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10 Jahre WAP: Das mobile Internet wird erst jetzt richtig nutzbar

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10 Jahre WAP: Das mobile Internet wird erst jetzt richtig nutzbar

10.06.2009, 20:20 Uhr | Markus Göbel , AreaMobile

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Das Nokia 7110 war das erste WAP-fähige Handy auf dem deutschen Markt. (Foto: imago)Das Nokia 7110 war das erste WAP-fähige Handy auf dem deutschen Markt. (Foto: imago) Für Handybesitzer, die schon lang im mobilen Internet unterwegs sind, gibt es einen kleinen Grund zum Feiern: Genau zehn Jahre ist es her, dass die ersten Internet-Handys auf den Markt kamen. Sie waren in der Lage, mobile Internetseiten mit Hilfe des Wireless Application Protocol (WAP) auf ihrem Display darzustellen.

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"Wo sind die Telefone?"

Das Nokia 7110 war das erste WAP-Handy weltweit. Es zeichnete sich durch sein großes schwarz/weiß-Display aus und durch eine Klappe, die zum Schutz der Tastatur gedacht war. Nokia stellte es erstmals auf der CeBIT 1999 vor, dann war plötzlich Ruhe. Der Hersteller konnte das Handy lang nicht in die Läden bringen, weil es in der Produktion hakte. Die neue Technik wurde schnell zum Ziel des Gespötts. WAP hieß angeblich nicht "Wireless Application Protocol", so witzelte man damals, sondern "Where are the phones?" (Wo sind die Telefone?).

Das revolutionäre Matrix-Handy

Der Internet-Zugang war mit dem Nokia 7110 nur über GSM möglich, die Daten dümpelten mit 9,6 Kilobit pro Sekunde durchs Netz und abgerechnet wurde pro Minute. Weil das Telefon zeitgleich mit dem Kinofilm Matrix erschien und einen dort gezeigten Sprungmechanismus hat, wurde es manchmal auch Matrix-Handy genannt. Nokia war schon immer ein Meister des Product Placement in Kinofilmen. 2002 folgten die ersten Geräte mit Farbdisplays, wie das Ericsson T68. Mit seiner Ansteckkamera konnte das Handy schon Fotos machen und als MMS versenden.

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Die WAP-Gründerzeit

2003 präsentierte Vodafone das Sharp GX10 mit integrierter Kamera und einem direkten Zugriff auf das Vodafone live!-Portal. Das war die Zeit, als alle Netzbetreiber eigene Internet-Angebote aufbauten und ihre Kunden möglichst lang darauf festhalten wollten, ohne dass sie ins Internet außerhalb der Betreiber-Portale gehen und ihr Geld auf anderen Websites ausgeben. "Walled garden" (eingemauerter Garten) hieß diese Strategie, doch wirklich erfolgreich war sie nie.

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Live-Stream mit Standbildern

Die Handys arbeiteten damals mit GPRS, dem General Paket Radio Service, der eine Übertragungsrate von 57,6 Kilobit pro Sekunde erreicht. Damit war es erstmalig möglich, Bilder oder Töne mobil zu übertragen. Selbst fernsehen sollten die Leute auf ihren Handys, doch der sogenannte "Live-Videostream" des Nachrichtensenders n-tv, den Vodafone damals kostenlos anbot, bestand größtenteils aus Standbildern.

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UMTS bringt die (Geschwindigkeits-)Wende

2004 ging das mobile Internet dann mit UMTS auf die Überholspur. Jetzt war es möglich mit 384 kilobit pro Sekunde Daten mobil zu übertragen. Eines der ersten UMTS-Handys in Deutschland von Vodafone war das Samsung Z100. Mit ihm konnte man in akzeptabler Geschwindigkeit durchs Internet surfen und Musikstücke oder Klingeltöne schnell herunterladen.

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Der lange Weg zum modernen Smartphone

Heute sind Smartphones wie HTC Magic, Nokia N97, Palm Pre, Toshiba TG01 oder das iPhone 3GS der aktuelle Stand der Technik. Wenn man sie mit den WAP-Handys von einst vergleicht, dann kann man schon äußerlich feststellen, was diese zehn Jahre der technischen Weiterentwicklung bedeuten. Und mancher Nutzer wird noch einmal sauer, denn das "Internet im Handy" hatten uns die Netzbetreiber schon 1999 versprochen, obwohl es sich damals noch gar nicht richtig nutzen ließ. WAP-Seiten, I-Mode und Walled Garden waren nicht das wahre Internet, sondern nur eine Karikatur davon.

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Endlich "richtiges" Web auf dem Handy?

Moderne Smartphones besitzen eine Kamera für Fotografie und Video. Ihr satter Sound ersetzt oft den MP3-Player und mit GPS kann man sich an jedem Ort der Welt schnell orientieren. Hohe Bandbreiten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde sorgen für einen schnellen Mobilzugriff auf das Internet. Dabei spielt es endlich keine Rolle mehr, ob es sich um Anwendungen für die Unterhaltung, die Organisation des Alltags oder die Kommunikation mit Freunden handelt. Auch Facebook, Youtube oder Twitter lassen sich in der Originalversion wie auf dem PC benutzen.

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