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24.000 SMS pro Monat: US-Kids simsen sich krank

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24.000 SMS pro Monat: US-Kids simsen sich krank

17.06.2009, 14:58 Uhr

Bis zu 24.000 SMS pro Monat verschicken manche US-Kids  (Foto: imago)Bis zu 24.000 SMS pro Monat verschicken manche US-Kids (Foto: imago)Angstzustände, Sehnenscheidenentzündungen, Schlafentzug - Teenager in den USA bereiten Ärzten und Psychologen Kopfzerbrechen. Seit Mobilfunkanbieter wie AT&TMobility oder Verizon Wireless Flatrates für Kurznachrichten eingeführt haben, sind die Kids fast nicht mehr zu bremsen. Durchschnittlich 2.272 SMS pro Monat, das entspricht etwa 80 pro Tag, verfassten die Jugendlichen laut Nielsen Company im letzten Quartal 2008. Das ist etwa doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Die 13-jährige Reina Hardesty kam nach Angaben ihres Vaters, einem Journalisten, auf 24.000 Nachrichten pro Monat. Geübte Schreiben schaffen es sogar, SMS blind hinter ihrem Rücken zu verfassen. Die Folgen lassen sich schon jetzt beobachten: Die Aufmerksamkeit in der Schule nimmt ab, die Noten verschlechtern sich.

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Behinderung bei der Entwicklung

Zwar ist die Entwicklung noch zu jung, um genaueres sagen zu können. Doch Experten schlagen schon jetzt Alarm. "Das Wichtigste an der Pubertät ist es, sich von den Eltern abzunabeln und in Ruhe und Frieden zu entscheiden, welche Person man werden will" wird Sherry Turkle, eine Psychologin des Massachusetts Institute of Technology in der "New York Times" zu diesem Thema zitiert. Turkle weiter: "SMS Schreiben behindert genau diese beiden Aufgaben". Die Psychologin berichtet von Jugendlichen, die ihrer Mutter 15 SMS täglich schicken, teilweise mit trivialen Fragen wie "soll ich lieber die roten oder die blauen Schuhe kaufen?".
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Nicht gut für die Entwicklung: Extremes Simsen. (Foto: imago)Nicht gut für die Entwicklung: Extremes Simsen. (Foto: imago)

Simsen rund um die Uhr

Einen verheerenden Effekt auf die schulischen Leistungen hat auch die Aufmerksamkeit, die ein Handy ständig abverlangt. "Wenn etwas in deiner Nähe alle paar Minuten vibriert, macht es das sehr schwer, bei der Sache zu bleiben", so Turkle. In anonymen Umfragen zeigt sich, dass die meisten Schüler trotz Verbot auch im Unterricht SMS schreiben. Nicht wenige leiden unter Schlafstörungen, weil sie nachts auf eingehende SMS warten. Das liegt vor allem daran, dass Jugendliche ein "großes Interesse daran haben, zu wissen, was in ihrer Gruppe so vor sich geht, gepaart mit der Angst, etwas zu verpassen", so der Psychotherapeut Michael Hausauer in der "New York Times".

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Gefahr für den Daumen

Auch körperlich hinterlässt das eifrige Simsen seine Spuren. Manche Jugendliche schreiben auf dem Handy so schnell wie auf einer Computertastatur - auf Dauer eine Folter für den Daumen. Peter W. Johnson, ein Professor von der University of Washington meint dazu in der "New York Times": "Basierend auf unseren Erfahrungen mit Computernutzern wissen wir, dass der intensive und wiederholte Gebrauch der oberen Extremitäten zu Skelettmuskelkrankheit führen kann. Wir haben daher durchaus Grund zur Sorge, dass zu viel SMS Schreiben zu temporären oder dauerhaften Schäden am Daumen führen kann".

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Eltern sind gefordert

Von den US-Providern ist bislang noch keine Reaktion auf die Auswirkungen ihrer Flatrates bekannt. Bei der SMS-wütigen Reina Hardesty schritten letzten Endes die Eltern ein - und beschlagnahmten das Handy. Die Folge: Ihre Noten verbesserten sich, mittlerweile hat sie das Handy zurück. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Die Anzahl der SMS pro Monat ist auf 5.000 beschränkt.

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