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Facebook aus Versehen gehackt

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Facebook aus Versehen gehackt

18.01.2010, 10:59 Uhr | ssp, t-online.de

Facebook aus Versehen gehackt. Aus Versehen gehackt: Das soziale Netzwerk Facebook (Foto: imago)

Aus Versehen gehackt: Das soziale Netzwerk Facebook. (Foto: imago)

Peinliche Daten angeben, Freundschaften kündigen, falsche Fotos hoch laden: Hacker können auf einem fremden Facebook-Profil ziemlich viel Unheil anrichten. Gut, dass Candace Sawyer nicht zu diesem Typ Mensch gehört. Die 31-jährige Amerikanerin landete mit ihrem Nokia-Handy unversehens und ohne nach einem Passwort gefragt zu werden im Profil eines fremden Mannes. Auch ihre Schwester und ihre Mutter konnten sich dort problemlos einloggen. Schuld daran ist laut TechNewsWorld.com der Mobilfunkanbieter AT&T.

Sicherheitsexperten stehen vor einem Rätsel

In dessen Internet-Infrastruktur wurden offenbar die Nutzerdaten schlicht vertauscht. Unternehmenssprecher Michael Coe vermutete falsch konfigurierte Geräte oder fehlerhafte Software als Ursache für den unfreiwilligen Hack. In "einer begrenzten Zahl an Fällen" hätten Personen auf fremde Facebook-Profile zugreifen können. Das Problem im AT&T-Netzwerk werde aber behoben. Sicherheitsexperten stehen dennoch vor einem Rätsel. Laut Alberto Solino, Direktor von Core Security Technologies, kann bei vertauschten Daten normalerweise die entsprechende Webseite nicht geladen werden. Aber "irgendwie gelangten Sie auf das falsche Nutzer-Profil und sie konnten den Zugang für längere Zeit verwenden. Das ist das merkwürdige daran."

Vertauschte Cookies

Einen ähnlichen Fall hat es bereits im November letzten Jahres bei AT&T gegeben. Damals konnte sich ein gewisser Stephen Simburg in das Profil einer jungen Frau einloggen – und umgekehrt. In diesem Fall war die Ursache jedoch schnell gefunden. Offenbar wurden die Cookies mit den Anmeldedaten vertauscht. Doch auch in diesem Fall ist unklar, wie es zu der Verwechslung kommen konnte. Die Einschätzung, dass die Lücken für echte Hacker kaum interessant sind, dürfte daher kaum beruhigen. Sie stammt von Nathan Hamiel, dem Gründer der Forschungsgruppe Hexagon Security Group, und beruht darauf, dass bei den jetzt entdeckten Lecks nur jeweils ein einziger Zugang gleichzeitig bearbeitet werden kann. Außerdem seien verschlüsselte Seiten von dem Problem nicht betroffen.

Ähnliche Fälle auch im Festnetz denkbar

Andererseits warnt der Sicherheitsexperte: "Die Tatsache, dass es passiert ist beweist, dass es möglicherweise nochmals passieren kann – und dann mit etwas wichtigerem als Facebook." Zudem sei es theoretisch auch denkbar, dass ähnliche Probleme bei Festnetz-Anschlüssen auftreten – etwa bei E-Mail-Anbietern. In Deutschland sind Fälle von vertauschten Daten bislang noch nicht aufgetreten. In den USA dagegen dürften sich einige Facebook-Nutzer in nächster Zeit noch genauer überlegen, was sie auf ihrem Profilen preisgeben und was nicht.

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