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Brasilien: Regierung will Armen Handys schenken

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Brasilianische Regierung will Armen Handys schenken

12.11.2009, 13:12 Uhr

Arm aber mobil erreichbar: Am Zuckerhut sollen Arme kostenslose Handys bekommen. (Foto: imago)Arm aber mobil erreichbar: Am Zuckerhut sollen Arme kostenslose Handys bekommen. (Foto: imago) Die brasilianische Regierung will den Armen des Landes kostenlos Handys zur Verfügung stellen. Das teilte der Kommunikationsminister Hélio Costa mit. Ziel sei es, Menschen mit geringen finanziellen Mitteln ins moderne Zeitalter eintreten zu lassen. Viele Brasilianer verfügen noch immer nicht über einen eigenen Telefonanschluss, um im Ernstfall Hilfe zu holen. Knapp zwölf Millionen brasilianische Familien will der Minister mit Mobilfunkgeräten ausstatten. Dadurch entstehen Kosten in Höhe von umgerechnet 780 Millionen Euro, das sind 35 Euro pro Familie. Zusätzlich will Costa, dass jede Familie neben einem Handy auch monatlich sieben Reales, etwa 2,70 Euro, Telefonkosten erhält.
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Vorteile durch Steuererleichterungen


Zur Verfügung gestellt werden sollen die Handys von den Mobilfunkbetreibern. Die ersten drei Betreiber sollen laut dem Minister bereits die Teilnahme an dem Programm bestätigt haben. Diese wiederum hoffen ihre entstehenden Kosten durch Steuererleichterungen und den Mehrverbrauch vonseiten der Familien zu decken. Denn man spekuliert darauf, dass die Menschen mehr für die Handy-Benutzung ausgeben, was sie dann selbst bezahlen würden und was direkt den Mobiltelefonprovidern zugute käme.

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Erhebliche Armut in den Slums


Costas Programm stößt nicht nur auf Zuspruch bei den Politikern: Im Hinblick auf die nach wie vor dramatische medizinische Unterversorgung und die erhebliche Armut in den brasilianischen Slums halten viele Gegner das Fehlen von Handys bei den Armen für das geringste Problem im Land am Zuckerhut. Dem Minister sind solche Einwände egal. Er hält an seinem Mobilfunk-Großvorhaben fest. Für die künftigen Handy-Besitzer aus den Armenvierteln Brasiliens scheint es dabei auch ziemlich gleichgültig zu sein, dass der Zeitpunkt der Aktion ein Jahr vor den nächsten Wahlen gelegt worden ist.

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