hinsicht so langsam ein Licht aufzugehen. Dennoch ist das neueste Instrument der Army im Kampf gegen den Terrorismus eine gewisse Überraschung. Die Militärs orderten offenbar größere Mengen von iPod Touchs und iPhones. Dies berichtet das amerikanische Nachrichtenmagazin "Newsweek". Die genauen Stückzahlen sind dabei Geheimsache. Umso lauter preist das Militär die Vorzüge des Apple-Handys.

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Billiger als Army-Ausrüstung

So ist das iPhone mit 600 - 700 US-Dollar und der iPod Touch mit 230 US-Dollar im Anschaffungspreis günstiger als speziell für die Armee entwickelte Geräte. Das verwundert nicht weiter, schließlich bekommt die US-Armee von Subunternehmern schon mal 435 Dollar für einen Hammer oder 640 Dollar für einen Toilettensitz in Rechnung gestellt. Trotz des günstigen Preises genügen die Handys offenbar den militärischen Anforderungen, was etwa die Resistenz gegen Umwelteinflüsse betrifft. Vorraussetzung dafür ist aber eine entsprechende Schutzhülle. Zudem hebt das US-Militär hervor, dass die Kommunikation des iPhone bislang noch nicht gehackt worden ist. Damit bietet es eine gewisse Abhörsicherheit. Einen weiteren Vorteil sieht das US-Militär darin, dass viele Soldaten bereits Erfahrung im Umgang mit dem Apple-Handy haben.

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Funktionen satt - auch für Militärs: Das iPhone. (Foto: imago)Funktionen satt - auch für Militärs: Das iPhone. (Foto: imago)

"Haben Sie diesen Mann gesehen?"

Spannender als die Frage nach dem "Warum" ist allerdings, "Wie" die US-Armee iPhone und iPod Touch einsetzen will. Hier kommt vor allem das große Display und die Kamera zum Einsatz. Die Geräte werden u.a. als Übersetzer dienen, um die Kommunikation mit Zivilisten zu erleichtern. Dabei sollen auf den Handys beispielsweise Videos von lokalen Stammesführern gespeichert werden. In diesen Botschaften wird die Bevölkerung zur Zusammenarbeit mit den US-Soldaten ermuntern. Genauso ist es aber auch denkbar, Bilder von gesuchten Verdächtigen zu speichern, um sie der Bevölkerung zu zeigen. Doch auch für kriegerische Zwecke lässt sich das Apple-Handy einsetzen: Schon jetzt verwenden Scharfschützen im Irak und in Afghanistan ein Programm namens "BulletFlight", um die Flugbahn ihrer Geschosse zu berechnen.

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Neue Funktionen in Zukunft

Zusätzlich zu diesen Funktionen entwickeln Drittanbieter Software für die US-Armee, die die Möglichkeiten des iPhones noch weiter ausbauen. So wäre es etwa denkbar, Luftbilder von Drohnen auf das Handy zu übertragen. Auch Konferenzen mit Agenten oder Spezialisten in der Heimat sollen möglich werden. Ein Programm, das bereits jetzt angekündigt ist, soll dazu dienen, lokale Informationen zu speichern und abzurufen. Dadurch können Soldaten etwa erfahren, wie die Trinkwasserqualität in einem Dorf ist oder ob eine bestimmte Straße sicher ist. Eine große Veränderung könnte auch eine Software namens "Vcommunicator" bringen. Die soll gesprochene Sätze übersetzen können und zeigt den Soldaten sogar wichtige Gesten an. Fingerzeig statt Waffengewalt sozusagen. Auf diese Art und Weise könnte das iPhone tatsächlich ein wenig zum Frieden am Hindukusch beitragen. Ein Apple-Produkt als Friedensstifter - die Marketingabteilung in Cupertino dürfte sich schon jetzt die Hände reiben.

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