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ADAC testet Handy-Navigationssysteme

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ADAC testet Handy-Navis

18.06.2009, 09:54 Uhr

Wie gut sind Navi-Handys? (Foto: imago)Wie gut sind Navi-Handys? (Foto: imago) Handy und Auto - das passt schon rein rechtlich nicht so recht zusammen. Schließlich ist schon das bloße In-die-Hand-Nehmen ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (wir berichteten). Doch mit einer Halterung und der Installation der richtigen Software wird aus einem Handy im Nu ein voll funktionsfähiges Navigationsgerät. Das versprechen zumindest die Anbieter solcher Programme. Der ADAC hat jetzt sieben Handys und sieben Navigationsprogramme getestet. Dabei beurteilten die Experten Installation und Betrieb, Handhabung, Routenberechnung, Navigation, Verkehrsmeldung sowie die Ablenkung vom Straßenverkehr.

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Letzter im Test: Das Nokia 6210. (Foto: ADAC)Letzter im Test: Das Nokia 6210. (Foto: ADAC)

Ohrfeige für Nokia

Das Ergebnis fällt wenig erfreulich für Hersteller und Anbieter entsprechender Programme aus. Kauf, Download und Installation der Programme seien laut ADAC viel zu kompliziert für Menschen, die sich mit Mobiltelefonen nicht gut auskennen. Lediglich die Produkte von TomTom, McGuider und NavGear überzeugten die Tester. Am schlechtesten schnitt in dieser Kategorie ausgerechnet das Nokia 6210 mit Nokia Maps 2.0 ab - eine echte Ohrfeige für den Branchenprimus.
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Zweiter Platz im Test: Das Simvalley XP-65. (Foto: ADAC)Zweiter Platz im Test: Das Simvalley XP-65. (Foto: ADAC)

Zusatzkosten für Datenübertragung

Der nächste Kritikpunkt des ADAC sind die zusätzlichen Kosten, die mit dem Betrieb eines solchen Gerätes verbunden sind. Um bei Staumeldungen ständig auf dem neuesten Stand zu sein, rufen viele Programme Verkehrsinformationen aus dem Internet ab. Wer über keine Datenflatrate verfügt, bei dem schlägt sich dieser gut gemeinte Service dann auf der Rechnung nieder. Herkömmliche Navigationsgeräte beziehen ihre Verkehrsinformationen dagegen über den so genannten "Traffic Message Channel" (TMC). Der wird von Radiosendern kostenlos in das Navigationssystem eingespeist. Vor allem Vielreisende kommen so mit einem "echten" Navigationsgerät auf Dauer günstiger weg. Und selbst wenn ein Navigationsgerät auf das kostenpflichtige TMCpro setzt, so bietet dieses System mit seinem engen Sensorennetz die aktuelleren Daten.

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Ohne Halterung ist die Handy-Nutzung nicht erlaubt. (Foto: imago)Ohne Halterung ist die Handy-Nutzung nicht erlaubt. (Foto: imago)

Höhere Ablenkung bei Handy-Navis

Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt des ADAC ist die Bedienung der Navi-Handys. Selbst mit einer - gesetzlich vorgeschriebenen - Halterung raten die Tester davon ab, die Programme während der Fahrt zu bedienen. Die Ablenkung sei größer als bei herkömmlichen Navigationsgeräten. Der Grund dafür sind die kleineren Displays und die dadurch auch kleineren Zeichen. Wer das Handy ohne Halterung benutzt, der riskiert einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro.

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Durch Anklicken sehen Sie alle Testergebnisse. (Foto: ADAC)Durch Anklicken sehen Sie alle Testergebnisse. (Foto: ADAC)

Dreimal "gut" im Test

Trotz der Kritik des Automobilclubs erzielten drei der getesteten Kombinationen aus Handy und Software immerhin die Note "gut". Testsieger ist das O2 Xda Guide mit der Software Navigator 7 von TomTom. Den zweiten Platz belegt überraschend das Billig-Handy Simvalley XP-65 mit dem Programm NavGear Real-3D, auf dem dritten Platz befindet sich das HTC Touch HD mit einer Navigationssoftware namens McGuider. Auch diese beiden Kombinationen erhielten die Note "gut". Marktführer Nokia dagegen dürfte mit dem Testergebnis überhaupt nicht zufrieden sein. Mit den Modellen N96 und 6210 belegt der Marktführer die letzten beiden Plätze. Auf letzterem war sogar die hauseigene Software Nokia Maps 2.0 installiert. Die vollständigen Testergebnisse finden Sie auf dieser Grafik.

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