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Europäische Union schließt über 50 Klingelton-Seiten

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EU schließt über 50 Klingelton-Seiten

17.11.2009, 16:18 Uhr

Kinder bestellen besonders gerne Klingeltöne. (Foto: ddp)Kinder bestellen besonders gerne Klingeltöne. (Foto: ddp)Dass Kinder unsere Zukunft sind, ist ja hinlänglich bekannt. Doch einige unseriöse Anbieter von Handy-Klingeltönen haben diese Weisheit wohl ein wenig zu wörtlich genommen. Mit dreisten Methoden versuchten die Firmen, ihrer zumeist jungen Kundschaft das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nicht ohne Folgen: Die EU-Kommission hat seit letztem Jahr nach Berichten der Nachrichtenagentur AP mehr als 200 Internet-Plattformen korrigiert oder geschlossen.

301 Seiten mit Rechtsverstößen

Die Aktionen waren von langer Hand geplant worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva eine Liste von 466 problembehafteten Websites herausgegeben. Auf 301 davon konnten eindeutige Rechtsverstöße festgestellt werden. Von diesen 301 Seiten seien mittlerweile 159 korrigiert und 54 abgeschaltet worden - eine Quote von rund 70 Prozent. 13 betroffene Seiten befanden sich in Deutschland, diese Fälle seien mittlerweile aber alle gelöst. In Italien verhängten Behörden im Zuge der Ermittlungen Bußgelder in Höhe von 2 Millionen Euro gegen insgesamt neun Unternehmen. Häufigster Verstoß gegen das Verbraucherrecht waren offenbar vermeintlich kostenlose Klingeltöne, die jedoch mit dem Abschluss eines Abonnements verbunden waren.

Branche leidet unter "schwarzen Schafen"

Die betrogenen Kunden sind dabei nicht alleine die Leidtragenden: "Besonders die Netzbetreiber haben ein intensives Interesse daran, dass in diesem Geschäft Transparenz herrscht, da unzufriedene Kunden meist in deren Callcentern landen - auch wenn der Netzbetreiber nicht der Geschäftspartner des Kunden ist. Die schwarzen Schafe schaden der gesamten Branche," erklärte Claudia Pöpperl, Marketing-Direktorin beim amerikanischen Software-Unternehmen Qpass gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Auch seriöse Anbieter von Klingeltönen leiden unter den Machenschaften der Klingelton-Abzocker: "Einige schwarze Schafe verzerren das Bild. Unsere Download-Gebühren sind transparent und nicht teuer: sie liegen zwischen 39 Cent und 2,49 Euro", so T-Mobile-Sprecher Husam Azrak gegenüber der dpa.

Seriöse Anbieter lassen die Wahl

Verbraucherschützer empfehlen, vor dem Kauf von Klingeltönen die Geschäftsbedingungen den Anbieters genau zu überprüfen. Gerade bei Lockwerbung im Fernsehen ist das freilich kaum möglich. Vorsicht ist auch bei Klingelton-Abonnements geboten. Seriöse Anbieter lassen dem Verbraucher die Wahl, ob er Produkte im Paket oder einzeln erwerben will. Wer aus Versehen trotzdem ein Abonnement abgeschlossen hat, muss trotzdem nicht zwangsläufig bezahlen: "Ähnlich wie bei denen im Internet hat er auch bei über SMS getätigten Geschäften ein 14-tägiges Widerrufsrecht", so der Rechtsanwalt Christian Heermeyer gegenüber der "Welt" (Stand 2007).

In eigener Sache

Das Handy-Portal der Deutschen Telekom unterzog sich bereits vor Jahren einer freiwilligen Untersuchung des Technischen Überwachungs-Verein Nord (TÜV NORD) in Kooperation mit der TÜV Informationstechnik GMBH (TÜViT), mit dem Ziel, Angebot und Services im Handy-Portal von unabhängigen Sachverständigen testen zu lassen. Der Prüfbericht bescheinigt Anwendungen und Diensten im Handy-Portal (z. B. Klingeltöne) Transparenz und angemessene Unterstützung sowie Hilfe beim Kauf der Produkte. Auch die technische Qualität der Downloads und die Abrechnung der Leistungen entsprechen den TÜV-Kriterien und trugen zur Auszeichnung mit dem TÜV-Zertifikat bei - als erstes Handy-Portal Deutschlands.

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