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SMS-Betrüger sollen Millionen kassiert haben

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SMS-Betrüger sollen Millionen kassiert haben

27.08.2009, 19:14 Uhr | dapd

Mit der Hoffnung auf ein Treffen mit attraktiven Chat-Partnern wurden die Opfer geködert. (Foto: imago)Mit der Hoffnung auf ein Treffen mit attraktiven Chat-Partnern wurden die Opfer geködert. (Foto: imago) Eine in Internet-Chatrooms agierende Betrügerbande soll mit Hilfe kostenpflichtiger SMS fünf Millionen Euro ergaunert haben. Wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig mitteilte, wurde gegen den mutmaßlichen 30-jährigen Haupttäter aus dem Raum Seesen Haftfehl wegen gewerbsmäßigen Betruges erlassen. Bei ihm und elf weiteren Beschuldigen aus neun Bundesländern durchsuchte die Polizei zudem Wohn- oder Geschäftsräume. Die elf Mittäter waren als Angestellte oder freie Mitarbeiter für den 30-Jährigen im Internet als sogenannte "Chat-Animateure" tätig.

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Persönliche Treffen in Aussicht gestellt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gaben die mutmaßlichen Betrüger in Internet-Chatrooms ihren Kommunikationspartnern falsche Identitäten an und stellten persönliche Treffen in Aussicht. Ziel war es, die Chat-Partner zur Versendung einer SMS an eine kostenpflichtige Rufnummer zu bewegen. Dabei wurden für jede SMS beim Absender Gebühren in Höhe von 1,99 Euro fällig.

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In die Rollen junger Frauen geschlüpft

Nach den Ermittlungen gebe es eine sechsstellige Zahl von Geschädigten, sagte die Braunschweiger Staatsanwältin Silke Grimsel. Um Betrug handele es sich, weil die Animateure ihre Chat-Partner von vornherein getäuscht hätten. Sie seien etwa in die Rollen junger Frauen geschlüpft. Zudem seien die angebotenen Treffen real nie geplant gewesen. Die Betrüger haben nach Angaben der Staatsanwältin fünf Jahre lang agiert. Den Schaden von fünf Millionen Euro schätzten die Ermittler auf Grundlage der Zahl der Geschädigten hoch. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten in der vergangenen Woche 150 Polizisten 19 Objekte in 9 Bundesländern. Dabei wurde umfangreiches Material sichergestellt, das nun ausgewertet wird. Die weiteren Ermittlungen würden noch einige Monate in Anspruch nehmen, sagte Grimsel.

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